Protestaktion
Vor 5 Tagen

Klimaaktivisten legen BER-Flugbetrieb fast zwei Stunden lahm

Klimaprotest am BER am 24.11.2022
Klimaprotest am BER am 24.11.2022, © Letzte Generation

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BERLIN - Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" haben den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER für fast zwei Stunden lahmgelegt. Nach Angaben der Bundespolizei verschafften sich zwei Gruppen, bestehend aus jeweils mehreren Menschen am Donnerstagnachmittag Zugang zum Flughafengelände.

Einige von ihnen hätten sich am Boden festgeklebt. Die Gruppe selbst teilte mit, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Der Berliner Flughafen stoppte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen.

Gegen 18.15 Uhr kam dann Entwarnung, nach Angaben eines BER-Sprechers wurden beide Pisten wieder freigegeben. Fünf Starts mussten durch die Aktion gestrichen werden, davon waren dem Flughafen zufolge 750 Passagiere betroffen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing kritisierte das Vorgehen der Aktivisten scharf. Das Demonstrationsrecht sei zwar ein Grundrecht, doch die Aktionen würden "immer skrupelloser", teilte der FDP-Politiker am Abend über eine Sprecherin mit. "Die Gesellschaft kann ein solches Verhalten nicht hinnehmen." Der Rechtsstaat müsse dagegen "entschieden vorgehen".

Die Aktivisten streamten die Aktion live bei Twitter. Dort war zu sehen, wie sie kurz nach 16.00 Uhr einen Zaun durchknipsten und auf das Flughafengelände gingen. Anschließend hielten sie Banner in die Kamera und erklärten ihre Motive. Es war auch zu sehen, wie sich Aktivisten am Boden festklebten und andere Fahrrad fuhren. Etwa zehn Minuten nach Beginn der Aktion war im Livestream Blaulicht zu erkennen, wenig später waren auch Polizisten zu hören. Laut Bundespolizei dürften mehrere Straftatbestände vorliegen.

Nach Angaben des Flughafensprechers drangen die Aktivisten sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite auf das BER-Gelände ein - entsprechend musste auf beiden Start- und Landebahnen der Betrieb gestoppt werden.

Durch die Blockade mussten fünf Starts gestrichen werden, weitere Streichungen sind dem Flughafen zufolge möglich (Stand 19.00). 15 geplante Landungen wurden demnach etwa nach Leipzig und Dresden umgeleitet. Die Verspätungen im Flugbetrieb ziehen sich voraussichtlich über den Abend hin. Die Lage in den Terminals selbst war den Angaben zufolge ruhig.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen sagte, dass die Aktion durch nichts zu rechtfertigen sei. "Ich bleibe dabei: Wer für seine Weltanschauung absichtlich andere in Gefahr bringt, ist kein Aktivist, sondern ein Krimineller", so der CDU-Politiker. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sprach von einer "neuen Eskalation". "Mit dem Eindringen in den Sicherheitsbereich und der Besetzung des Rollfeldes bringen sie nicht nur sich, sondern auch Hunderte Passagiere in der Luft und am Boden massiv in Gefahr und verursachen nebenbei erhebliche wirtschaftliche Schäden. Das ist absolut inakzeptabel und bedarf einer harten Antwort des Rechtsstaates."

Katja Mast, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Bundestag, betonte: "Unsere Demokratie funktioniert nicht so, dass ich meine Ziele im Namen der guten Sache mit jedem Mittel durchsetzen kann." Eine Flughafenblockade sei kein legitimes Mittel. "Sich dafür in den Sozialen Medien abzufeiern, schadet dem Anliegen insgesamt."

Die Aktivisten der "Letzten Generation" hatten in den vergangenen Wochen immer wieder den Straßenverkehr blockiert, sich an Gemälden in Museen festgeklebt und in dieser Woche in der Hamburger Elbphilharmonie an einem Dirigentenpult. Ihr Ziel ist es, öffentliche Aufmerksamkeit auf die Folgen des Klimawandels zu lenken und Politiker zum Handeln aufzufordern. Sie ernteten für diese Aktionen bereits viel Kritik. In einer Umfrage hielten 86 Prozent der Befragten die Proteste für kontraproduktiv.

Mehrere Personen in Polizeigewahrsam

Nach der Aktion am BER nahm die Polizei mehrere Menschen in Gewahrsam. Gegen die Klimaaktivisten werde Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung erstattet, teilte das Polizeipräsidium Brandenburg auf Anfrage mit. Nähere Details, etwa zur Zahl der beteiligten Personen, gab es zunächst nicht.
© dpa | 24.11.2022 17:44

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Beitrag vom 28.11.2022 - 17:09 Uhr
Quatsch.

Merke, wenn Dein Mit-Diskutant seine guten Manieren vergisst, hat er offenbar keine guten Argumente mehr.

Es ist halt quatsch. 25 Cm. Die Diskussion darüber klingt wie der Untergang von Atlantis.

