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Vor 6 Tagen

Lufthansa-Chef rechnet 2020 nicht mehr mit Erholung

Lufthansa Aviation Center
Lufthansa Aviation Center, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa wird Umsatzziele für das vierte Quartal nach aktuellem Stand verfehlen. Der europäische Flickenteppich bei Reise- und Quarantäneregeln zwingt Lufthansa bei der Kapazitätsplanung in den Sichtflug. Konzernchef Carsten Spohr schwört die Mitarbeiter auf eine längere Durststrecke ein.

Der Blick auf die nächten Wochen verheißt nichts Gutes: Lufthansa-Flüge im Oktober sind, gemessen am Vergleichswert 2019, nur zu 10 Prozent gebucht, sagte Spohr am Dienstag bei einer internen Informationsveranstaltung.

Selbst der sonst reisestarke Dezember wird 2020 für Lufthansa kaum noch retten. Wollte der Konzern bis Jahresende zuletzt noch rund die Hälfte seiner Kapazitäten wieder herstellen, sei derzeit noch ein Wert um 25 Prozent realistisch.

Einzig das Frachtgeschäft spült Lufthansa in der Krise weiter Einnahmen in die Kasse. "Von den sechs MD-11, die noch fliegen, gehen drei zeitnah raus, drei werden noch bis 2021 weiterfliegen, eine oder zwei sogar bis zum Frühsommer, weil das Cargo-Geschäft so boomt", führte Spohr aus. "Da nehmen wir noch ein bisschen was mit."

Laut Medieninformationen verbrennt Lufthansa derzeit derzeit jeden Monat rund 500 Millionen Euro. Nächsten Montag will der Vorstand die Flottengröße für die nächsten Jahre festlegen. "Wahrscheinlich geht mehr als jedes siebte Flugzeug raus", sagte ein Insider aero.de am Dienstag. "Weniger Langstrecken ziehen weniger Feederverkehr nach sich."

Medienberichte über einen drohenden Abbau von 42.000 Stellen wies Spohr als "viel zu hoch" zurück. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" könnte Lufthansa den Jobabbau jedoch von 22.000 auf 28.000 Vollzeitstellen ausweiten.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 16.09.2020 08:36

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Beitrag vom 17.09.2020 - 07:33 Uhr
Verwunderlich ist nur, dass trotz Staatsbeihilfen immer noch der gleiche Kurs des vernichtens der Mitbewerber im eigenen Land so geduldet wird?

Naja, wenn man Staatsbeihilfen mit derart hohen Zinsforderungen verbindet, hat man wenig Argumente, die Geschäftstätigkeit des Schuldners zu limitieren.
Beitrag vom 16.09.2020 - 23:09 Uhr
Die Kosten im Vertrieb wurden ja juengst weltweit von der LUFTHANSA-Group gerade drastisch erhoeht!
Aber ich bin mir dennoch sicher, es wird knapp werden!
Verwunderlich ist nur, dass trotz Staatsbeihilfen immer noch der gleiche Kurs des vernichtens der Mitbewerber im eigenen Land so geduldet wird? Man moechte fast glauben, diese Staat sieht es lieber wenn Deutsche ins Ausland zum arbeiten abwandern und da Steuern abfuehren.
Eine Erholung wird fruehestens nach einem Impfstoff kommen und dann dauert es bestimmt noch Jahre danach um wieder ein gesundes Fliegerleben aufzubauen.
Bis zu diesem Zeitpunkt wird es aber bestimmt viele Unternehmen die es heute noch gibt, dann nicht mehr geben.


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