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4.670 Flüge und 19 Strecken: Air Baltic streicht den Sommerflugplan 2025 zusammen. Der Airline fehlen wegen eines Triebwerksrückrufs bei Pratt & Whitney Airbus A220.
In einer Mitteilung warf Air Baltic dem US-Triebwerkshersteller "Unfähigkeit" vor - Air Baltic reagiert auf die "unerwarteten" Wartungsausfälle spürbar gereizt, zumal Flottenengpässe aktuell nicht das einzige Problem sind, mit dem sich die Fluggesellschaft im noch jungen Jahr herumschlagen muss.
Air Baltic, derzeit noch zu 97,97 Prozent staatlich, will 2025 an die Börse. Ein Investor soll vorab ein größeres Aktienpaket zeichnen - Air Baltic will damit Vertrauen am Kapitalmarkt aufbauen. Nach Medieninformationen ist Lufthansa an einer Ankerbeteiligung am lettischen Wetlease-Partner dran.
Nur: "Die Verhandlungen mit dem strategischen Investor, der sowohl das Geschäftsmodell von Air Baltic bestätigen als auch den Börsengang erleichtern sollte, sind nicht so reibungslos wie erwartet verlaufen", meldete Air Baltic Verwaltungsratschef Klavs Vasks per LinkedIn einen Rückschlag.
Der "frühestmögliche Termin" für den Börsengang liegt laut Vasks im Frühjahr 2025. "Die Zeit ist nicht unser Verbündeter."
Staat soll Bilanz vor Börsengang sanieren
Air Baltic hatte sich 2024 zwar 340 Millionen Euro am Finanzmarkt beschafft, muss die Anleihe aber mit 14,5 Prozent hoch verzinsen. "Die derzeitigen Anleiheverbindlichkeiten und Zinssätze" sind laut Vasks für Air Baltic "auf Dauer nicht tragbar".
Der Verwaltungsratschef fordert in dem Beitrag eine "zusätzliche Kapitalspritze" des Staats, um negatives Eigenkapital auszugleichen. Dieser Schritt könnte zwar einen "PR-Gau" auslösen, sei aber nur vermeidbar, wenn sich der Staat nicht nur teilweise sondern ganz aus der Airline zugunsten anderer Investoren zurückziehe.
© aero.de | Abb.: Airbus | 07.01.2025 06:32
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