Älter als 7 Tage

Doppeltes Fahrwerksproblem bei notgelandeter Fokker 100

STUTTGART / BRAUNSCHWEIG (dpa) - Bei der Suche nach der Ursache für die Notlandung einer Fokker 100 der Contact Air am Montag auf dem Stuttgarter Flughafen stehen die Experten vor einem doppelten Rätsel: Neben dem normalen Mechanismus zum Ausfahren des Fahrwerks habe auch das Notfallsystem versagt, teilte die Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung am Dienstag mit.



Da sich das Hauptfahrwerk so nur teilweise ausfahren ließ, musste die Maschine notlanden. An Bord der Fokker 100 waren 73 Passagiere, darunter SPD-Chef Franz Müntefering und fünf Besatzungsmitglieder. Dabei wurden nur ein Passagier und eine Flugbegleiterin leicht verletzt. Da die Maschine bis zum Abend die einzige Start- und Landebahn blockierte, vielen fast 170 Flüge aus - deutlich mehr als bisher bekannt.


Dass beide Fahrwerksysteme gleichzeitig ausfallen, ist nach Angaben der Behörde selten. "Ich kenne sonst keinen Fall", sagte Experte Karsten Severin. Auch seien bei dem Flugzeugtyp Fokker 100 keine besonderen Fahrwerk-Probleme bekannt. In den nächsten Wochen werde die genaue Ursache gesucht. Dafür sind für mehrere Tage fünf Mitarbeiter der Flugunfalluntersuchung in Stuttgart. Da es möglich ist, dass etwa Materialfragen extern untersucht werden müssen, könne es bis zum Abschlussbericht Wochen dauern, hieß es.

Die Notlandung ist aus Sicht der Behörde gut verlaufen. "Das hätte auch deutlich schlimmer ausgehen können", sagte Severin. "Wenn das Flugzeug etwa von der Landebahn abkommt und gegen ein Hindernis prallt." Der Pilot habe sauber aufgesetzt und alles richtig gemacht.

Nach Angaben eines Sprechers des Flughafens mussten am Montag insgesamt 167 Flüge - und damit fast die Hälfte der sonst üblichen Flugbewegungen pro Tag - gestrichen werden. Durchschnittlich werden auf dem Flughafen in Leinfelden-Echterdingen zwischen 360 und 440 Flüge am Tag abgewickelt.
© dpa | 15.09.2009 08:28


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Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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