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Lauda will sich aus der Verlustzone sparen

Lauda Airbus A320
Lauda Airbus A320, © Milan Airport

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WIEN - Ryanair-Tochter Laudamotion kommt eigenen Angaben zufolge nicht aus der Verlustzone - sparen will das Management nun trotz Tarifvertrags an den Mitarbeitern.

90 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr 2019/2020, knapp zwei Millionen Euro pro Woche. "Sparen" lautet die Devise, die Laudamotion-Chef Andreas Gruber in einer Mitteilung an die Mitarbeiter ausgegeben hat.

Potenzial dafür sieht das Management der Ryanair-Tochter insbesondere bei den Mitarbeitern. Wer ab Januar 2020 bei der Billigairline anfängt, soll über den Umweg der Leiharbeitsfirma Crewlink an Bord gelangen - die Anwendung des  Tarifvertrags ist dabei nicht vorgesehen.

Die Gewerkschaft vida sieht darin einen Rechtsbruch. "Der Kollektivvertrag gilt in vollem Umfang für neue Mitarbeiterinnen wie auch für überlassenes Personal", sagt der Vorsitzende des Fachbereichs Luftfahrt bei vida, Daniel Liebahrt. "Der Kollektivvertrag (wurde, Red.) rechtsgültig zwischen der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft abgeschlossen."

Auf Widerstand stößt auch das Vorhaben des Managements, zwei Betriebsräte zu gründen - einen für Piloten, einen für Kabinenpersonal. Normalerweise wählen die Mitarbeiter den Betriebsrat.

Laudamotion ächzt unter dem Preiskampf am Drehkreuz Wien. Zugleich sorgt die Airline in Spanien für Unmut: Dort soll sie sich in Palma de Mallorca etablieren und rekrutiert Mitarbeiter, während Ryanair zeitgleich mit massenhaften Entlassungen in dem Land droht.
© aero.de (boa) | 13.01.2020 10:16

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Beitrag vom 21.01.2020 - 06:49 Uhr
Mit Sparen am Personal hat an noch nie eine Fluglinie in die Gewinnzone gebracht
Wishful Thinking. Alleine sicherlich nicht, aber aktuell ist die Kostenbasis wohl der Matchwinner.
Beitrag vom 21.01.2020 - 05:28 Uhr
Lauda ächzt nicht unter dem Preiskampf, Lauda ist der Urheber dieses Gemetzels. Die angebotenen Überkapazitäten können nur über den Preis abgesetzt werden, und der liegt immer noch 6 Euro unter Soll. Auch die AUA plagen weniger die Lowcoster sondern vor allem Überkapazitäten, die sie selbst kreiiert hat, auch auf ihren Monopolstrecken. Nach der Airberlin-Pleite hat die Austrian alle AB-Nischen (mit ehemaligem AB-Gerät!) spontan besetzt, um die für den Wettbewerb unattraktiv zu machen.

Das eigentliche Problem liegt aber darin, dass der Flughafen Wien post-AB alte Barrieren aufgegeben hat, die zuvor vor allem den Homecarrier geschützt haben. Über die Jahre hat sich da - bedingt durch zu hohe Ticketpreise, gewaltig viel unbediente Nachfrage gestaut, die jetzt den Airlines ziemlich unkontrolliert und chaotisch um die Ohren fliegt.

Eigenwillige Interpretation des Ablaufs in Wien, in Wahrheit kämpfen in Wien alle LCCs und der Homecarrier AUA bis auf's Blut um Marktanteil.
Lauda, Wizz, VUeling, Easyjet, EW / AUA, Transavia, etc.
Die beiden Erstgenannten sind dabei die Hauptvernatwortlichen, Wizz hat einfach eine ultra günstige Kostenbasis und Lauda, meine Güte, das waren schon immer krasse Methoden.

Es ist nicht die Nachfrage die sich angestaut hat - wenn man 2016 fliegen wollte, hat das keine Auswirkungen auf die Nachfrage 2019/20.
Sondern es ist einfach der Preis: Sie kommen teilweise für 10 oder 20€ von Wien nach Europa, da kann nicht mal der Flixbus mithalten.
Der Preiskampf ist ruinös, und am Ende muss ein Laden wie Lauda da eben weg und zusperren.

Denn wer soll es sonst sein der in Gras beisst? AUA? Wizz ist ja angeblich profitabel ab Wien.
Beitrag vom 20.01.2020 - 23:57 Uhr
Lauda ächzt nicht unter dem Preiskampf, Lauda ist der Urheber dieses Gemetzels. Die angebotenen Überkapazitäten können nur über den Preis abgesetzt werden, und der liegt immer noch 6 Euro unter Soll. Auch die AUA plagen weniger die Lowcoster sondern vor allem Überkapazitäten, die sie selbst kreiiert hat, auch auf ihren Monopolstrecken. Nach der Airberlin-Pleite hat die Austrian alle AB-Nischen (mit ehemaligem AB-Gerät!) spontan besetzt, um die für den Wettbewerb unattraktiv zu machen.

Das eigentliche Problem liegt aber darin, dass der Flughafen Wien post-AB alte Barrieren aufgegeben hat, die zuvor vor allem den Homecarrier geschützt haben. Über die Jahre hat sich da - bedingt durch zu hohe Ticketpreise, gewaltig viel unbediente Nachfrage gestaut, die jetzt den Airlines ziemlich unkontrolliert und chaotisch um die Ohren fliegt.


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