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Warum Lufthansa für das Komplettpaket bietet

Thomas Cook Airbus A321
Thomas Cook Airbus A321, © Thomas Cook

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FRANKFURT - Lufthansa greift nach Condor. Um den Zuschlag für die deutsche Fluggesellschaft des Reiseveranstalters Thomas Cook zu erhalten, will der Kranich das Angebot notfalls auf das gesamte Flugzeugportfolio der britischen Gruppe ausweiten. Landet Condor über diesen Umweg komplett bei Lufthansa?

Die Frist für unverbindliche Angebote für Condor endet Dienstag, sagte Spohr auf der Hauptversammlung in Bonn und hatte noch eine Neuigkeit: Lufthansa will ihr Gebot eventuell auf weitere oder sogar alle Fluggesellschaften innerhalb der Thomas Cook-Gruppe ausweiten.

Damit dürfe es jedoch zu Bedenken der Wettbewerbshüter kommen, fügte Spohr hinzu. Dies macht es wahrscheinlich, dass die Thomas Cook Flotte mit über 100 Flugzeugen später doch zerschlagen werden müsste.

Bisher hatte Lufthansa die Verhandlungen auf die Condor-Langstrecke gelenkt. "Wir glauben, dass wir der Condor eine Perspektive bieten und die Einheit des Unternehmens erhalten können, mit Lang- und Kurzstrecke", änderte Spohr auch in diesem Punkt die Linie.

Will sich der Konzern in den anstehenden Runden mit Kartellbehörden nicht im Vorfeld selbst runterhandeln? Die Ambitionen der Lufthansa waren bereits 2017 von den Kartellwächtern beschnitten worden, als das Unternehmen nach der Pleite von Air Berlin nicht so viele Flugzeuge wie erhofft von seinem gescheiterten Rivalen übernehmen durfte.

Für Lufthansa macht der Kauf von Condor Sinn, kommentierte Bernstein-Analyst Daniel Roeska die Nachricht, könnte der Kranch doch damit seine Stellung im Heimatmarkt festigen. Denn neben Lufthansa gibt es weitere Interessenten für das Gesamtpaket, laut Medienberichten will auch der US-Airlineinvestor Indigo Partners zugreifen.

Die Fluggesellschaft von Thomas Cook in Großbritannien dagegen sei wegen fehlender Synergien für Lufthansa weit weniger attraktiv, so Roeska, ihre Übernahme könnte jedoch notwendig sein, um sicher für Condor den Zuschlag zu bekommen - und später von Lufthansa weitergereicht werden.

Hohe Investionen

Für Thomas Cook bedeute der Verkauf von Condor die Weitergabe von hohen anstehenden Investitionen, die für die überfällige Verjüngung der Flotte fällig werden, so Roeska. Das werde allerdings auch den Verkaufserlös schmälern.

Im Februar hatte Thomas Cook seine Fluggesellschaften zum Verkauf gestellt, um sich auf Hotels zu konzentrieren, nachdem die katastrophale Sommersaison 2018 die Bilanz des Unternehmens merklich geschwächt hatte. 2012 schrammt das Unternehmen bereits knapp an der Pleite vorbei und baut seitdem Personal ab und schließt Geschäfte, da Urlauber zunehmend Reisen im Internet buchen.

Die Airlinesparte war für Thomas Cook eine zuverlässige Gewinnmaschine, die allein im letzten Jahr 147 Millionen Euro operativen Überschuss in die Konzernkasse spülte. Der Kaufpreis für die Airlinesparte könnte sich zwischen 500 und 700 Millionen Euro bewegen, heißt es aus dem Konzernumfeld.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Thomas Cook | 08.05.2019 08:33

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Beitrag vom 09.05.2019 - 09:59 Uhr
Modhinweis
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Bitte zurück zum Thema des Threads.
Das mit den letzten Beiträgen angesprochene OT-Thema ist durchaus interessant, kann aber nicht Bestandteil dieses Threads sein.
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2019 10:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2019 - 09:13 Uhr
Ist aber Unlogisch was Sie schreiben:
"Das Premium Modell ist komplett ausgestorben" schreiben Sie.
und weiter unten:
"Sie können durch ihr buchungsverhalten bequem abstimmen"
Wie kann ich wählen wenn es laut ihren Angaben kein "Premium" mehr gibt.
Und erklärt immer noch nicht warum ich was "aushalten" muss und warum sie damit auf andere schließen.

Das ist das tolle an der freien Welt in der wir leben. Sie "müssen" überhaupt nichts tun, was Sie nicht wollen. Weder fliegen an sich, noch sich in einen engen Sitz mit wenig Abstand zum Vordermann quetschen, ohne Gepäck, Essen, Getränke und Zeitschriften. Wenn Sie darauf Wert legen, können Sie diese Extras dazubuchen. Wie bereits oben von jemandem beschrieben, war all das früher zwar im Ticketpreis inbegriffen, damals hat ein Flug aber relativ zum verfügbaren Einkommen auch wesentlich mehr gekostet. Was damals Standard war ist heute eben "Premium". Wenn Sie heute einen vergleichbaren Anteil Ihres Einkommens ausgeben wie damals, kommen Sie weiterhin in den Genuss dieser Annehmlichkeiten. Einzig die Wahrnehmung hat sich seither gewandelt, weil Billigstangebote der neue Standard sind.

P.S.: Die ganze Diskussion ist übrigens komplett off topic.

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2019 09:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2019 - 09:01 Uhr
Ist aber Unlogisch was Sie schreiben:
"Das Premium Modell ist komplett ausgestorben" schreiben Sie.
und weiter unten:
"Sie können durch ihr buchungsverhalten bequem abstimmen"
Wie kann ich wählen wenn es laut ihren Angaben kein "Premium" mehr gibt.
Und erklärt immer noch nicht warum ich was "aushalten" muss und warum sie damit auf andere schließen.


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