Potomac-Szenario
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Fluglotsen sehen Sicherheitsrisiken am Flughafen Sydney

Sydney Airport
Sydney Airport, © Sydney Airport

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SYDNEY - Am Flughafen Sydney arbeiten Fluglotsen seit einigen Wochen unter neuen Verfahren und mit einer veränderten Luftraumstruktur. Ein erfahrener Fluglotse erkennt "Parallelen zur ATC-Situation" am Washingtoner Reagan-Flughafen im Vorfeld der Midair-Kollision Anfang 2025. 

Die australische Flugsicherheitsbehörde ATSB geht einem Whistleblower-Hinweis aus der Flugsicherung am Flughafen Sydney nach.

Die Terminal Control Unit (TCU) sei "nicht ausreichend" auf komplexe Änderungen des Luftraums und Verfahren vorbereitet gewesen, setzte ein "erfahrener Fluglotse" die Behörde über die Situation ins Bild.

Diese Änderungen traten am 9. Juli 2026 mit der Inbetriebnahme des neuen Flughafens Western Sydney International in Kraft. Nach einer Analyse des ATSB betreffen die meisten Umstellungen den ATC-Bereich "Departures West", der für den Luftraum um den neuen Flughafen zuständig ist.

Laut Hinweisgeber haben mehr als 50 Fluglotsen an einer gewerkschaftlichen Umfrage teilgenommen. Demnach bestehen bei einem Großteil erhebliche Zweifel, die neuen Verfahren selbst unter normalen Verkehrsbedingungen sicher bewältigen zu können.

Als Grund wurden unter anderem Personalmangel, Ausbildungs- und Erfahrungsstand sowie ein umfangreiches neues Regelwerk genannt. Allein die bereitgestellten Schulungsunterlagen sollen mehr als 1.000 Seiten stark sein.

Der Whistleblower zieht "Parallelen zur ATC-Situation" am Flughafen Washington Reagan vor der Midair-Kollision einer CRJ700 von American Airlines mit einer UH-60 Black Hawk. Der Zusammenstoß über dem Potomac River riss am 29. Januar 2025 67 Menschen aus dem Leben, kein Beteiligter hat überlebt.

American Airlines 5342 markierte das schwerste Flugunglück in den Vereinigten Staaten seit 16 Jahren - und hatte Konsequenzen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA steckte die Flugzonen um den Flughafen neu ab. Fluglotsen hatten entsprechende Änderungen bereits Monate vor dem Unfall gefordert.

Zwischenfälle am Flughafen Sydney

Auf dem Rollfeld des Flughafens Sydney war es in den letzten Wochen zu zwei Beinahe-Zusammenstößen gekommen. Ein Fluglotse und ein Bodenmitarbeiter wurden vom Dienst suspendiert. Zudem musste sich der Chef der staatlichen Flugsicherung Airservices Australia, Rob Sharp, bei Verkehrsministerin Catherine King erklären.
© aero.de | Abb.: Airbus, Qantas | 21.08.2026 06:40


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