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IAG bestellt vorerst keine weiteren Airbus A380

British Airways Airbus A380
British Airways Airbus A380, © Airbus

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PARIS - Airbus muss beim schleppenden Verkauf seines Großraumflugzeugs A380 einen weiteren Rückschlag verkraften. Die British-Airways-Mutter IAG hat die Gespräche über eine Bestellung zusätzlicher Stückzahlen des Superjumbos beendet, meldet "Bloomberg" unter Berufung auf Insinder.

Die Verhandlungen über einen Anschlussauftrag hatten ohnehin bereits auf Eis gelegen, weil die Probleme mit Airbus wie etwa die Lieferverzögerungen beim A320neo bereits für reichlich Frustration in der IAG-Führungsetage gesorgt hatten. IAG hatte erwogen, weitere bis zu 10 Maschinen zu bestellen.

Eine Wiederaufnahme der Gespräche sei aber nicht ausgeschlossen, sagten die Insider. Sprecher von IAG und Airbus wollten den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. British Airways hat alle zwölf bestellten A380 bereits erhalten.

Die Verhandlungen mit IAG sind auch ein Erfolgstest für den neuen Airbus-Verkaufschef Eric Schulz. IAG-Lenker Willie Walsh hatte nach dessen Amtsantritt bereits öffentlich Entgegenkommen von Airbus gefordert und erklärt, der Flugzeugbauer müsse bei der Preisgestaltung "aggressiver" vorgehen.

Erst zur Quartalsberichterstattung Anfang Mai hatte Walsh auf Gespräche sowohl mit Airbus aber auch dessen Wettbewerber Boeing hingewiesen. Dabei äußerte er sich besonders positiv zu den Aussichten des US-Konzerns, bei einem Großraum-Auftrag für IAGs neue Langstrecken-Billigflüge zum Zug zu kommen. Man sei mit Boeing in einem besonders konstruktiven Dialog, sagte der IAG-Chef.

Airbus hatte wegen der mangelnden Nachfrage nach dem A380 kürzlich Produktionskürzungen angekündigt. Ab 2020 sollen jährlich nur noch sechs Maschinen hergestellt werden. Der Airbus-Vorstand äußerte jedoch die Hoffnung, in einigen Jahren wieder höhere Bestellungen von den Fluggesellschaften erhalten zu können.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: British Airways | 31.05.2018 19:21

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Beitrag vom 04.06.2018 - 11:06 Uhr
@ laerbich & @IB727: danke für das Feedback. Verstehe, also füllt man die MUC-A380s nicht nur mit Passagieren aus der MUC-Region, sondern leitet einfach Umsteiger nach MUC um, die vorher in FRA umgestiegen wären... also ist LH auch kein Kandidat für weitere Bestellungen (hatte ich ja schon selbst vermutet)... traurig, traurig.

Andererseits hat man mit der letzten EK-Bestellung wieder genug Arbeit und hat es nicht nötig sich von BA "erpressen" zu lassen, was dann dazu führen würde, dass dann der übernächste Interessent ebenfalls den EK-Rabatt haben will.

Aber mal eine Nicht-EK-Bestellung wäre einfach mal ein schönes Lebenszeichen und Zeichen für ein gesundes A380-Programm
Beitrag vom 04.06.2018 - 08:32 Uhr
@Ultravoxreunion
Laut CS wird zur Füllung der A380 in München der Umsteigerverkehr anders geleitet. Z.B. für Peking fliegt jetzt aus FRA ein A346 und aus MUC der A380, dann werden einfach mehr Leute bei Buchungen wie Hamburg-Peking über MUC und nicht über FRA geleitet. Ergo kein Bedarf an neuen A380...

....und in knapp 2 Jahren sind in FRA die ersten 777-9 stationiert, die die A346 und 744 dort ersetzen werden. Kann mir eher vorstellen, dass noch weitere 777X bestellt werden als A380 bei LH. Die 777X ersetzt den A346, die 744 und später die 748. Wobei die A350-1000 auch eine Möglichkeit wäre. Zusätzliche A380 wird es m.E. bei LH nicht geben.

Dieser Beitrag wurde am 04.06.2018 08:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.06.2018 - 07:51 Uhr
@Ultravoxreunion
Laut CS wird zur Füllung der A380 in München der Umsteigerverkehr anders geleitet. Z.B. für Peking fliegt jetzt aus FRA ein A346 und aus MUC der A380, dann werden einfach mehr Leute bei Buchungen wie Hamburg-Peking über MUC und nicht über FRA geleitet. Ergo kein Bedarf an neuen A380...


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