Zhurong
Älter als 7 Tage

Kein Lebenszeichen von Chinas Marsrover

Marsoberfläche
Marsoberfläche, © NASA

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PEKING - Das Schicksal von Chinas erstem Mars-Rover "Zhurong" ist ungewiss. Einen Monat nachdem erwartet worden war, dass das Fahrzeug nach seinem Winterschlaf wieder aufwacht, fehlt von ihm jedes Lebenszeichen. Experten wollen die Hoffnung aber noch nicht aufgeben, dass der nach dem chinesischen Gott des Feuers benannte Rover doch wieder anspringt.

Chinas Raumfahrtbehörde äußerte sich nicht zum Status. Staatsmedien beschrieben ausländische Berichte, dass "Zhurong" ein Problem haben könnte, als "aufgebauscht". Es wurden politische Motive unterstellt, indem von einem Versuch die Rede war, die Fortschritte des chinesischen Raumfahrtprogramms "zu untergraben".

Der Rover war im Mai für den kalten, staubreichen Winter auf dem Roten Planeten in den Ruhezustand versetzt worden. Jetzt gibt es Sorge, dass "Zhurong" die harschen Sandstürme nicht überstanden haben könnte, weil sich zu viel Sand auf seinen Sonnensegeln abgelagert haben könnte. Der Rover sollte sich eigentlich automatisch wieder aktivieren, wenn sein Energieniveau mehr als 140 Watt erreicht und die Temperatur der Batterie über minus 15 Grad Celsius steigt.

"Es wäre nicht überraschend, wenn der Rover nicht aus seinem Ruhezustand herauskommt, weil er solarbetrieben ist, und es eine lange Geschichte von solarzellenbetriebenen Landefahrzeugen und Rovern auf dem Mars gibt, denen der Strom ausgegangen ist", sagte David Flannery von der Queensland University of Technology im australischen Brisbane dem Magazin "Nature". Der Astrobiologe arbeitet im Team des amerikanischen Mars-Rovers "Perseverance" mit.

Andere Experten bleiben optimistisch, dass die Temperaturen steigen und die Solarzellen doch noch genug Sonnenstrahlen aufnehmen könnten. "Es ist zu früh, um zu sagen, dass irgendetwas nicht stimmt", sagte Baptiste Chide, Wissenschaftler am Los Alamos National Laboratory im US-Bundestssat New Mexico, der ebenfalls an "Perseverance" mitarbeitet.

Dass sich aber Chinas Raumfahrtprogramm nicht äußert, "ist merkwürdig", zitierte "Nature" einen chinesischen Mitarbeiter im "Zhurong"-Team, der namentlich nicht genannt werden wollte.

"Zhurong" war im Mai 2021 in der Region Utopia Planitia gelandet. Mit dem Flug ist China nach den USA erst die zweite Raumfahrtnation, die erfolgreich ein Erkundungsfahrzeug auf dem Roten Planeten zum Einsatz gebracht hat. Schon heute gilt die Mission als Erfolg, weil alle geplanten Vorhaben ausgeführt wurden.

Der Rover fuhr fast zwei Kilometer über die Marsoberfläche, sammelte viele wissenschaftliche Erkenntnisse, fand Spuren von einstigen Wasservorkommen und war drei Monate länger im Betrieb als geplant.

Im Dezember hatten die USA nach vier Jahren den solarbetriebenen Mars-Lander "Insight" stillgelegt, nachdem kein Kontakt mehr aufgenommen werden konnte. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa war zu dem Schluss gekommen, dass die Batterien nicht mehr genug Strom geliefert haben - vermutlich wegen zu viel Staubs auf den Solarmodulen.
© dpa-AFX | 23.01.2023 15:46

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Beitrag vom 23.01.2023 - 23:01 Uhr
Traurig zu sehen, dass selbst die Wissenschaft für diese nervige Propaganda genutzt wird.
Als ich die Überschrift las, drückte ich den Chinesen innerlich die Daumen.

Stimme beiden Aussagen zu ...

Nachdenkliche Grüße aus Hamburg, wo eigentlich alles so friedlich und unaufgeregt läuft, wie wir Hanseaten es mögen!?

Gruß zurück aus Mainz, das ebenfalls weiterhin eher nach "Leben und leben lassen" zu funktionieren scheint.
Beitrag vom 23.01.2023 - 22:36 Uhr
"Es wurden politische Motive unterstellt, indem von einem Versuch die Rede war, die Fortschritte des chinesischen Raumfahrtprogramms "zu untergraben"."

Traurig zu sehen, dass selbst die Wissenschaft für diese nervige Propaganda genutzt wird.
Als ich die Überschrift las, drückte ich den Chinesen innerlich die Daumen.
Aber im Artikel wird einem gleich wieder bewusst, in welcher angespannten Stimmungslage sich die ganze Welt zu befinden scheint.
Überall nur negative Stimmen und Stimmungsmache - wird Zeit, dass sich das wieder ändert.

Nachdenkliche Grüße aus Hamburg, wo eigentlich alles so friedlich und unaufgeregt läuft, wie wir Hanseaten es mögen!?

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