Arianespace
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Ariane 6 für weitere Starts gebucht
PARIS - Die europäische Ariane-6-Schwerlastrakete kommt in Schwung: Beim Pariser Weltraumgipfel gab das Unternehmen Arianespace Verträge für gut zehn Starts der Ariane 64 bekannt.
Das ist die leistungsfähigste Version der Schwerlastrakete, die knapp 22 Tonnen Nutzlast ins All befördern kann.
Allein sechs Starts sind demnach vom US-Konzern Amazon gebucht.
Nach Worten von Arianespace-Chef David Cavaillolès ist das die bislang größte Zahl von Aufträgen für die Rakete. Die von der europäischen Weltraumbehörde ESA in Auftrag gegebene Ariane 6 hätte eigentlich 2020 erstmals starten sollen, das verspätete sich jedoch bis 2024. Zum ersten kommerziellen Flug hob die Rakete 2025 ab, in diesem Jahr gab es bereits vier Starts. Für 2027 sind neun bis zehn Flüge geplant.
Gebaut werden die Raketen von der Muttergesellschaft Ariane Group, einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus mit dem französischen Triebwerkshersteller Safran. Zwei wichtige deutsche Standorte sind Bremen und Ottobrunn vor den Toren Münchens. Derzeit stehen Unternehmen und Regierungen bei Raketenherstellern rund um den Globus Schlange, um Tausende zivile und militärische Satelliten ins All befördern zu lassen.
© dpa | 09.09.2026 20:22
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Beitrag vom 11.09.2026 - 13:35 Uhr
Die Ariane 6 profitiert von den Problemen die Amazon mit der New Glenn hat. Die zusätzlichen Starts sind eine Folge der Explosion am Pad.
Jeder kommerzielle Start der Ariane 6 wird vom europäischen Steuerzahler subventioniert da der reale Preis am Markt nicht realisierbar ist.
Beitrag vom 10.09.2026 - 16:07 Uhr
Dass Arianespace zehn neue Startaufträge an Land ziehen konnte, ist zunächst einmal eine gute Nachricht. Jeder zusätzliche kommerzielle Flug trägt schließlich dazu bei, dass Entwicklung und Betrieb der Ariane 6 nicht ausschließlich vom europäischen Steuerzahler finanziert werden müssen. Dennoch bleibt das aus meiner Sicht eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
Natürlich darf man den Flugplan der Ariane 6 nicht eins zu eins mit dem der Falcon 9 vergleichen. Ein hoher zweistelliger Prozentsatz der SpaceX-Flüge in diesem Jahr entfiel allein auf Starlink und war damit gewissermaßen hausgemacht. Auch zahlreiche amerikanische Regierungsmissionen (NASA, NRO, Space Force), sind für einen europäischen Anbieter ohnehin kein realistischer Markt.
Interessanter wird der Vergleich deshalb bei den Aufträgen, die grundsätzlich auch an Arianespace hätten gehen können: kommerzielle Satellitenbetreiber, Rideshare-Missionen, aber auch zivile institutionelle Kunden wie die italienische Raumfahrtagentur ASI. Und auch in diesem tatsächlich adressierbaren Markt führt SpaceX regelmäßig Missionen durch.
Bei Ariane 6 sieht die Bilanz bislang deutlich schmaler aus. Von den vier Flügen in diesem Jahr entfielen drei auf denselben kommerziellen Großkunden, Amazon, für dessen Leo-Konstellation. Der vierte Start erfolgte für EUMETSAT und war damit eine europäische institutionelle Mission.
Selbst wenn man bei SpaceX also die Starlink-Eigenmissionen sowie die praktisch gebundenen amerikanischen Regierungsaufträge herausrechnet, verbleiben in diesem Jahr bereits rund dreimal so viele Flüge für externe beziehungsweise frei adressierbare Kunden wie bei Ariane 6.
Die zehn neuen Aufträge sind deshalb zweifellos erfreulich und wichtig für die Auslastung der Ariane 6. An der grundsätzlichen Frage ändert das jedoch wenig: Wie attraktiv ist die Rakete außerhalb institutioneller europäischer Missionen und einzelner großer Rahmenverträge tatsächlich für den internationalen Markt?
Kommentare (2) Zur Startseite
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Jeder kommerzielle Start der Ariane 6 wird vom europäischen Steuerzahler subventioniert da der reale Preis am Markt nicht realisierbar ist.
Natürlich darf man den Flugplan der Ariane 6 nicht eins zu eins mit dem der Falcon 9 vergleichen. Ein hoher zweistelliger Prozentsatz der SpaceX-Flüge in diesem Jahr entfiel allein auf Starlink und war damit gewissermaßen hausgemacht. Auch zahlreiche amerikanische Regierungsmissionen (NASA, NRO, Space Force), sind für einen europäischen Anbieter ohnehin kein realistischer Markt.
Interessanter wird der Vergleich deshalb bei den Aufträgen, die grundsätzlich auch an Arianespace hätten gehen können: kommerzielle Satellitenbetreiber, Rideshare-Missionen, aber auch zivile institutionelle Kunden wie die italienische Raumfahrtagentur ASI. Und auch in diesem tatsächlich adressierbaren Markt führt SpaceX regelmäßig Missionen durch.
Bei Ariane 6 sieht die Bilanz bislang deutlich schmaler aus. Von den vier Flügen in diesem Jahr entfielen drei auf denselben kommerziellen Großkunden, Amazon, für dessen Leo-Konstellation. Der vierte Start erfolgte für EUMETSAT und war damit eine europäische institutionelle Mission.
Selbst wenn man bei SpaceX also die Starlink-Eigenmissionen sowie die praktisch gebundenen amerikanischen Regierungsaufträge herausrechnet, verbleiben in diesem Jahr bereits rund dreimal so viele Flüge für externe beziehungsweise frei adressierbare Kunden wie bei Ariane 6.
Die zehn neuen Aufträge sind deshalb zweifellos erfreulich und wichtig für die Auslastung der Ariane 6. An der grundsätzlichen Frage ändert das jedoch wenig: Wie attraktiv ist die Rakete außerhalb institutioneller europäischer Missionen und einzelner großer Rahmenverträge tatsächlich für den internationalen Markt?