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Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 21.02.2025 - 09:38 Uhr
Useraerotech
User (70 Beiträge)
Belfast liegt in Nordirland (UK)
Beitrag vom 21.02.2025 - 10:59 Uhr
UserMHalblaub
User (1298 Beiträge)
Belfast liegt in Nordirland (UK)

Liegt trotzdem auf der irischen Insel und damit ist Belfast irisch.
Beitrag vom 22.02.2025 - 12:12 Uhr
UserCGNWAW
User (591 Beiträge)
Belfast liegt in Nordirland (UK)

Nicht mehr lange
Beitrag vom 22.02.2025 - 12:28 Uhr
UserOpa Geuder
User (66 Beiträge)
Damit kann das Konzept "Carve out" (Herauslösung von Geschäftsbereichen in die Scheinselbständigkeit) als krachend gescheitert angesehen werden, siehe Boeing mit Spirit und Airbus mit Premium Aerotec.
Das Konzept stammt aus den praxisfremden Hirnen von Betriebswirten und modernen Managern.
Statt Einsparungen und Synergien sorgen zusätzliche Schnittstellen für allerlei Probleme.
Einsparpotentiale sehe ich bei den oben genannten Protagonisten, aber die sind zwischenzeitlich sicher längst über alle Berge oder so lange dabei, dass man sie nicht mehr belangen wird.
Einzig bei PFW ist es gut gegangen, die wollte man mit Gewalt loswerden.
Weil man dort die Qualität trotz Kostendruck im Auge behalten hat, ist man weiterhin im Geschäft.
Das Ganze ist ein Fall für "Lessons learnt", hoffentlich gerät dies nicht in Vergessenheit...
Meint "Opa", der schön länger im Geschäft ist
Beitrag vom 23.02.2025 - 09:48 Uhr
UserDaemotron
User (153 Beiträge)
Alles (fast) richtig, nur das Betriebswirts-Gebashe kann man sich sparen - ich weiß, ist populär hier im Forum, macht es aber sachlich nicht richtiger, v.a. wenn man mal die Liste der Airbus CEOs der letzten Jahre betrachtet:

Jean Pierson (1985-1998): Ingenieursdiplom (Luft- und Raumfahrt) vom ISAE-SUPAERO
NoÃ"l Forgeard (1998-2005): Ingenieursdiplom von der Ecole Polytechnique
Gustav Humbert (2005-2006): Ingenieursdiplom Maschinenbau und Produktionstechnik der TU Hannover
Christian Streiff (2006): Ingenieursdiplom von der �cole Nationale Supérieure des Mines
Louis Gallois (2006â?"2012): Abschluss in Management und Verwaltung (ENA)
Tom Enders (2012â?"2019): Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Politik der Uni Bonn
Guillaume Faury (2019â?"jetzt): Ingenieursdiplom von der Ecole Polytechnique

Ich nehme mal noch Fabrice Brégier mit dazu (Bergbauingenieur, Ecole Polytechnique und ENSM), weil der ebenfalls maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung bei Airbus hatte (2006-2016 COO und dann CEO für die Zivilflugzeugsparte).

Seit 40 Jahren also kein einziger Betriebswirt an der Konzernspitze, und mit Ausnahme von Gallois und Enders auch keine verwaltungs- oder wirtschaftswissenschaftlich angehauchten.

Die Entscheidung für Premium Aerotec wurde maßgeblich von Brégier getrieben. Den Murks mit dem A380 hat NoÃ"l Forgeard verzapft. Und Guillaume Faury hat die Sache mit dem massiven Stellenabbau während Covid und den verpatzten Wiederhochlauf zu verantworten. Merke: nicht jeder, der im Studium gelernt hat Differenzialgleichungen zu lösen, ist automatisch ein fähiger Konzernlenker.
Beitrag vom 23.02.2025 - 10:50 Uhr
UserRunway
User (2961 Beiträge)
Alles (fast) richtig, nur das Betriebswirts-Gebashe kann man sich sparen - ich weiß, ist populär hier im Forum, macht es aber sachlich nicht richtiger, v.a. wenn man mal die Liste der Airbus CEOs der letzten Jahre betrachtet:

Absolut richtiger Beitrag. Wenn vor Entwicklung A380 ein sogenannter "Pfennigfuchser" das Sagen gehabt hätte wäre das Modell vermutlich nie entwickelt worden und Airbus hätte einen hohen Milliardenbetrag gespart.Der wäre zudemm noch wesentlich effektiver für ein Konkurrenzmodell zur B777 gewesen.
Technisch hat mich A380 auch begeistert. Meine kaufmännische Erfahrung hat mich schon damals skeptisch werden lassen. Nur um Boeing am oberen Ende zu übertrumpfen war für mich kein Selbstzweck. Ich kann mich noch am Airbus Powerpoint-Darstellungen erinnern die auch bei sehr mäßiger Auslastung eine Konkurrenzfähigkeit suggerierten. Hat mich damals nicht überzeugt und genau das würde ja auch zum Hauptproblem.

Gut gefüllt mit auskömmlichen Preisen fliegt das Modell selbst abseits der ME3 noch gewinnbringend. Wenn das aber nur zu Schleuderpreisen gelingt ist die Rechnung schnell negativ und zudem wirkt sowas am Markt negativ.

Ob ein Betriebswirtschaftlich denkender Airbus CEO nicht auch bei A400M, Satelliten und anderen Negativbereichen Milliarden eingespart hätte bleibt spekulativ. Airbus ist nicht hauptsächlich wegen vergangener guter kfm. Führung gut aufgestellt sondern trotz teilweise gravierender kfm. Fehlentscheidungen. Das Boeing indirekt wegen vieler Probleme noch hilfreich war hat dabei manches positiv überlagert.
Beitrag vom 23.02.2025 - 10:53 Uhr
UserA320Fam
User (2268 Beiträge)
Danke für die letzten zwei äußerst sachlichen und fachkundigen Beiträge ...
Beitrag vom 23.02.2025 - 15:06 Uhr
UserOpa Geuder
User (66 Beiträge)
Mein vorheriger Beitrag bezog sich ausschließlich auf den sog. "Carve out" und das daraus resultierende Werkstättenkonzept. Mit keinem Wort habe ich mich auf die Entwicklung neuer Flugzeugmuster bezogen.
Wie auch immer, den meinem Beitrag nachfolgenden Kommentaren kann ich durchaus zustimmen.