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American vertauscht A321 vor Flug nach Hawaii

LOS ANGELES - Eine ETOPS-180-Zulassung erlaubt American seit 18. August den Einsatz speziell ausgestatteter Airbus A321H auf der Linie Los Angeles - Honolulu. Die American A321S darf demgegenüber nicht zu langen Strecken über offene See aufbrechen - und flog am 31. August trotzdem nach Hawaii.

Bis auf ihre größere Treibstoffreserve sind die A321H von American weitgehend mit den A321S identisch. Das erklärt vielleicht, weshalb American die Flugzeuge für Flug 31 vor dem Start vertauschte.

American Airlines Airbus A321T
American Airlines Airbus A321 Transcontinental, © American Airlines

Der Fehler sei erst aufgefallen, als sich die A321S bereits auf dem Weg nach Hawaii befand, sagte American-Sprecher Casey Norton dem US-Luftfahrtjournalisten Brian Sumers. "Wir haben sofort interne Ermittlungen eingeleitet und die (US-Luftfahrtaufsicht, Red.) FAA benachrichtigt."

Letztlich erreichte auch die A321S Honolulu problemlos, der Einsatz des nicht für diese Strecke zertifizierten Modells stellt gleichwohl einen schweren Verstoß gegen die Vorschriften der FAA dar. Das Flugzeug wurde später ohne Passagiere wieder aufs Festland überführt.

Bis Jahresende soll die A321H-Flotte die Boeing 757-200 auf allen vier Hawaii-Strecken von American ersetzen. Damit sich der Fauxpas vom 31. August nicht wiederholt hat American Änderungen in der zur Einsatzplanung verwendeten Software vorgenommen.

Neben A321H (Hawaii) und A321S (Standard) betreibt American auch A321T (Transcontinental), die mit premiumorientierter Aufteilung zwischen Ost- und Westküste der USA pendeln.
© aero.de | Abb.: Airbus | 14.09.2015 16:09

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Beitrag vom 17.09.2015 - 08:29 Uhr
Nein, fliege selber B767. Aber offensichtlich wird bei anderen Fliegern mit ähnlichen Werten gerechnet.
Bei der ganzen Sache (ETOPs) aber auch bedenken, dass das, was ich unten schrieb, eine ziemlich theoretische Betrachtung ist.
Die Zahlen, insbesondere was den Sprit angeht, stehen zwar so im OFP (operational flight plan) und davon wird auch bei der Betankung ausgegangen, aber was die Crew dann im Ernstfall daraus macht ist eine ganz andere Sache.
Beispielsweise auf den Transatlantikstrecken werden von OPS meist nur die unbedingt notwendigen Berechnungen angestellt, obwohl real oft viel mehr Alternates zur Verfügung stehen.
Wenn dann nach OFP z.B. Santa Maria und Bermuda als ETOPS alternates gerechnet sind, kann die Crew vielleicht doch zu dem Schluss kommen, dass Halifax oder Boston besser geeignet sind und dann im Ernstfall dahin fliegen.

MfG
CCP
Beitrag vom 16.09.2015 - 20:24 Uhr
@25.1309: Die 2556 Meilen von LAX nach HNL sind Statute Miles (ca. 1,6 km), 1 kn sind aber 1 Nautische Meile pro Stunde (ca. 1,85 km/h). Kannst bei Dist+Time auch Nautical Miles einstellen, von denen sind es dann 2221 von LAX nach HNL. Und dann reichen auch 400 kn für die halbe Strecke :-)

Vielen Dank! Wie peinlich, und das als Segler ^^. Werde jedenfalls in Zukunft nicht mehr schmunzeln wenn mich jemand fragt, warum 2 pound kein Kilo sind :-)

@CCP

Vielen Dank für das Beispiel. Die Grundzüge deines Praxisberichts stehen ja auch in dem von mir verlinkten und von Nachdenklich versehentlich als CS-25 zitierten AMC-20 Amendment 7. Du schreibst: "Bei uns sind das 400kt." fliegst Du 777? Man nimmt heutzutage wohl 1500 Meilen als Basis für ETOPS 180...habe ich aber auch erst gelesen, weil ich mich aufgrund meines schusseligen Übersehens der Meilenkategorie noch etwas umsah.

Gruß, 25.1309
Beitrag vom 16.09.2015 - 16:02 Uhr
@25.1309: Die 2556 Meilen von LAX nach HNL sind Statute Miles (ca. 1,6 km), 1 kn sind aber 1 Nautische Meile pro Stunde (ca. 1,85 km/h). Kannst bei Dist+Time auch Nautical Miles einstellen, von denen sind es dann 2221 von LAX nach HNL. Und dann reichen auch 400 kn für die halbe Strecke :-)


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