Nach der gestrigen schweren Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe in Japan, deren weitere Folgen noch nicht abschätzbar sind, ist auch die Luftfahrt stark betroffen. Viele Menschen sind gestorben und weitere Opfer sind durch
das außer Kontrolle geratene AKW in Fukushima möglich. Auch wenn es einem fast die Sprache verschlägt, so ist
es doch ein Thema, dass neben dem Mitgefühl für die unglücklichen Menschen m.E. auch in dieses Forum Gehört..
Auch wenn es im Moment sicher gravierendere Probleme gibt:
Wieviel Flugzeuge sind denn durch das Erdbeeben und den Tsunami (ungefähr) beschädigt/zerstört worden?
Ist doch bloß Blech. Der gesamte Schaden wird erst in einigen Monaten absehbar sein, hoffen wir, dass die menschlichen Schäden nicht so stark ansteigen wie befürchtet. Aus Gründen des Anstandes sollte man auch nicht über Schlussfolgerungen für Deutschland (Atompolitik u.ä.) diskutieren, sondern erstmal die humantiäre Hilfe in Gang bringen. Aber das haben unsere Oppositionspolitiker ja offenbar in der Schule nicht gelernt. Sowas pietloses wie die Grünen und die SPD habe ich noch nie erlebt und hatte gehofft, dass ein normalgemäßigter deutscher Politiker etwas mehr Fingerspitzengefühl und Mitgefühl zeigen würde. Leider werden wir eines besseren belehrt. So wahr wie auch einige der Punkte sein mögen, so ein Verhalten gehört sich nicht.
@SDFlight
a comment i feel very uncomfortable with. such high flying "alles andere lässt sich reparieren" shows an incredibly ignorant attitude of loss of life and damages incurred. even for a country like japan damages estimated as for now at some 100 bill. usd is not to be paid just like that. this doesn´t enclose the difficulty to reestablish the infrastructure washed away. alltogether comment i deem very sloppy indeed.
and then your comment also shows that we hear what we want to hear. several times gabriel reserved the debate about nuclear energy for after the investigation where we can assist or help japan.
my consolation is with the japanese people and all those families hurt by loss of their beloved ones and loss of all their property and business.
saludos a todos
charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
photography // design // madrid
Dieser Beitrag wurde am 19.03.2011 18:57 Uhr bearbeitet.
sixpence fine art photography / design User (302 Beiträge)
14.03.2011 12:59
@ SDFlight
Ich gebe dir Recht. Ich sehe die jetzige Debatte nur als Mittel zum Wähler anwerben.
Zugegeben, die Atomkraft ist gefährlich, doch was wollen wir nun machen?
Kohlekraftwerke bauen? (Angeblich) zu viel CO2. Solar? Zu teuer! Kann nicht den Energiebedarf decken!
Windkraft? Wasserkraft? Hat auch seine Nachteil für die Umwelt.
Jetzt heißt es den Menschen zu helfen.
Sachschaden, wie hoch der auch sei, ist nicht mit dem Leiden der Menschen aufzuwiegen.
Gruß D
Dieser Beitrag wurde am 14.03.2011 13:16 Uhr bearbeitet.
Pauschal zu sagen Atomkraft ist gefährlich halte ich auch für falsch. Gefährlich kann sie nur dann werden wenn an der Sicherheit gespart wird. Von ca. 450 AKWs weltweit sind schwerwiegende Vorfälle, bis auf sehr wenige Ausnahmen, kaum vorgekommen. Erst wenn alternativen Serienreif auf dem Markt sind und bedarfsgerecht Energie liefern kann man über eine generelle Abschaltung sprechen. Zurzeit wird noch zur Herstellung von Photovoltaik genau so viel Energie benötigt wie dann später aus Sonnenlicht gewonnen wird. Klärschlamm wäre eine Alternative, sowie die enormen Energiemengen aus dem Meer. usw. Der Vorfall in Japan zeigt wie klein der Mensch gegenüber den Naturgewalten ist.
Ich hoffe das Japan von einer Nuklearen Katastrophe verschont bleibt und das für die Betroffenen alles menschenmögliche getan wird.
Dieser Beitrag wurde am 14.03.2011 14:01 Uhr bearbeitet.
Gebrüder Wright Teilzeitstudent (B.Eng.) User (351 Beiträge)
14.03.2011 14:10
Muss mich auch den Vorrednern anschließen, eine politisch-populistische Stimmungmache mit dem Rückenwind der japanischen Apokalypse ist an Geschmacklosig- und Armseligkeit kaum noch zu toppen. Es befreit die gesamte Diskussion um den Atomausstieg nur noch mehr von der sachlichen Grundlage, auf der diese NUR zu führen ist. Gleichzeitig offenbahrt es aber auch die Hilflosigkeit des linken Spektrums noch Wirkung bei den Wählern erreichen zu können, wenn man nur noch auf der Angstschiene fahren kann um Aufmerksamkeit zu erhaschen, ähnlich wie die Sensationsgier vieler Medienkanäle die gleichzeitige Faszination und das Entsetzen stetig befriedigt. Es ist ekelhaft aber leider wohl ein menschlicher Wesenszug.
Dieser Beitrag wurde am 14.03.2011 14:11 Uhr bearbeitet.
@SDFlight , DanielCFK, Gebrüder Wright, Reynolds:
Also wenn Merkel und Mappus jetzt davon reden, dass man den Ausstieg aus dem Atomausstieg überdenken muss, nur um das politische Überleben zu sichern, ist das genauso erbärmlich.
Ansonsten - wie ich ja von vornherein schrieb - es gibt im Moment sicherlich gravierendere Probleme als die kaputten Flugzeuge. Gerade wenn die Kernreaktoren (so wie es im Moment leider aussieht) durchgehen, hat man potentiell für die nächsten Jahrtausende ein Problem.
