Wechselstimmung
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Eurowings Discover verliert Piloten an Condor

Eurowings Discover Airbus A330
Eurowings Discover Airbus A330, © Fraport AG

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FRANKFURT - Eurowings Discover und Condor konkurrieren um Passagiere - und Fachpersonal. Nach Informationen von aero.de hat Condor Discover-Piloten zum Arbeitgeberwechsel überzeugt. Das hat Konsequenzen - Lufthansa arbeitet laut Insidern auf eine Tarifierung der neuen Ferienairline hin.

Eurowings Discover hat ihn - und Condor bald auch. Die Rede ist vom Airbus A330. Condor stellt ihre Interkontflotte von in Würde ergrauten 767-300ER komplett auf topmoderne A330-900 um.

Airbus wird ab Oktober 2022 16 A330-900 an Condor liefern, steckte Condor-Chef Ralf Teckentrup diese Woche bei einem Medientermin am Flughafen Düsseldorf eine aktualisierte Zeitachse zum EIS ab.

Die neue Condor-Flotte wird ihre vorläufige Zielstärke zwar erst 2024 erreichen. Als Brückenlösung hat Condor aber vier A330ceo aufgetrieben. Konkret handelt es sich um vier frühere A330-200 von Etihad Airways. Condor wird die geleasten Flugzeuge innerhalb der nächsten sechs Monate eingliedern.

Die erste A330ceo geht "Mitte, Ende Dezember" in Dienst, sagte eine Condor-Sprecherin aero.de am Freitag. Am harten Produkt nimmt Condor dabei keine Änderungen vor.

Gefragte TRI/TRE

Die Vorbereitungen auf die neue Teilflotte laufen auf Hochtouren. Neben Pilotinnen und Piloten für A320 und 757 rekrutiert Condor derzeit für die A330 erstes Cockpitpersonal. "Darüber hinaus werden erfahrene, deutschsprachige Trainingskapitäne mit der Sonderqualifikation TRI/TRE für das neue Langstreckenmuster Airbus A330neo eingestellt", sagte die Condor-Sprecherin.

Nach Informationen von aero.de hat Condor Fachpersonal aus Lufthansa-Gefilden vom Wechsel überzeugt. "Mehrere A330-Piloten, darunter TRI/TRE, sind von Eurowings Discover zu Condor gewechselt", sagte eine mit der Sache vertraute Person aero.de. Hauptgrund: Condor beschäftigt nach Tarif, Eurowings Discover nicht. Zumindest noch nicht.

Tarifierung von Eurowings Discover

Denn die Wechselstimmung versetzt Eurowings Discover inzwischen offenbar in erhöhte Alarmbereitschaft. Die junge Lufthansa-Tochter steckt selbst mitten in der Ausbauphase und will die A330-Flotte am Drehkreuz Frankfurt bis Sommer 2022 von sieben auf elf Flugzeuge aufstocken.

Nach aero.de-Informationen bröckelt bei Lufthansa der Widerstand gegen eine Tarifierung von Eurowings Discover - der Konzern sucht demnach das Gespräch mit Personalvertretern. Eurowings Discover will das auf Nachfrage zumindest "zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bestätigen".
© aero.de | Abb.: Lufthansa, Faport | 12.11.2021 17:50

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Beitrag vom 15.11.2021 - 14:27 Uhr
Echte Manager werden regelmäßig an ihrer Leistung und an ihrem persönlichen Erfolg gemessen und die Vergütung neu verhandelt. Insofern geht es einigen hier doch wirklich noch ganz gut.

Ich bezeichne mich (cpt A320) nicht als Manager, sondern als Pilot.
Damit sind Sie fast schon wieder eine Ausnahme. Aber das wissen sie auch ohne mich.
Dennoch würde ich mich wünschen, dass Manager ähnliche hohe Maßstäbe an Leistungsüberprüfungen hätten wie wir.
Das haben die doch. Wenn es nicht passt, muss er gehen. Schreiben Sie selbst im nächsten Abschnitt. Davon sind Piloten weit entfernt. Weil deren Leistung gar nicht messbar ist. So zumindest haben wir es gelernt hier im Forum. Erinnern Sie sich?
Das einzige was ein "Manager" (schlimmer Anglizismus) fürchten muss, ist dass er/sie die Firma wechseln muss. Macht man einen Fehler in unserer Branche - tschüss, raus. Oder schlimmer.
Da muss man schon einen richtig groben Fehler bringen. Wer musste denn bei LH gehen wegen groben handwerklichen Fehlern? Ich nenne zum Beispiel die Vorfälle in ORD und NRT vor ein paar Jahren.
Beitrag vom 15.11.2021 - 13:12 Uhr
Woher sollen denn von der AUA 330 TRI/TRE kommen?

Ich hab Kontakte in beide Lager:
CFG hat afaik. etwa 30 Copi Stellen ausgeschrieben und stellt priorisiert gerated auf A320 mit mind, 500 h ein. Alternativ auf 757/67. allerdings keine 330 FOs! . Ähnliches sieht man auch bei 4Y. Die FOs die da sind, sind alle erfahren und nicht von der Schule. Piloten sind ausnahmslos noch in der Probezeit und befristet auf 2 Jahre, wobei sich das angeblich nach dem Lifus ändern soll. Um den Verlust der 330 TRIs zu kompensieren hat man sich kurzfristig Personal von der AUA per ANÜ gezogen. Man munkelt, dass die wohl kräftig kassieren und die Konditionen quasi diktieren konnten.
Beitrag vom 15.11.2021 - 11:36 Uhr
Zuerst hiess es, Discover macht nur Langstrecke. Aktuell heisst es, Discover macht Kurzstrecke nur ab MUC und FRA. Und was hindert Spohr daran, demnächst dann noch weitere Städte ab Deutschland von Discover bedienen zu lassen(sofern die Flüge nicht eh schon nach Eurowing Europe verschoben wurden)?


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