Personalengpässe
Älter als 7 Tage   EXKLUSIV 

Swiss stellt Passagiere auf Flugstreichungen ein

Swiss Airbus A320
Swiss Airbus A320, © Swiss

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ZÜRICH - Swiss registriert eine Zunahme von Krankmeldungen im Flugpersonal. Eine rasante Ausbreitung von Omikron in der Schweiz gefährdet den Flugplan - und stellt nicht nur die Crewdisposition vor Herausforderungen. Eine Verbindung musste Swiss wegen "Personalknappheit" bereits streichen.

Die Kurve schießt in der Schweiz steil hoch: 32.881 Covid-Neuinfektionen trieben die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch auf 3.467 Fälle je 100.000 Einwohner.

Das rasante Infektionsgeschehen bedroht den Flugplan bei Swiss. "Swiss verzeichnet derzeit einen Anstieg der Krankheitsfälle von Mitarbeitenden", sagte eine Swiss-Sprecherin aero.de. Noch kommt die Lufthansa-Tochter damit halbwegs gut zurecht.

"Bisher musste eine Verbindung, Zürich-London-Zürich, aufgrund von Personalknappheit gestrichen werden", sagte die Sprecherin. "Zudem werden einzelne Langstreckenflüge mit einem Cabin Crew Member weniger als üblich durchgeführt, wobei die Anzahl der Besatzungsmitglieder weiterhin über der gesetzlich vorgegebenen Minimum-Crew liegt."

Ruhe vor dem Sturm

Bis Ende Januar macht sich Swiss "wie überall in der Schweiz" allerdings "auf eine weitere Steigerung der Krankheitsfälle" gefasst.

Angesichts der dynamischen Lage kann Swiss weitere Flugstreichungen "nicht ausschließen", sagte die Sprecherin. "Die aktuelle Situation ist herausfordernd für den Flugbetrieb aber auch für weitere Bereiche in der Firma wie beispielsweise den Kundendienst."

Bereits vor Omikron zeichnete sich bei Swiss ein angespannte Bereederungslage ab. Swiss hatte im Juni allein in der Kabine 334 Mitarbeitende entlassen. Frühpensionierungen und eine Impfpflicht dünnten die Personaldecke nach Medieninformationen im Nachgang stärker aus als Swiss erwartet hatte.

Die Schweizer Lufthansa-Tochter will in der Krise gekündigte Mitarbeitende jetzt wieder an Bord holen.

Fast alle Crews geimpft

Swiss hatte im August 2021 eine generelle Impfflicht für Crews eingeführt. "Seit Dezember sind nur noch geimpfte Cabin und Cockpit Crew Members im Flugeinsatz", sagte die Sprecherin aero.de. "Bei den Pilot:innen haben sich nahezu alle geimpft, bei der Kabinenbesatzung lag der Wert jener, die kein Zertifikat eingereicht haben, im einstelligen Prozentbereich."

Besatzungsmitglieder ohne Impfzertifikat haben sich laut Swiss "entweder für ein zeitlich limitiertes ruhendes Arbeitsverhältnis entschieden" - oder befinden sich bei Swiss derzeit im sogenannten Stufenverfahren, das noch bis Ende Januar läuft. "Kündigungen wurden bisher keine ausgesprochen", sagte die Sprecherin.
© aero.de | Abb.: Swiss | 13.01.2022 08:24


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