ABER: das hier ist ein Luftfahrforum. Die Frage nach den kaputten Flugzeugen gehört meines Erachtens hierher. Die Atomdebatte eher nicht.
UND: wer weiß wozu man die Flugzeuge in den nächsten Tagen brauchen kann. Evakuierungsflüge - Hilfsgüter - Rettungsmanschaften und wer weiß was sonst noch. Mit Flugzeugen könnte man ggf. zum Teil die zerstörte Infrastruktur (Straßen, Schienen) ausgleichen. Immerhin hat Japan die EU um Aussetzung der Hilfe gebeten, weil man vor Ort keine Logistik für die Weiterverteilung mehr hat.
"Japan's Sendai Airport (elevation 2 meters above sea level, partly up to 7 meters above sea level) was entirely under water after a massive Tsunami reported to be up to 15 meters (50 feet) high rolled through Sendai City following a 8.9 magnitude earthquake in the Pacific with the epicenter just 150km east of Sendai. People on the ground fled onto the roofs of the terminal buildings and into the control tower of Sendai Airport. About 1400 people were saved that way, while cars, a number of general aviation aircraft, equipment including trucks of the aerodrome and houses around were washed away. At the time of the arrival of the Tsunami no airliners were on the ground in Sendai."
Hauptsächlich ging es um die Aussagen der Oppositionsführer der SPD, Grünen und Linken welche unserer Meinung nach pietätlos sind. Das Dr. Merkel, Westerwelle und Mappus ihre Stellung zur Atomkraft offen überdenken ist vollkommen richtig, denn als regierende Partei müssen sie den Bürgern die Angst nehmen die aktuell durch die Köpfe der Menschen geht. Voreilige Entscheidungen zur Schließung von beispielsweise Neckar Westheim halte ich für absolut falsch. Hier muss die Regierung vertrauen gegenüber den Bürgern schaffen, das aktuell keine Bedrohung, vergleichbar wie in Japan herrscht. Ich finde die gesamte sicherheitstechnische Thematik aller AKWs sollte nicht länger jedes Land für sich selbst entscheiden, sondern generell über Standards des Weltsicherheitsrad erfolgen. Was für ein paradoxum wenn die BRD komplett Atomfreien Strom produziert und nebenan in Frankreich, Schweiz und Tschechien alte AKWs laufen?
Dieser Beitrag wurde am 14.03.2011 15:55 Uhr bearbeitet.
Gebrüder Wright Teilzeitstudent (B.Eng.) User (351 Beiträge)
14.03.2011 16:12
@Gebrüder Wright: Tanja Gönner (Umweltministerin in Baden-Württemberg) meinte gestern im Interview mit der Stuttgarter Zeitung, dass die deutschen Atomkraftwerke absolut sicher seien. Heute sagte sie gegenüber dem DLF, dass sie eine Stillegung von einzelnen Kraftwerken noch vor der Landtagswahl am 27.3. für möglich halte. Das hat mit einem (durchaus wünschenswerten) kritischen Hinterfragen der eigenen Position nicht viel zu tun. Womit ich mache Äußerungen von diversen Oppositionspolitikern NICHT schönreden will.
Das ist dann aber meine letzte Aussage zur Atompolitik in diesem Forum. Es sollte ein Luftfahrtforum bleiben. Ich bitte auch die anderen Nutzer hiervon Abstand zu nehmen.
Ich verbinde diesen Wunsch mit der Hoffnung, dass die Opferzahlen nicht über Gebühr ansteigen, und dass die radioaktive Verstrahlung im Rahmen bleibt. Das ist wohl der größte Wunsch aller in diesem Forum Aktiven.
Gebrüder Wright Teilzeitstudent (B.Eng.) User (351 Beiträge)
14.03.2011 18:02
Boeing ist auf die Japanischen Zulieferer angewiesen.
1/3 der 787 kommen aus den Werken von Tokio. Außerdem auch teile der 777 und der neuen 747-8 Familie.
Die Werke sind zwar nicht zerstört aber durch die unregelmäßige Stromversorgung ist eine
Teilefertigung derzeit nicht möglich.
@SDFlight
a comment i feel very uncomfortable with. such high flying "alles andere lässt sich reparieren" shows an incredibly ignorant attitude of loss of life and damages incurred. even for a country like japan damages estimated as for now at some 100 bill. usd is not to be paid just like that. this doesn´t enclose the difficulty to reestablish the infrastructure washed away. alltogether comment i deem very sloppy indeed.
and then your comment also shows that we hear what we want to hear. severeal times gabriel reserved the debate about nuclear energy for after the investigation where we can assist or help japan.
my consolation is with the japanese people and all those families hurt by loss of their beloved ones and loss of all their property and business.
saludos a todos
charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
photography // design // madrid
Spich bitte deutsch mit mir, denn das kannst du ja.
MIt dem Satz, alles andern kann man repariern ignoriere ich gar nichts, sondern sage lediglich, die Menschenleben stehen im Vordergrund, dann kann man sich um die materiellen Schäden kümmern und sich ansehen, warum es zu gewissen Vorfällen und Abläufen gekommen ist und daraus muss man dann seine Schlüsse ziehen. Es ist jetzt nicht die Zeit für voreiluge Entscheidungen, die nicht fundiert sind, denn fundierte Informationen gibt es nunmal nicht.
Und eine solche Diskussion, lieber Nessie, gehört im Zusammenhang mit den Tsunami hier schon her.
Gruß aus EDHI
Dieser Beitrag wurde am 15.03.2011 07:21 Uhr bearbeitet.