Der Witz ist, sie und der Rentner haben meinen Beitrag nicht begriffen.

Das stimmt sogar, ist aber kein Witz.
Das könnte nämlich daran liegen, dass Sie sich hier nicht festlegen wollen.
Mal behaupten Sie, der Klimawandel findet gar nicht statt, dann ist ja klar dass es so nicht weitergehen kann, im nächsten Post wird dann allen Anderen mangelnde Mitarbeit an Lösungen vorgeworfen.
Man kann quasi zusehen, wie Sie sich winden.
Aber einen konsequenten Standpunkt bringen Sie hier nicht zum Ausdruck.


Es ist jedem einigermassen gebildetem klar das wir nicht ewig so weiter machen können.
Nur bringt uns das herzlich wenig, weil halt 8 Mrd. und bald 10 Mrd. Menschen auch Wohlstand und Fortschritt haben wollen, essen schlafen trinken wollen, Wohlstand, Elektrizität, Güter, Mobilität haben wollen.
Sie alle in ihrer westlichen Blase können gerne verzicht und Armut predigen, es wird aber nicht funktionieren. Weil niemand mitmacht.

Wer predigt denn Armut?
Tatsächlich sind steigende Umweltschäden, Ernterückgänge und Umweltverschmutzung dem Wohlstand eher abträglich. Weltweit.
Und natürlich leiden die untersten 5 Milliarden am stärksten unter unseren hiesigen Wohlstandsexzessen.

Also bleibt eine bessere Lösung zu finden, als umgewandelte Sonnenenergie vergangener Tage auzugraben und zu verbrennen.
H.W. Sinn hat es sehr trivial auf den Punkt gebracht: Das Problem ist das alles was ausgegraben wird, in der Athmosphäre landet. So oder so.

Anstatt also mit all den Klimawahnsinnigen über das Problem zu disktuieren, in einer völlig verblendeten, panischen und v.a. idologischen Art, wäre es halt besser sich auf die Lösung zu fokussieren.

"Die Lösung"? Welche?

Statt Freitag Schule schwänzen und sich festkleben wäre in die Uni gehen, forschen und Unternehmen gründen angesagt.


Auch hier wieder: Keine Festlegung: War nicht von Ihnen der Vorwurf, dass Forscher den Klimawandel nur deswegen hypen um mehr Forschungsgelder zu bekommen? Und jetzt sollen trotzdem mehr forschen?

Dann müsste man nicht auf Flugzeugen, Einfamilienhäusern, Fleischessern, Autos etc. rumhacken.

Diese Fortschrittgläubigkeit ist schon rührend, aber selbst wenn sich neue Technologien von alleine oder umnsonst erfinden würden: Wer glauben Sie kauft die, wenn Gas, Öl und Kohle weiter so billig bleiben?

Alleine der Wechsel vom Problem auf Lösungen wäre mal was.
Und es gibt ja ganz gute Ansätze.
z.b. die Verpressung von Co2 in Gaskavernen. Man nimmt es aus dem Boden und da packt man es wieder rein.

Und wer zahlt das ohne zu "verarmen"?
Die Lösung wird nunmal nicht vom Himmel fallen. Und umsonst wird sie auch nicht kommen.

P.S.
Und schaun Sie mal: Man kann Posts auch völlig ohne Beleidigungen schreiben - das geht wirklich :D

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2022 17:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.11.2022 - 16:43 Uhr
Quatsch.

Merke, wenn Dein Mit-Diskutant seine guten Manieren vergisst, hat er offenbar keine guten Argumente mehr.

Es ist halt quatsch. 25 Cm. Die Diskussion darüber klingt wie der Untergang von Atlantis.

Der Witz ist, sie und der Rentner haben meinen Beitrag nicht begriffen.

Es ist jedem einigermassen gebildetem klar das wir nicht ewig so weiter machen können.
Nur bringt uns das herzlich wenig, weil halt 8 Mrd. und bald 10 Mrd. Menschen auch Wohlstand und Fortschritt haben wollen, essen schlafen trinken wollen, Wohlstand, Elektrizität, Güter, Mobilität haben wollen.
Sie alle in ihrer westlichen Blase können gerne verzicht und Armut predigen, es wird aber nicht funktionieren. Weil niemand mitmacht.

Also bleibt eine bessere Lösung zu finden, als umgewandelte Sonnenenergie vergangener Tage auzugraben und zu verbrennen.
H.W. Sinn hat es sehr trivial auf den Punkt gebracht: Das Problem ist das alles was ausgegraben wird, in der Athmosphäre landet. So oder so.

Anstatt also mit all den Klimawahnsinnigen über das Problem zu disktuieren, in einer völlig verblendeten, panischen und v.a. idologischen Art, wäre es halt besser sich auf die Lösung zu fokussieren.
Statt Freitag Schule schwänzen und sich festkleben wäre in die Uni gehen, forschen und Unternehmen gründen angesagt.
Dann müsste man nicht auf Flugzeugen, Einfamilienhäusern, Fleischessern, Autos etc. rumhacken.

