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Vorerst keine 35-Stunden-Woche bei EFW

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EFW, © EFW

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DRESDEN - Den Elbe Flugzeugwerken (EFW) fehlen Aufträge in der Frachterumrüstung - Unternehmen und Gewerkschaft stellen Pläne für die Einführung einer 35-Stunden-Woche im Konzern jetzt um mindestens drei Jahre zurück. Ein Wartungsauftrag der Bundeswehr sichert bei EFW Beschäftigung.

EFW und IG Metall hatten sich 2023 auf eine 35-Stunden-Woche ab 2026 geeinigt. Zur Umsetzung kommt es vorerst nicht. Darauf haben sich Unternehmen und Gewerkschaft verständigt.

"Wir führen die 35-Stunden-Woche erst zu dem Zeitpunkt ein, wenn wir sie uns leisten können", sagte EFW-Arbeitsdirektor Kai Mielenz der "Bild"-Zeitung. "Die Mitarbeiter erhalten als Ausgleich eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2030."

In diesem Jahr werden Mitarbeiter weiterhin 38 Wochenstunden stempeln. In den drei Folgejahren kann die Wochenarbeitszeit um je eine Stunde sinken, sofern EFW mit der Gewerkschaft vereinbarte Finanzziele erreicht, erklärte Mielenz das Konzept gegenüber der Zeitung.

Hintergrund sind Auslastungsprobleme in der Frachterausrüstung - Airlines behalten ältere Interkontflugzeuge wegen Lieferstaus bei Airbus und Boeing länger und geben weniger Flugzeuge für Umbauprogramme frei. Zudem leidet der Bereich unter der US-Zollpolitik.

"EFW ist abhängig davon, was in der Welt passiert. 40 Prozent weniger Expressfracht zwischen China und den USA - das trifft genau den Kern unseres Kundenzuschnitts", hatte EFW-Geschäftsführer Jordi Boto 2025 der dpa gesagt. Die Notwendigkeit für EFW-Frachter-Umbauten verschiebe sich - und mit ihr die Planungen.

Das Unternehmen hatte mit Personalüberlassungen auf den Trend reagiert, konnte laut dem Bericht aber nur 100 Mitarbeiter an andere Firmen ausleihen - geplant waren bis zu 300 Überlassungen.

Bundeswehr lässt NH90 direkt bei EFW warten

EFW konzentriert sich jetzt auf einen Ausbau des Wartungsgeschäft. In diesem Bereich wird ein gerade verlängerter Bundeswehrauftrag Beschäftigung sichern.

EFW wird deutsche NH90-Hubschrauber in der Heer-Variante "TTH" die nächsten sieben Jahre technisch betreuen. "Die ersten Helikopter werden in Kürze am EFW-Standort Dresden erwartet", teilte EFW in der letzten Augustwoche mit. Bereits seit 2021 hatte EFW Instandhaltungsarbeiten am NH90 durchgeführt, bisher jedoch als Unterauftragnehmer.

Laut Mielenz hängen an EFW direkt oder indirekt mehr als 1.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern in der Region. Die Elbe Flugzeugwerke GmbH ist eine Tochtergesellschaft von ST Engineering (Singapur) und Airbus und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter.
© aero.de, dpa | Abb.: EFW | 03.09.2026 08:31


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