Streit um Slotregeln
Älter als 7 Tage

Wissing stärkt Lufthansa den Rücken

Volker Wissing
Volker Wissing, © FDP

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BRÜSSEL - Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dringt auf kurzfristige Entlastungen für Airlines in der Corona-Pandemie - und fordert von der EU-Kommission mehr Anstrengungen gegen Leerflüge. Brüssel will bei Slotregeln Schritt für Schritt zu Normalbedingungen zurückfinden.

In einem Schreiben an EU-Verkehrskommissarin Adina Valean habe der Minister betont, dass dies für ihn von besonderer Bedeutung sei, teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

Hintergrund sind unterschiedliche Ansichten der EU-Kommission und der Lufthansa über klimaschädliche Flüge, die kaum besetzt sind. Am Dienstag wollen sich Valean und Wissing austauschen.

Grundsätzlich müssen die Airlines in diesem Winter an bestimmten, zu normalen Zeiten stark belasteten Flughäfen mindestens die Hälfte ihrer zugeteilten Zeitfenster nutzen, um sie nicht in der kommenden Saison abgeben zu müssen. Damit soll Wettbewerb zwischen den Airlines gewährleistet werden.

Vor der Pandemie lag die geforderte Quote bei 80 Prozent. Die für den Winterflugplan auf 50 Prozent gesenkte Quote kann der Kommission zufolge mit Ausnahmeregeln weiter unterschritten werden, die etwa beim Auftreten neuer Virusvarianten greifen.

Die EU-Kommission betont, dass die Lufthansa bereits von Ausnahmeregeln profitiere. "Die Entscheidung, Strecken zu bedienen oder nicht, ist eine kommerzielle Entscheidung der Fluggesellschaft und nicht das Ergebnis von EU-Vorschriften", so ein Sprecher der EU-Kommission jüngst.

Air France wünscht sich mehr Flexibilität

Auch der europäische Flughafenverband ACI spricht davon, dass es aufgrund der Quoten keinen Grund für Leerflüge gebe. Lufthansa beklagt, dass diese Ausnahmeregeln in verschiedenen Ländern unterschiedlich angewendet würden.

Auch die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM fordert, dass es angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus flexiblere Ausnahmeregelungen von den Quoten geben sollte.
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 17.01.2022 15:19

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Beitrag vom 18.01.2022 - 12:57 Uhr
Trotzdem beides Obst :D

Natürlich muss man sich dessen immer bewusst sein. Darf auch meines Erachtens nicht unter den Teppich gekehrt werden. Wo wollen wir weiter machen? Die Beseitigung des vielen Gummi-Abriebs auf den Landebahnen, die Tonnen von Enteisungsmitteln, der Beleuchtung von Landebahnen, der Beleuchtung von Signalen, den Schmiermitteln bei Zügen, dem Bremsabrieb von Zügen ...

Wenn man diese Listen bis in das kleinste Detail fortführt kommt man schnell zum Entschluss ... am Klimaneutralsten wäre es, wenn wir mal einen großen Teil der Weltbevölkerung wegdenken und der Rest sich wieder mit Hölen und dem Essen begnügt, was er gerade für sich selber jagen konnte. Lebensdauer dann wieder um die 30 Jahre. Ich bin damit dann auch raus ;)

Aber mal ehrlich ... man kann sich immer mit der Methode "retten" aber der verbraucht auch ... es geht doch nicht darum, wer alles und wer nichts verbrauchen würde. Es geht darum sinnvolle Methoden zu finden, dass der berühmte Fußabdruck kleiner wird. Er wird nicht kleiner, nur weil wir an Regeln festhalten, für die es keine gute Begründung gibt.
Beitrag vom 18.01.2022 - 12:33 Uhr
Oder glauben Sie wirklich daran, dass man die fossilen Brennstoffe des Fluges mit diesem Beitrag per sofort ersetzt hat und die freigewordenen Endstoffe eingedämmt hat? Wenn das so einfach wäre. Ich empfehle mal für das schnelle Lesen diesen Artikel:  https://bankundumwelt.de/baeume-pflanzen-klimaschutz-oder-greenwashing

Richtig.
Was zudem hier immer unterschiedlich bewertet wird: Bei Elektroautos werden die Emissionen für Autoproduktion, Akku-Produktion, Akkuladung, Lade-Infrastruktur, etc. alle betont.
Ein Flug hingegen wird bereits als "klimaneutral" bewertet, wenn nur der Sprit ausgeglichen wird, und selbst das nur rechnerisch und langfristig.
Ach? Bei den Bahnfans fallen die CO2 Streckenkosten für Erstellung und Pflege ja auch gerne mal unter den Tisch, bei 100% Ökostrom der grünen Bahn und so. Hatten wir das nicht gerade erst?
Was die Bahnfans können, können die Flyboys:girls schon lange :-)

Äpfel mit Birnen Vergleich.
Beitrag vom 18.01.2022 - 11:14 Uhr
Oder glauben Sie wirklich daran, dass man die fossilen Brennstoffe des Fluges mit diesem Beitrag per sofort ersetzt hat und die freigewordenen Endstoffe eingedämmt hat? Wenn das so einfach wäre. Ich empfehle mal für das schnelle Lesen diesen Artikel:  https://bankundumwelt.de/baeume-pflanzen-klimaschutz-oder-greenwashing

Richtig.
Was zudem hier immer unterschiedlich bewertet wird: Bei Elektroautos werden die Emissionen für Autoproduktion, Akku-Produktion, Akkuladung, Lade-Infrastruktur, etc. alle betont.
Ein Flug hingegen wird bereits als "klimaneutral" bewertet, wenn nur der Sprit ausgeglichen wird, und selbst das nur rechnerisch und langfristig.
Ach? Bei den Bahnfans fallen die CO2 Streckenkosten für Erstellung und Pflege ja auch gerne mal unter den Tisch, bei 100% Ökostrom der grünen Bahn und so. Hatten wir das nicht gerade erst?
Was die Bahnfans können, können die Flyboys:girls schon lange :-)


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