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Airbus stellt die Weichen für eine A330neo

Air Canada Airbus A330-300
Air Canada Airbus A330-300, © Ingo Lang, edition airside

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TOULOUSE - Airbus steht Tage vor einer internen Festlegung auf ein Re-Engining der A330. Airbus werde die A330neo exklusiv mit Rolls-Royce entwickeln, meldet "Reuters" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Toulouse hatte seine A330neo-Akten in diesem Monat erstmals ein wenig geöffnet.

Airbus positionierte die A330neo auf den Innovation Days 2014 als kostengünstigen Gegenspieler der Boeing 787 und 777X, der aber Abstand zum eigenen Produkt A350 einhalten werde. "Es darf zu keinem Kannibalisierungseffekt kommen", sagte Verkaufschef John Leahy auf der Veranstaltung.

Eine A330neo werde, in zwei Klassen bestuhlt, eine Alternative zur Boeing 777-9X darstellen, ergänzte Leahy. Die A330neo werde "die gleichen Betriebskosten" aber "erheblich geringere Kapitalkosten" als die neue Triple Seven aufweisen.

Die Verbrauchswerte des neumotorisierten Twins aus Toulouse sollen dabei denen der Boeing 787-8 entsprechen, äußerte sich Airbus-Manager Kiran Rao. Rao sprach mit Blick auf die aktuelle A330 erstmals von der "A330ceo", was als weiteres Indiz für eine geplante Neuauflage gesehen werden kann.

Airbus hat sich in den vergangenen Monaten in jedem Fall intensiv mit der A330neo befasst. "Die Tragflächen der A330 sind bereits hochgradig optimiert - an Flügel und Winglet können wir wenig verbessern", sagte Rao. Es werde allenfalls "kleinere aerodynamische Optimierungen" am Flugzeug geben.

Programmstart schon in Farnborough?

Eine A330neo würde das A330-Programm laut Leahy bis 2030 verlängern und sich mindestens 1.000 Mal verkaufen. Damit würde Airbus den Konkurrenten Boeing bei der Produktion zweistrahliger Interkontjets langfristig auf Par halten.

Delta und AirAsia X hatten sich zuletzt öffentlich für die neue A330 ausgesprochen. Soweit Airbus in den nächsten zwei Wochen im Kreis der Interessenten einen Erstkunden findet könnte die A330neo vielleicht schon auf der Farnborough Airshow (14. bis 20. Juli) den Schritt vom Papier zum Programm nehmen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 27.06.2014 10:14

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Beitrag vom 30.06.2014 - 01:23 Uhr
RR hat beim A330 ca. 50% der Kunden und ca. 66% der Triebwerke, ist demnach klarer Gewinner, weil man damals als Einziger neuentwickelt hat. GE hatte zwar mit dem CF6 ein beliebtes und erprobtes Triebwerk, aber letztlich war nicht mehr genug Potential drin. Also eine gute und klare Entscheidung.
Die 330NEO wird sich sehr gut gegen die immer noch nicht reibungslos fliegenden 787 Muster positionieren lassen. Viel zu viele Betreiber müssen heutzutage aufs Geld schaun - nicht nur eim Kauf sondern auch beim Unterhalt. Wer eine grosse 330CEO Flotte hat könnte mit Minimalaufwand auf die NEO Variante umsteigen.
Beitrag vom 29.06.2014 - 13:04 Uhr
Noch ist ja nichts offiziell aber die Anzeichen mehren sich für A330neo Realisierung. Das dies nur noch mit einem Triebwerkshersteller (offenbar Rolls Royce) realisiert wird überrascht nicht. Derzeit teilen sich 3 Hersteller (RR, GE und P&W)den Kuchen. Dementsprechend ist es erschwert die Entwicklungskosten reinzuholen.

Bei A350 ist RR ja auch alleiniger Hersteller weil sich GE geweigert hat für 350-1000 ein Triebwerk (wegen Boeing Exclusivrechten)anzubieten. Airbus wollte aber nur für alle Varianten einen Triebwerkstyp pro Hersteller. Umgekehrt hat GE ja jetzt die Alleinvertretung bei B777x.

Immerhin hat Airbus bei A320 ceo und neo noch 2 Triebwerksanbieter während Boeing bei B737max nur einen hat. Sollten sich die vollmundigen Bekundungen bei P&W über weitere Einsparungen beim Getriebefan bewahrheiten bekommt Boeing bei B737max ein echtes Problem denn einen Getriebefan kriegen die ja nicht drunter.
Beitrag vom 29.06.2014 - 10:11 Uhr
Airbus bleibt glaub nix anderes übrig als die A330neo zu bringen. Die 787 ist derzeit
kongruenzlos.
Die A350 sehe ich eher als Gegenspieler der 777. Und die kleinste Variante der A350 ist scheinbar manchen Airlines immer noch zu schwer und zu groß.

Scheinbar geht der Plan von Airbus nicht ganz auf mit einer neuen Flugzeug Familie der
777 und 787 das Wasser abzugraben.
Nicht umsonst wünschen sich die Airlines eine weiter Entwicklung der A330. Ihnen gefällt
die Monopol Stellung der 787 nicht....:-)


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