Alleine der Wechsel vom Problem auf Lösungen wäre mal was.
Und es gibt ja ganz gute Ansätze.
z.b. die Verpressung von Co2 in Gaskavernen. Man nimmt es aus dem Boden und da packt man es wieder rein.
Wollen die Grünen nicht.
Oder die lokale Förderung von Rohstoffen - Dtl. hätte Frackinggas, aber das will man nicht, weil man kauft lieber das der USA und sagt das sei Umweltschutz.
Oder die Atomenergie, leider hat man die Idiologisch gekillt.
Schauen sie mal wohin die ach so tolle dt. Energiewende nach 20 Jahren hingeführt hat mit dem EEG.
 https://www.faz.net/aktuell/
Da steht der Energiemix. Seit tagen die Hauptstromquelle: Dreckigste Kohle.
Ja super.

Sie sind ja da genauso verblendet und dämlich unterwegs, predigen gross den untergang, aber wenn es konstruktiv werden soll, haben sie genauso wenig plan wie alle anderen auch.
Eine Problembeschreibung und 18 Jährige behinderte Mädchen mit Panik bringen uns leider keiner Lösung näher, selbst wenn man ihr einen Nobelpreis in die Hand drückt.

Ohne die ganze Diskussion verfolgt zu haben, bringen Sie da glaube ich einiges auf den Punkt (wenn auch teilweise etwas drastisch formuliert).
"Statt Freitag Schule schwänzen und sich festkleben wäre in die Uni gehen, forschen und Unternehmen gründen angesagt." würde ich noch ergänzen um: Oder eine Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK machen, von denen fehlen nämlich aktuell ca. 60.000. Und dann würden die schon im ersten Lehrjahr überrascht feststellen, dass sich z.B. eine Wärmepumpe nicht dadurch installiert, dass man sie mit Farbe bespritzt oder sich daran festklebt.
Beitrag vom 28.11.2022 - 11:50 Uhr
Quatsch.

Merke, wenn Dein Mit-Diskutant seine guten Manieren vergisst, hat er offenbar keine guten Argumente mehr.

Es ist halt quatsch. 25 Cm. Die Diskussion darüber klingt wie der Untergang von Atlantis.

Der Witz ist, sie und der Rentner haben meinen Beitrag nicht begriffen.

Es ist jedem einigermassen gebildetem klar das wir nicht ewig so weiter machen können.
Nur bringt uns das herzlich wenig, weil halt 8 Mrd. und bald 10 Mrd. Menschen auch Wohlstand und Fortschritt haben wollen, essen schlafen trinken wollen, Wohlstand, Elektrizität, Güter, Mobilität haben wollen.
Sie alle in ihrer westlichen Blase können gerne verzicht und Armut predigen, es wird aber nicht funktionieren. Weil niemand mitmacht.

Also bleibt eine bessere Lösung zu finden, als umgewandelte Sonnenenergie vergangener Tage auzugraben und zu verbrennen.
H.W. Sinn hat es sehr trivial auf den Punkt gebracht: Das Problem ist das alles was ausgegraben wird, in der Athmosphäre landet. So oder so.

Anstatt also mit all den Klimawahnsinnigen über das Problem zu disktuieren, in einer völlig verblendeten, panischen und v.a. idologischen Art, wäre es halt besser sich auf die Lösung zu fokussieren.
Statt Freitag Schule schwänzen und sich festkleben wäre in die Uni gehen, forschen und Unternehmen gründen angesagt.
Dann müsste man nicht auf Flugzeugen, Einfamilienhäusern, Fleischessern, Autos etc. rumhacken.

Alleine der Wechsel vom Problem auf Lösungen wäre mal was.
Und es gibt ja ganz gute Ansätze.
z.b. die Verpressung von Co2 in Gaskavernen. Man nimmt es aus dem Boden und da packt man es wieder rein.
Wollen die Grünen nicht.
Oder die lokale Förderung von Rohstoffen - Dtl. hätte Frackinggas, aber das will man nicht, weil man kauft lieber das der USA und sagt das sei Umweltschutz.
Oder die Atomenergie, leider hat man die Idiologisch gekillt.
Schauen sie mal wohin die ach so tolle dt. Energiewende nach 20 Jahren hingeführt hat mit dem EEG.
 https://www.faz.net/aktuell/
Da steht der Energiemix. Seit tagen die Hauptstromquelle: Dreckigste Kohle.
Ja super.

Sie sind ja da genauso verblendet und dämlich unterwegs, predigen gross den untergang, aber wenn es konstruktiv werden soll, haben sie genauso wenig plan wie alle anderen auch.
Eine Problembeschreibung und 18 Jährige behinderte Mädchen mit Panik bringen uns leider keiner Lösung näher, selbst wenn man ihr einen Nobelpreis in die Hand drückt.


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