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Flugbegleiter pochen auf Kontaktminimierung an Bord

Lufthansa Premium Economy
Lufthansa Premium Economy, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa kehrt auf der Langstrecke zu einem normaleren Bordservice zurück. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens fragen sich Flugbegleiter, wie gewagt das ist. Der Konzern sieht nach einer Prüfung des Konzepts durch seinen Medizinischen Dienst "kein erhöhtes Infektionsrisiko".

Lufthansa tastet sich an frühere Serviceabläufe heran. "Wir werden unseren Gästen beispielsweise wieder einen zweiten Getränkeservice und den Gästen der Premium Economy Class zusätzlich einen Welcome Drink anbieten", bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin aero.de den für 1. Dezember geplanten Schritt.

In der Krise galten diverse Einschränkungen, um den Kontakt zwischen Kabinencrew und Passagieren zu minimieren. "Der reduzierte Service auf der Langstrecke dauerte trotzdem circa zwei Stunden für die erste Runde und noch einmal 90 Minuten für die zweite", berichtete ein Flugbegleiter aero.de.

Bereits zum 1. November hatte Lufthansa den Service in der Business Class wieder hochgefahren. Von einer zunächst geplanten Ausgabe heißer Handtücher rückte die Airline nach Protesten der Flugbegleiter dann allerdings doch wieder ab. "Das sind Virenschleundern hoch 100", sagte der Insider.

Weil derzeit weniger Personal eingesetzt wird, rechnen Mitarbeiter ab Dezember im Flug effektiv sogar mit "mehr Kundenkontakt" als vor der Pandemie. Angesichts aktueller Rekordinzidenzen fordern Flugbegleiter in einer Petition die weitere Anwendung von EASA-Empfehlungen zur Kontaktminimierung an Bord.

"Das zeitliche Zusammentreffen von Service-Intensivierung und der Inzidenz-Entwicklung in Deutschland und anderen Ländern Europas erklärt das Empfinden von Sorge bei einigen Crew-Mitgliedern, ist aber faktisch nicht gerechtfertigt", sagte die Lufthansa-Sprecherin. "Die Annahme, nun sei es an Bord auch wieder gefährlicher, ist falsch."

AHA-Regeln "einfach nicht möglich"

Lufthansa verweist auf medizinische Experten, nach deren "klarer Einschätzung" die Ausweitung des Servicekonzepts "kein erhöhtes Infektionsrisiko, weder für die Fluggäste noch für die Crewmitglieder" berge. "Der Gesundheitsschutz hat bei Lufthansa höchste Priorität", sagte die Lufthansa-Sprecherin aero.de.

Die Mitarbeitenden bleiben skeptisch. Intern soll Lufthansa Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zur Beachtung der AHA-Regeln angehalten haben. Bei "30 bis 50 Zentimeter Abstand zum Gast sind AHA-Regeln aber einfach nicht möglich", sagte der Flugbegleiter.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 22.11.2021 17:00

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Beitrag vom 24.11.2021 - 08:44 Uhr
Ein wichtiges Detail aus dem Artikel wurde übersehen:

„ Weil derzeit weniger Personal eingesetzt wird, rechnen Mitarbeiter ab Dezember im Flug effektiv sogar mit "mehr Kundenkontakt" als vor der Pandemie.“…


Auf der Langstrecke fehlen ungefähr 1/3 des Personals (eco 4 statt 6 oder 7 Flugbegleiter, Business 2 statt 3). Nicht nur, dass die Anzahl der Kontakte massiv steigt, sondern zusätzlich auch die Arbeitsbelastung eines jeden Mitarbeiters. Der reduzierte Swrvice war machbar aber dies ist jetzt mal wieder eine der üblichen Unverschämtheiten von KS. Warum sich UFO das gefallen lässt, ist mir ein vollkommenes Rätsel. Das steigende Corona-Risiko ist doch nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Als Passagier kann ich so was nicht akzeptieren und fliege daher alles, nur nicht LH-Gruppe

Wer ist "KS"?
Woher haben Sie die Zahlen? Um welches Muster und welche Strecke geht es bei Ihren Zahlen?
Da wäre ich auch gespannt. Aber das CS, den meint er wohl, sich um das Crewcomplement kümmert, halte ich für abwegig. Der ist doch gerade dabei die BC/PE Reihen zu zählen.
Ich hatte noch nie ein Problem mit der Arbeitsbelastung an Bord. Im Ernst, auf einer LS mal 3 Stunden Gas geben, der 2. Service dann 2, ist nicht das Problem. Es sind die Nebengeräusche die einen fertig machen, Schicht, Klima usw. Dazu kommen aktuell psychische Anspannung, Dienstplanänderungen und die Layoversituation.
Klar, schön ist das alles nicht, aber die Arbeit an sich ist nicht das Ausschlaggebende. Die dynamische Crewcomplement Anpassung gab es auch schon ewig.

Dieser Beitrag wurde am 24.11.2021 08:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.11.2021 - 19:16 Uhr
Ein wichtiges Detail aus dem Artikel wurde übersehen:

„ Weil derzeit weniger Personal eingesetzt wird, rechnen Mitarbeiter ab Dezember im Flug effektiv sogar mit "mehr Kundenkontakt" als vor der Pandemie.“…


Auf der Langstrecke fehlen ungefähr 1/3 des Personals (eco 4 statt 6 oder 7 Flugbegleiter, Business 2 statt 3). Nicht nur, dass die Anzahl der Kontakte massiv steigt, sondern zusätzlich auch die Arbeitsbelastung eines jeden Mitarbeiters. Der reduzierte Swrvice war machbar aber dies ist jetzt mal wieder eine der üblichen Unverschämtheiten von KS. Warum sich UFO das gefallen lässt, ist mir ein vollkommenes Rätsel. Das steigende Corona-Risiko ist doch nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Als Passagier kann ich so was nicht akzeptieren und fliege daher alles, nur nicht LH-Gruppe

Wer ist "KS"?
Woher haben Sie die Zahlen? Um welches Muster und welche Strecke geht es bei Ihren Zahlen?
Beitrag vom 23.11.2021 - 18:33 Uhr
Was wird denn dann so für eine Airline geflogen @binaerwesen?


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