Beitrag vom 22.10.2025 - 09:15 Uhr
Wird es nicht allerhöchste Zeit, den analogen Funk im Flugzeug vollständig durch ein digitales System zu ersetzen, das weit mehr transportiert als die Sprachinformationen der ATC?
Dazu gehören ganz sicher auch die Informationen über andere Objekte im Luftraum, aber auch Wetterinformationen und sonstige Umgebungsdaten.
ACARS müsste in diese Richtung weiter entwickelt werden und auch die ATC-Kommunikation einbeziehen.
Beitrag vom 22.10.2025 - 12:21 Uhr
Wird es nicht allerhöchste Zeit, den analogen Funk im Flugzeug vollständig durch ein digitales System zu ersetzen, das weit mehr transportiert als die Sprachinformationen der ATC?
Dazu gehören ganz sicher auch die Informationen über andere Objekte im Luftraum, aber auch Wetterinformationen und sonstige Umgebungsdaten.
ACARS müsste in diese Richtung weiter entwickelt werden und auch die ATC-Kommunikation einbeziehen.
Anstatt den Workload fuer die Crews zu erhoehen halte ich es fur angebrachter, dass entsprechende Notams konkreter publiziert werden, damit sie in den Briefings nicht so leicht uebersehen werden. Zudem waere eine weitere Risikominimierung, die Ballone mit Transpondern auszustatten, sodass die Objekte auch vom TCAS erkannt werden.
Beitrag vom 22.10.2025 - 15:41 Uhr
Was hätte denn ein NOTAM geändert? Nix.
Man kann jetzt lange diskutieren, ob der Wetterballon "meldepflichtig" gewesen wäre oder ob seine lebensbedrohende Existenz von Luftraumbenutzern halt hingenommen werden müsse, weil keine rechtliche Pflichtverletzung bestünde, das ändert alles nichts an der Tatsache, dass eine Lösung gefunden werden muss.
Beim nächsten Mal, wenn so ein Ding einen Meter tiefer hängt, dürfte es vielleicht nicht so glimpflich ausgehen. Und logischerweise kann die - vermutlich einzig sinnvolle - Lösung nur darin bestehen, Daten über Standort und Flughöhe solcher Ballons zu publizieren und möglichst automatisch an Bord der Flugzeuge zu verarbeiten, ähnlich TCAS. Da sich die Ballons bewegen, zum Teil zügig, ist eine bloße NOTAM zwar nett, in der Praxis aber doch weitgehend wirkungslos, so ein Flugzeug ist selten VFR unterwegs und selbst wenn, dann muß so ein Ballon nicht unbedingt rechtzeitig zu sehen sein.
Beitrag vom 22.10.2025 - 21:51 Uhr
Anstatt den Workload fuer die Crews zu erhoehen
Das halte ich für Unsinn, denn das Ausweichen vor solchen Hindernissen, dei ihre Position automatisch melden, muss automatisch erfolgen.
Eine Erhöhung des Workloads für die Besatzung ist es dagegen, wenn man sie zwingt, NOTAMSs für Objekte abzuarbeiten, die MÖGLICHERWEISE ihre Flugbahn kreuzen.
Beitrag vom 23.10.2025 - 06:17 Uhr
Die Wahrheit ist: Allein in Deutschland gibt es jeden Tag dutzende Ballonaufstiege. Die meisten (regelmäßigen) sind in der AIP veröffentlicht. Nur solche, die außer der Reihe stattfinden, werden per NOTAM veröffentlicht. Weder das eine noch das andere helfen wirklich bei der Vermeidung von Kollisionen. Beides sind nur Alibis.
Digitale Datenübertragung (das wäre dann wohl ADSB) könnte vielleicht eine Lösung sein. Allerdings kann das nicht dazu führen, dass die Flugsicherung dann zu einem Transpondersignal des Ballons staffelt. Wenn, dann muss das Flugzeug das automatisch machen. Das kommt dann darauf an, wie genau die Positionsmeldung ist und wie genau Flugzeuge dem ausweichen können. Wenn plötzlich Flugzeuge wild vom Kurs abweichen, um einem Ballon auszugleichen, kaufe ich mir auch wieder viel größere Risiken ein.
Und der Sprechfunk kann in komplexen Lufträumen nach derzeitigem Stand der Technik nur analog erfolgen, alles andere dauert viel zu lange.
Also: Wetterballons gibt es schon seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt. Einen Vorfall wie diesen will man nicht haben, aber er ist extrem selten. Bevor man hier aktionistisch reagiert, sollte man gut überlegen, ob man nicht ein größeres Problem schafft, um ein sehr kleines Problem zu lösen.
Beitrag vom 24.10.2025 - 07:24 Uhr
Und der Sprechfunk kann in komplexen Lufträumen nach derzeitigem Stand der Technik nur analog erfolgen, alles andere dauert viel zu lange.
Ist für mich zu kurz gedacht. Denn gerade in komplexen Lufträumen ist der analoge Sprechfunk heute schon überlastet. Es muss auch nicht wirklich Sprache übertragen werden, denn TextToSpeech erlaubt es, Nachrichten vorzulesen - und das mit weit höherer Qualität.
Angesichsts der weiter wachsenden Herausforderungen im Flugverkehr durch Wachstum und neue Teilnehmer wie Drohnen muss man sich m.E. dringend gedanken machen, die vorhandenen Datenfunkdienste im Luftverkehr wie ACARS, ADSB, CPDLC usw. zu vereinheitlichen und zu erweitern.
Ach ja, und bei der Gelegenheit könnte man auch mal das metrische System einführen...
Es gibt da einige alte Zöpfe, die dringend mal neu frisiert werden müssten.
Beitrag vom 24.10.2025 - 12:00 Uhr
@ADie
Und der Sprechfunk kann in komplexen Lufträumen nach derzeitigem Stand der Technik nur analog erfolgen, alles andere dauert viel zu lange.
Wusste gar nicht, dass Sprechen über Digitalfunk länger dauert als über Analogfunk. Oder was sonst meinten Sie?