Flug D3-159
Älter als 7 Tage

Somalia: Explosion reißt Loch in A321 – Video zeigt Rückflug

MOGADISCHU - Eine Explosion in der Kabine zwang einen Airbus A321 (Reg. SX-BHS) der Gesellschaft Daallo Airlines am Dienstag kurz nach dem Start zur sofortigen Rückkehr an den Flughafen Mogadischu. Flug D3159 landete sicher. Die Ursache der Detonation, die ein Loch oberhalb des rechten Flügels in die Kabine riss, ist noch unklar.

Unbestätigten Berichten zufolge wurde dabei eine Person aus dem Flugzeug geschleudert. In der Ortschaft Balad, welche sich etwa 39 Kilometer vom Flughafen Mogadischu entfernt befindet, fanden Anwohner einen stark verbrannten Körper, berichtet der "Aviation Herald".

An Bord wurden zudem drei der 74 Passagiere verletzt, mindestens einer davon wies Verbrennungen auf. Zusammen mit der Crew waren 81 Personen an Bord. Der Airbus war auf dem Weg nach Dschibuti. Es sei von einem technischen Problem auszugehen, erkärte Daallo-Sprecher Abdinasir Nur am Dienstag. Der Zwischenfall soll sich bei FL100 ereignet haben, also in gut 3000 Metern Höhe.

Daallo Airlines Flug D3-159 am 02. Februar 2016, © Twitter


Nach Angaben eines Passagiers war die Maschine rund fünf Minuten in der Luft, als eine laute Explosion zu hören war. "Dann schlugen auf einer Seite des Flugzeugs Flammen hoch", sagte Passagier Halimo Omar. 20 Minuten nach dem Start landete der A321-100 wieder in Mogadischu.

Update 08:39 Uhr: Ermittlungen laufen an


Es werde "eine eingehende Untersuchung des Vorfalls durch die somalische Luftfahrtbehörde" geben, erklärte Daallo Airlines am Dienstagabend. Über die Möglichkeit einer Bombe an Bord äußerte sich die Fluggesellschaft nicht.

Daallo Airlines ist eine dschibutische Fluggesellschaft, als Unternehmen aber in Dubai angemeldet.

In der Kabine während der Rückkehr nach Mogadischu, © YouTube / goobjooge

© aero.de | Abb.: Twitter | 02.02.2016 15:30

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Beitrag vom 07.02.2016 - 19:00 Uhr
Na, als Mensch, welcher in der Luftfahrt zu Hause ist, sollte man schon wissen, dass der Rollstuhl des Passagiers in den Gepäckraum wandert und wie (Sonder)Gepäck überprüft wird.

Dass das in unseren Breitengraden so üblich ist, ist bekannt. Aber wie dies in Afrika gehandhabt wird, ist eine ganz andere Geschichte.
Beitrag vom 07.02.2016 - 18:28 Uhr
Na, als Mensch, welcher in der Luftfahrt zu Hause ist, sollte man schon wissen, dass der Rollstuhl des Passagiers in den Gepäckraum wandert und wie (Sonder)Gepäck überprüft wird.
Vom Gate in die Maschine bzw. später umgekehrt nutzt man einen speziellen Rollstuhl (da ein normaler zu breit ist, für den Gang im Flugzeug). Mit diesem wird der Behinderte zum und vom Platz im Flieger befördert. Dieser Rollstuhl verbleibt am jeweiligen Airport.

Da das Gepäck vor der Sicherheitskontrolle aufgegeben wird, ist es demnach unmöglich in einem Rollstuhl eine Bombe in die Kabine zu schmuggeln. Das ist beruhigend.

@Aileron
Auf meinen Reisen habe ich schon sehr viele unterschiedliche Varianten gesehen, wie mit Rollstuhlfahrern umgegangen wird, wovon die oben beschriebene eine darstellt.
In der USA sah ich einmal, wie die Sicherheitsbeamten eine alte Frau aus ihrem eigenen Rollstuhl hoben und diese einige Schritte durch den Detektor getrippelt ist. Da kamen mir eher Gedanken an einen zweiten Teil von Life of Bryan.
In Mogadishu war ich noch nicht. Wenn es für Airlines eine schwarze Liste gibt, so sollte man vielleicht bzgl. der Sicherheit auch mal darüber nachdenken, ob es eine schwarze Liste für Herkunftsflughäfen geben sollte, aber das würde dann natürlich auch unsere Airlines betreffen... oder gibt es so eine Liste schon? Nach dem Attentat in Ägypten hat man sich ja auch lautstark über die dortigen Kontrollen ausgelassen, wo ist die Konsequenz?

Gruß, 25.1309
Beitrag vom 07.02.2016 - 11:03 Uhr
Na, als Mensch, welcher in der Luftfahrt zu Hause ist, sollte man schon wissen, dass der Rollstuhl des Passagiers in den Gepäckraum wandert und wie (Sonder)Gepäck überprüft wird.
Vom Gate in die Maschine bzw. später umgekehrt nutzt man einen speziellen Rollstuhl (da ein normaler zu breit ist, für den Gang im Flugzeug). Mit diesem wird der Behinderte zum und vom Platz im Flieger befördert. Dieser Rollstuhl verbleibt am jeweiligen Airport.


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