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Volga-Dnepr löst ihre Boeing-Flotten auf

AirBridgeCargo Boeing 747-8F
AirBridgeCargo Boeing 747-8F, © The Boeing Company

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MOSKAU - Volga-Dnepr ist von Aufträgen - und Ersatzteilen - aus dem Westen abgeschnitten. Die Luftfrachtairline zieht drastische Konsequenzen: AirBridgeCargo und Atran lösen ihre Boeing-Flotten auf. Rund 200 Pilotinnen und Piloten der Tochterfirmen verlieren ihre Arbeitsplätze.

Russland-Sanktionen bringen Volga-Dnepr in Bedrängnis. Wegen fehlender Ersatzteile und Aufträge aus dem Westen zieht sich die Airline auf eine russische Kernflotte aus zwölf An-124 und fünf Il-76 zurück - und stellt den Flugbetrieb mit ihren Boeing-Frachtern komplett ein.

Bei der Tochterfirma AirBridgeCargo waren zuletzt zwölf 747-8F, drei 747-400F und eine 777F angemeldet, der Ableger Atran setzte neun 737 Umbaufrachter ein.

Moskau hatte Volga-Dnepr nach dem russichen Überfall auf die Ukraine zwar mit Aufträgen unterstützt. Die können das weggebrochene Geschäft aber nicht kompensieren. Planungen für ein Joint Venture mit Etihad Airways verliefen im Sand  - die Airline aus Abu Dhabi fürchtete, selbst Ziel von Sanktionen zu werden.

"Die Ressourcen der Firma sind nicht unendlich", zitiert "Simple Flying" aus einem Bericht der russischen Wirtschaftszeitung "RBC Daily" einen Volga-Dnepr-Sprecher. "Eine Anpassung der Personalstärke ist unvermeidbar". Laut Medien will Volga-Dnepr 200 Pilotinnen und Piloten ihrer Boeing-Flotten entlassen.

Ein Wechsel zu Airlines ins Ausland wird russischen Piloten derzeit erschwert. Die Luftfahrtaufsicht Rosaviatsia verschleppt laut Angaben des russischen Pilotenverbands systematisch die Bestätigung von Lizenzen.

Leasinggeber verklagt AirBridgeCargo

AirBridgeCargo hatte im März zwei 747-8F in einer spektakulären Aktion aus Hongkong nach Moskau ausgeflogen und so dem Zugriff des Leasinggebers BOC Aviation entzogen. Die Firma konnte mit der VP-BFE nur eine 747-8F in Hongkong sicherstellen - und zeigte sich im Anschluss schwer verärgert.

"AirBridge (...) hat zwei Boeing 747-8F, Eigentum von BOC Aviation, am 6. März 2022 von China nach Moskau geflogen", heißt es in einer in New York von BOC Aviation gegen AirBridgeCargo eingereichten Klage. "Die Flüge sind entgegen der ausdrücklichen Aufforderung von BOC Aviation erfolgt, diese Flugzeuge am Boden zu lassen. "Bis heute verweigert AirBridge die Herausgabe."
© aero.de | Abb.: Boeing | 12.08.2022 07:45

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Beitrag vom 12.08.2022 - 20:32 Uhr
Ironie statt rambazamba ist angesagt:

Zitat aus Stern Anfang 2022:
An-124: Warum die Antonows so wichtig für die Nato und die US-Wirtschaft sind.

Wenn der Krieg sich ausweitet, wie sollen wir nun die BW Schwerstgeräte an die russische Front bringen ?

Ironie end, out
Beitrag vom 12.08.2022 - 14:51 Uhr
Am besten löst man Putin und seine Schergen gleich mit auf, steckt sie ohne Abreisegenehmigung des Kremls in einer Nacht- und Nebelaktion ins Gulag und verweigert die Herausgabe.


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