"Wings Connect"
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Lufthansa macht mit Eurowings-Ausbau ernst

Eurowings Interkontkabine
Eurowings Interkontkabine, © Eurowings

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FRANKFURT - Nach Vorstellung der Lufthansa wird Eurowings die "Open Source"-Plattform in Europas Luftfahrt. Bald geht der Konzern in die Betaphase - dann können andere Airlines die Strukturen von Eurowings verwenden oder sogar direkt am Lufthansa-Günstigprojekt andocken.

Das Konzept für ein Partnernetzwerk mit Namen "Wings Connect" werde bis Herbst stehen, sagte für den Bereich Business Development in der Eurowings Group zuständige Manager Dr. Max Kownatzki der Fachzeitschrift "FVW". Zwölf an "Wings Connect" interessierte Airlines habe Lufthansa bereits an der Hand.

Auf Basis der Plattform Eurowings und mit dem Partnerprogramm "Wings Connect" will Lufthansa die Konsolidierung im europäischen Flugmarkt vorantreiben.

Konsolidierung könne in "verschiedenen Formen" stattfinden, äußerte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr im April und "Wings Connect" wird die Bandbreite der unter Airlines gängigen Kooperationsmodelle wohl tatsächlich weitgehend ausschöpfen.

Kleinere und mittelgroße Flugbetriebe sollen, wie heute schon SunExpress Deutschland, als Wet-Lease-Dienstleiter für Eurowings fliegen oder sich innerhalb des Eurowings-Verbunds vermarkten lassen. Ein gemeinsamer Markenauftritt soll dafür allerdings eine zwingende Vorbedingung sein.

Partner mit großem Netzwerk könnte Lufthansa mit Überkreuzbeteiligungen an Eurowings binden. "Gegenseitige Beteiligungsmodelle auf Ebene von Eurowings sind eine Variante, die derzeit diskutiert wird", sagte uns ein Lufthansa-Insider. Auf diese Art könnten Partnerairlines auf Dauer an Gewinnen teilhaben.

Übernahmen sind ein weiteres, wenn auch zweischneidiges Instrument, das Eurowings zu schnellem Wachstum verhelfen könnte. Spohr ließ im April allerdings schon durchblicken, dass Lufthansa nur begrenzt Lust auf neue Integrationsabenteuer hat.

Die Entscheidung über eine Komplettübernahme von Brussels Airlines vertagte Lufthansa auf September. Medienberichte, nach denen Lufthansa Übernahmen von SAS und Condor sondiert habe, stützten sich "auf die falschen Quellen", wiegelte Spohr ab. Alle drei Airlines gelten als Kandidaten für eine Kooperation mit Eurowings.
© aero.de | Abb.: Eurowings | 02.06.2016 09:37

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Beitrag vom 03.06.2016 - 08:04 Uhr
Eine Marktkonsolidierung mit Margenverbesserung ergibt sich ja nur, wenn die gemeinsame Eurowings im Endeffekt weniger Sitze anbietet als die heute noch eigenständigen Airlines.
Oder wenn neue Strecken dazukommen. Oder wenn die Kosten für die gleiche Kapazität sinken.

Richtig. Aber das leistet eine Umbenennung von kleinen Airlines und Umlackierung (mancher?) ihrer Maschinen auf EW ja genau nicht. Tatsächlich wird eine konkrete Srecke ja weiterhin von Sunexpress, SAS, Brüssel Airlines, etc. geflogen. Mit allen Kosten die heute schon dranhängen. Weder können in einer derartigen Kooperation eigenständiger Firmen Einsparpotetiale durch Konsolidierungen realisiert werden (Ausnahme vielleicht Marketing) noch Investitionen aus einem größeren Umsatz gemeinsam gestemmt werden ...
Beitrag vom 02.06.2016 - 23:09 Uhr
Und ob die Kunden ein reines Merchandising Konzept als Airline akzeptieren ( so als Frankenstein-Airline "book Eurowings - fly whatever"), steht auch noch auf einem anderen Blatt.
Erinnert mich irgendwie an Lufthansa Regional. Da war auch mal Eurowings drin oder Contactair. Ich hatte kein Problem damit. Und man wusste vorweg schon: Operated by ..... Und wenn der LH Flug nach Rom ausfällt fliegt man halt ausnahmsweise mal mit der Alitalia, auch wenn man das sonst nicht so gebucht hätte. Kein wirklicher Beinbruch.
Eine Marktkonsolidierung mit Margenverbesserung ergibt sich ja nur, wenn die gemeinsame Eurowings im Endeffekt weniger Sitze anbietet als die heute noch eigenständigen Airlines.
Oder wenn neue Strecken dazukommen. Oder wenn die Kosten für die gleiche Kapazität sinken. Dann kann man noch mal ein paar günstige Tickets absetzen und der Auslastungsfaktor verbessert sich. Lieber an einem zusätzlichen Fluggast 70 Euro verdient anstelle 170 als die 70 Euro einem anderen Anbieter überlassen.

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2016 23:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.06.2016 - 21:53 Uhr
Eine Marktkonsolidierung mit Margenverbesserung ergibt sich ja nur, wenn die gemeinsame Eurowings im Endeffekt weniger Sitze anbietet als die heute noch eigenständigen Airlines.
Viele Kranke unter einem Namen zu kombinieren ergibt ja noch keinen Gesunden...

Und ob die Kunden ein reines Merchandising Konzept als Airline akzeptieren ( so als Frankenstein-Airline "book Eurowings - fly whatever"), steht auch noch auf einem anderen Blatt.


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