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Norwegen stellt sich zwischen Norwegian und Wideroe

Widerøe Embraer E190-E2
Widerøe Embraer E190-E2, © Embraer

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OSLO - Weniger Flüge, teurere Tickets: Norwegens Wettbewerbsaufsicht meldet gegen die Übernahme von Wideroe durch Norwegian Bedenken an - nur noch zwei Airlines mit innernorwegischen Linien sind der Behörde zu wenig. Norwegian sieht sich hingegen - auch mit Wideroe - als kleine Nummer im Luftfahrtsystem.

Norwegian will für umgerechnet rund 95 Millionen Euro Wideroe schlucken. Norwegens älteste Airline ist mit 40 Strecken im Inlandsverkehr eine feste Größe. Die Netze von Norwegian und Wideroe ergänzen sich gut - von 107 gemeinsamen Linien überschneiden sich nur fünf.

Der Deal sollte bis Jahresende über die Bühne gehen. Daraus wird wohl nichts. "Wir sehen eine reale Gefahr, dass der Wettbewerb in einer Form geschwächt wird, die zu höheren Ticketpreisen und weniger Flügen führt", sagte die Direktorin der norwegischen Wettbewerbsaufsicht Tina Soereide am Freitag in Oslo.

Nach einer Fusion würden Norwegian und SAS den norwegischen Flugmarkt auf der Kurz- und Europastrecke weitgehend unter sich ausmachen. Die Behörde wittert bereits das Risiko von Preisabsprachen und will den Zusammenschluss wohl kippen.

Norwegian verweist auf Konsolidierungstrend

Norwegian kann das schwer nachvollziehen. "Die europäische Luftfahrtindustrie durchläuft einen riesen Wandel", teilte die Airline mit. "Selbst eine fusionierte Norwegian/Wideroe wäre im internationalen Vergleich immer noch ein kleiner Spieler."

Norwegian hat noch bis 8. Dezember Zeit, von dieser Sicht die Wettbewerbsaufsicht zu überzeugen.
© aero.de | Abb.: Norwegian | 20.11.2023 06:26


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