Tarifvertrag
Älter als 7 Tage

Austrian kurz vor Einigung mit Gewerkschaften

Austrian Airbus A321
Austrian Airbus A321, © Ingo Lang

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FRANKFURT - Hoffnungsschimmer für die Lufthansa in Österreich: Nach der Niederlage der Tochter Austrian Airlines vor Gericht nähern sich Management und Gewerkschaft offenbar einem neuen Tarifvertrag für das fliegende Personal der früheren österreichischen Staatsfluglinie.

Man sei einer Einigung sehr nahe, erfuhr die Nachrichtenagentur APA am Dienstag aus dem Unternehmensumfeld. Die lange Zeit defizitäre AUA will mit dem neuen Tarifwerk die Personalkosten im Rahmen halten, um die erhoffte Rückkehr in die schwarzen Zahlen nicht zu gefährden.

Die bereits vollzogene Umstellung auf den billigeren Tarifvertrag der Tochter Tyrolean hatte der Europäische Gerichtshof im Sommer gekippt.

Am späten Nachmittag berät der Aufsichtsrat der Lufthansa-Tochter in Frankfurt über das Thema. Als Alternativen zum neuen Tarifwerk hat die AUA auch eine Umwandlung in einen Billigflieger, eine Schrumpfkur und die Streichung der Langstreckenflotte durchgerechnet. Ein Unternehmenssprecher verwies darauf, dass beide Seiten Stillschweigen vereinbart hätten.

Bei den Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite geht es um einen neuen Tarifvertrag für das fliegende Personal und zusätzlich um Nachzahlungen für die vergangenen zwei Jahre. Die AUA hatte ihr fliegendes Personal 2012 zwangsweise vom teureren AUA-Kollektivvertrag in das Tarifwerk der Regionaltochter Tyrolean überführt. Nach dem jüngsten Urteil gelten die alten AUA-Konditionen für die Mitarbeiter jedoch bis heute weiter.

Der Aufsichtsrat erwartet nun vom Vorstand ein Konzept für die Zukunft der Gesellschaft. Mit einer Bekanntgabe ist möglicherweise erst am Mittwoch (8. Oktober) zu rechnen, da für diesen Tag noch ein Gespräch zwischen der AUA-Führung und den Sozialpartnern angesetzt ist.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Ingo Lang | 07.10.2014 12:54

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Beitrag vom 08.10.2014 - 10:34 Uhr
Hoffnungsschimmer? Für die Angestellten sind jedenfalls illegal Fakten geschaffen worden. Es zeigt einmal mehr, wie kaltschnäuzig LH ( hier bei AU) Tarifrecht gebrochen hat. In Deutschland wurden einseitig die Verträge Übergangsversorgung für Kabine und Cockpit gekündigt. Eine Nachwirkungen wurde bestritten und dann versucht, sich die Rückstellungen einzuverleiben. Auch die von den Mitarbeitern finanzierten Anteile. Für dieses gewagte Vorgehen hat sich LH ein bizarres Rechtsgutachten erstellen lassen. Dieses Gutachten ist dem LH Vorstand aber mittlerweile so peinlich, dass er sich bis jetzt weigert, es zu veröffentlichen.


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