Juli 2019
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Viel Bewegung in den Airbus-Listen

Aircalin Airbus A330-900
Aircalin Airbus A330-900, © Airbus

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HAMBURG - Airbus fehlten nach den ersten sechs Monaten noch 500 Auslieferungen auf das Jahresziel von mindestens 880 Flugzeugen - im Juli flogen bei Airbus 69 neue Maschinen vom Hof. Die Vertragsabteilung hat Aufträge über Langstreckenflieger abgeschlossen - und eine Großbestellung aus den USA aus der Liste gelöscht.

20 A350-900 für Air China, acht A330-900 für Virgin Atlantic: Airbus hat im Juli die Warteliste für Langstreckenflugzeuge verlängert. Iberia hat zwei A320neo bestellt.

In den 69 Juli-Auslieferungen finden sich je sieben A330 und A350 - sowie noch ein A380 für Emirates. Elf weitere A380 wird Emirates bis 2021 noch abnehmen, bevor Airbus die Produktion und der Großabnehmer den Aufbau der Teilflotte bei 123 Flugzeugen stoppen werden.

Emirates hat Anfang 2019 angekündigt, 39 ihrer 162 A380-Aufträge zu stornieren - und stattdessen 40 A330neo und 30 A350 zu bestellen. Noch gehen diese Änderungen nicht aus dem Airbus-Auftragsbuch hervor.

Rückzieher von Republic

Dafür hat der Hersteller einen anderen Auftrag gestrichen, der schon länger als "Karteileiche" durch die Liste geisterte: die US-Regionalairline Republic Airways wird seit diesem Monat nicht mehr als Abnehmer von 40 A220-300 geführt. Die Fluggesellschaft hatte die Flugzeuge 2010 noch als CS300 bei Bombardier bestellt, den Auftrag aber nicht weiter verfolgt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 09.08.2019 08:47

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Beitrag vom 10.08.2019 - 09:55 Uhr
Wer da die Rechnung gemacht hat muß in Mathematik durchgefallen sein ,bis her sind insgesamt 458 Flugzeuge ausgeliefert worden letztes Jahr waren es 380 zum selben Zeitpunkt und man hat das Ziel von 800 Auslieferungen erreicht.
Wie viel ist den 880 minus 458 ? Nach der Rechnung hier 500 ???.
Ich komme nur auf 422 ,wer hat da wohl Recht?
Beitrag vom 09.08.2019 - 10:13 Uhr
@Runway: kurzfristig ist das jedenfalls nicht aufholbar, ich pflichte Ihnen voll bei.
Bleibt abzuwarten, welcher Imageschaden und damit einhergehender Verunsicherung bei Boeing zurückbleibt, was Airbus sicher in die Karten spielt. Alleine die Frage der Kapazitäten bei Airbus ist damit noch nicht beantwortet. Flugzeugbestellung und -herstellung sind bekanntlich ein sehr langfristiges Geschäft. Ich bin jedoch optimistisch , daß Airbus weiter Boden gut machen kann.
Parallel stelle ich mir die Frage, wie breit ein Hersteller aufgestellt sein muß, um erfolgreich zu sein. Zu viel Diversifikation muß nicht zwingend viel Erfolg bedeuten, eine Konzentration in der Modellpolitik könnte auch förderlich sein.
Beitrag vom 09.08.2019 - 09:30 Uhr
Bei Großraumfliegern liegt der Saldo zwischen Auftragseingang und Stornierungen in 2019 bei Minus 7. Bisher ist der Emirateswechsel anscheinend noch nicht in trockenen Tüchern da noch nicht verbucht. Selbst wenn der Wechsel dazu käme wären es in 7 Monaten gerade mal Plus 24 Flugzeuge.

Bei aller Euphorie bei Airbus über A320 sollte man nicht übersehen das in diesem Segment Boeing klammheimlich doch ein großes Übergewicht erreicht hat. Allein mit der nach langem Anlauf doch recht erfolgreichen B787 mit 3 Modellen im nachfragestarkem Hauptsegment der Widebodys (zudem mit einem zeitlichen Vorsprunghaben) haben die sich dort ziemlich festgesetzt.

Es ist nicht erkennbar das Airbus das auf mittlere Sicht aufholen könnte. A330 Neo hat zwar einige Kunden aber der erhoffte Durchbruch hat das Modell noch nicht erreicht. Nur die erfolgreiche A350 wird das nicht schaffen.


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