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US-Regierung bestätigt Strafzölle auf CSeries

Bombardier CS300 Erstflug
Bombardier CS300, © Bombardier

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WASHINGTON - Die US-Regierung setzt im Handelsstreit mit Kanada um die Bombardier CSeries weiter auf Eskalation und bestätigt massive Strafzölle. Die halten Delta Air Lines davon ab, 2018 erste CS100 zu importieren. Die Fluggesellschaft will den Vertrag mit Bombardier nun abändern.

Das US-Wirtschaftsministerium beschloss am Mittwoch Strafzölle in Höhe von insgesamt rund 300 Prozent auf Bombardier-Jets der Baureihe CSeries. Damit wurden vorläufige Beschlüsse von September und Oktober bestätigt. Boeing hatte sich über angeblich staatlich subventionierte Schleuderpreise beschwert.

Hintergrund ist die Großbestellung der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines über 75 CS100 aus dem April 2016. Die US-Regierung schlug sich in dem Streit auf die Seite von Boeing. Die verhängten Anti-Dumping-Zölle müssen allerdings noch von der Schiedsstelle International Trade Commission bestätigt werden.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hatte Mitte Oktober angekündigt, die Mehrheit an der C-Flugzeugbaureihe des angeschlagenen kanadischen Konkurrenten Bombardier zu übernehmen und die Flugzeuge auch an seinem US-Werk Mobile zu produzieren, um Strafzölle um umgehen.

Vor diesem Hintergrund habe Delta Bombardier um eine Zusage gebeten, alle 75 CS100 für die Airline in Mobile zu bauen, sagte Delta-Flottenchef Greg May "Flightglobal". Delta werde mit den Auslieferungen so lange warten. Die CSeries-Linie in Alabama soll 2020 in Betrieb gehen.

Die EU hatte im November in Washington interveniert. "Die Ermittlungen weisen eklatante Defizite auf, sowohl hinsichtlich ihrer Methodik als auch der gezogenen Schlüsse", rüffelte die EU-Kommission in einem "Case Letter" an US-Handesminister Wilbur Ross das Verfahren. Es sei zweifelhaft, ob die Methodik mit den Spielriegeln der WTO vereinbar sei.

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© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Bombardier, Airbus | 21.12.2017 08:36


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