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Boeing-Chef: 787-Produktion erreicht "Risikozone"

Boeing 787-Produktion
Boeing 787-Produktion, © Boeing

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CHICAGO - Boeing hat Dreamliner-Linien und Zulieferer auf 14 Flugzeuge pro Monat gepeitscht. Der Auftragseingang hält mit diesem Tempo 2019 nicht mehr Schritt - Handelskriege und eine drohende Rezession könnten Boeing zu einer Korrektur der 787-Rate zwingen. Hat der Konzern sein Blatt überreizt?

Jeder sechste Dreamliner ging bisher nach China. Die Nachfrage aus dem Reich der Mitte trug den Hochlauf der 787-Linien in Everett und Charleston auf 14 Jets pro Monat.

Ein von der US-Regierung angezettelter Zollkrieg lässt die Nachfrage versiegen - China hält einen Auftrag über 100 787 und 777X derzeit zurück.

Der 787-Hochlaufplan ging von neuen Aufträgen aus China aus, räumte Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Mittwoch vor Fachanalysten ein. Insoweit bewege sich der Konzern mit der aktuellen Rate "in einer Risikozone". "Wir bleiben zuversichtlich, dass es einen Handelsdeal (mit China) geben wird und Flugzeuge Teil davon sind."

Dieses Jahr hat Boeing erst 63 neue 787-Aufträge eingebucht, darunter 20 von Lufthansa, aber bereits 101 Dreamliner ausliefert. Der Auftragsbestand schmolz auf 555 Flugzeuge ab - bei der aktuellen Rate entspricht das nur gut drei Jahren Produktion. Zeitgleich verdunkeln Konjunktursorgen die Aussichten.

Boeing hat noch einige vakante Lieferslots für die 787 in den nächsten zwei Jahren und weitere 2022, warnte Jefferies-Analystin Sheila Kahyaoglu in einem Bericht vom 10. September. "Ohne eine Beschleunigung der Auftragsaktivität gehen wir davon aus, dass die Rate 2022 mit einer möglichen Ankündigung Ende 2020/Anfang 2021 abgesenkt werden könnte."

Gestaffelte Wiederzulassung der 737 MAX

Wegen der 737-Krise und aktueller Verzögerungen bei der 777-9 trägt die 787 derzeit den Konzern. Die 737 MAX ist nach zwei Totalverlusten mit 346 Opfern seit März für Passagierflüge gesperrt. Bei der Wiederzulassung mit technischen Updates zeichnet sich keine gemeinsame Linie der Behörden in den USA, Europa und Asien ab.

Die Europäische Luftfahrtaufsicht EASA übte zuletzt sogar offene Kritik an der Arbeit der US-Luftfahrtbehörde FAA und kündigte eigene Testflüge mit der 737 MAX an. Muilenburg warnte auf der Konferenz vor einer "gestaffelten" Wiederzulassung der 737 MAX in den einzelnen Märkten.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Boeing | 12.09.2019 11:36

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Beitrag vom 17.09.2019 - 15:50 Uhr
Kapitalkosten?

Wo leben sie denn?

IN Südamerika? Oder Asien.

Nur zu ihrer Info: Der Zins ist aktuell 0 oder negativ.
Kapitalkosten spielen keine rolle mehr.

Vielleicht als jemand, der die Branche offensichtlich nur von außen als Hobby betrachtet, nicht so auf den Putz hauen.
Natürlich spielen Kapitalkosten eine Rolle

Eine Minimale Rolle. Deutlich reduziert im Vergleich zur Welt vor einigen Jahren.
Beitrag vom 17.09.2019 - 13:57 Uhr
Vielleicht als jemand, der die Branche offensichtlich nur von außen als Hobby betrachtet, nicht so auf den Putz hauen.
Ich fürchte das kann hier alles weg.
Beitrag vom 17.09.2019 - 13:28 Uhr
Kapitalkosten?

Wo leben sie denn?

IN Südamerika? Oder Asien.

Nur zu ihrer Info: Der Zins ist aktuell 0 oder negativ.
Kapitalkosten spielen keine rolle mehr.

Vielleicht als jemand, der die Branche offensichtlich nur von außen als Hobby betrachtet, nicht so auf den Putz hauen.
Natürlich spielen Kapitalkosten eine Rolle


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