Flug AF1611
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Traf Rakete 1968 Air-France-Flug?

Flug AF1611 - vermutete Absturzstelle
Flug AF1611 - vermutete Absturzstelle, © Openmaps

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NIZZA - Zeugen sprechen von Vertuschung und verschwundenen Dokumenten: Findet die Justiz jetzt Beweise für einen Raketenabschuss der Air-France-Caravelle durch Frankreichs Armee?

Fast 60 Jahre nach einem rätselhaften Flugzeugabsturz vor Nizza mit 95 Toten will die französische Justiz zur Klärung der Unglücksursache Wrackstücke aus dem Mittelmeer bergen lassen.

Wie die Staatsanwaltschaft in der Stadt an der Côte d'Azur mitteilte, hätten Untersuchungen und Anfragen an Experten ergeben, dass das Bergen wichtiger Wrackstücke aus 2.300 Metern Tiefe sinnvoll und möglich sei. Ende vergangenen Jahres hatten Polizeitaucher unter anderem das Heck und die beiden Triebwerke der Maschine auf dem Meeresgrund geortet.

Der Air-France-Flug von Ajaccio auf der Insel Korsika nach Nizza war am 11. September 1968 vor der Côte d'Azur ins Meer gestürzt, wobei alle Insassen ums Leben kamen. Seit vielen Jahren gibt es in Frankreich den begründeten Verdacht, dass die Maschine vom Typ Caravelle versehentlich vom Militär abgeschossen und das anschließend vertuscht worden sein könnte.

Zeugenaussagen und Unterlagen von den damals an der Suche beteiligten Marineschiffen sollen verschwunden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb aktuell wegen Unterschlagung von Dokumenten und Behinderung der Wahrheitsfindung im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz.

Versehentlicher Abschuss mit Rakete?

Die Justiz erklärte 2018, dass sie die Hypothese eines versehentlichen Raketenabschusses von einem Armeestützpunkt an der Côte d'Azur "sehr ernst" nehme. Die Aufhebung der Geheimhaltung von Militärdokumenten gab aber keinen Aufschluss.

2024 erklärte die Staatsanwaltschaft, dass "mehrere schwerwiegende Indizien, insbesondere Zeugenaussagen, aber auch materielle Beweise darauf hindeuten, dass zivile und/oder militärische Behörden versucht haben könnten, die Ermittlung der tatsächlichen Ursachen und Umstände des Absturzes der Caravelle zu behindern", berichtete die Zeitung "Libération".

Vor dem Absturz hatte der Pilot einen Brand gemeldet. Die Hypothese ist, dass eine Rakete der Armee das linke Triebwerk getroffen haben könnte. Ob sich Hinweise darauf an dem Triebwerk nach 58 Jahren unter Wasser noch finden lassen, ist offen.
© dpa | 07.09.2026 17:53

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Beitrag vom 08.09.2026 - 16:08 Uhr
Du hast Recht, in den USA, Frankreich und Italien gab es das nicht. Bei anderen hilft Google & Co.
Beitrag vom 08.09.2026 - 14:14 Uhr
In welchem "Schurkenstaat" kam es denn zu "Offenlegung, Verurteilungen und Haft", und zwar an Verantwortlichen und nicht nur Bauernopfern? Fragen über Fragen.
Beitrag vom 08.09.2026 - 12:48 Uhr
Na schau an, Frankreich vertuscht Abschuß mit zivilen Opfern, Italien auch so. Komisch, nur in "Schurkenstaaten" kommt es zur Offenlegung, Verurteilungen und Haft. Siehe Russland vs. Aserbaidschan und Iran vs Boeing 737. Komisch komisch


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