Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Einstellung zu einer Übernahme in Skandinavien ändert. Die Frage ist hier aber, ob Lufthansa sich einen weiteren Klotz ans Bein bindet und wie die Europäische Kommission zu einer möglichen Übernahme steht. Mit Swiss und Austrian dominiert Lufthansa bereits jetzt Zentraleuropa und was in Zukunft mit Lot passiert steht auch im Morgenhimmel.
Wenn LH vielleicht innerhalb der nächsten zwei Jahre eine deutlich Verbesserung bei AUA sieht und aus dieser keine riesige Belastung wird, könnte man sich bestimmt zu Verhandlungen bereit erklären. Für LH wäre es schon interessant nach Südeuropa (Air Dolomit), Zentraleuropa (Swiss, AUA, Brussels, BMI, Cityline, Germanwings, Eurowings und LH selbst) sich auch noch nach Norden zu orientieren.
Das sehe ich auch so. LH muss sehr gut abwägen, ob sich hier ein Einstieg lohnt. Austrian mag im Moment auf dem Weg der Besserung sein aber bei BMI hat Lufthansa sich noch nicht abschließend zu einer Strategie geäußert. Und ob Skandinavien als Markt so interessant ist müsste auch diskutiert werden.
«Ist man Teil eines größeren Unternehmens wie etwa Swiss in der Lufthansa, ist man besser vor den enormen Schwankungen unserer Branche geschützt.»
Das ist ehrlich was die SAS fühlt; in einer grossen Familie ist es gemütlicher, wenn draussen der Wind pfeift. Die LH hat sich aber schon genug wackelige Kandidaten wie BMI, Austrian und auch Swiss ans Bein gebunden; dabei fährt die LH Cargo Kurzarbeit und LH-Italia muss kämpfen. Nach einer eventuellen Übernahme würde die Belastung für LH nicht einfacher denn: im Rechnungswesen kondensiert all der Kohldampf zu Realität, der jetzt noch von Marketingkeksperten verbreitet wird.
Vielleicht bleiben aber am Ende doch tatsächlich nur 3 -4 der grossen Airlines in Europa, weil die anderen unterschlüpfen mussten ? Diese treten danach in den Wettbewerb mit den kleinen flinken airlines !
@Lumi
Deinem Beitrag kann man grundsätzlich zustimmen nur die Swiss hättest du nicht erwähnen sollen. Bei allen Erwerbungen war das ein Volltreffer. Entstanden in einer Phase wo die Alteigentümer (letztlich Schweiz) von Airlines die Nase voll hatten und sich ziemlich Kompromisslos verabschiedet haben und LH konnte wirklich bei null anfangen.
Das war bei AUA nicht ganz so und würde auch bei SAS nicht so sein. Die Skandinavischen Staaten wollen bestimmt LH viele Vorschriften machen und das würde einer notwendigen Abwendung von nationalen Belangen auf rein wirtschaftliche Betrachtung entgegenstehen. Man soll nicht grundsätzlich nein sagen aber alle Länder Skandinaviens haben zusammen kein sehr großes Passagierpotential und das noch auf 3 Länder verteilt. Sehr heikel.
Also, in absehbarer Zeit wird LH sicherlich kein eLOT bzw. SAS übernehmen.
Dafür ist noch viel zu viel Integrationsarbeit mit der AUA und Brussels zu erledigen.
Swiss und AUA kann man überhaupt nicht vergleichen. Die Swiss war bereits gesundet. Die AUA hat noch alles vor sich.
BMI wird man für einen eventuellen Verkauf "anhübschen" und zu einem späteren Zeitpunkt gewinnbringend verkaufen.
Die wichtigen Slots sind ja bereits in kleinen Mengen an Swiss und Brussels gegangen...
Sollte alles inegriert sein, und das wird noch ein paar Jahre dauern, dann könnte LH eventuell über die SAS nachdenken, wobei ich da kein grosses Interesse seitens LH sehen kann.