Beitrag vom 15.10.2024 - 06:56 Uhr
Boeing hat damit definitiv ein finanzielles Problem.
Man stelle sich mal vor die hätten wirklcih Embraer für 4 Mrd. gekauft und hätten nun das schwach laufende E2 Programm an der Backe sowie 4 Mrd. weitere Schulden.
Oder sie hätten die B797 angestossen, die sie jetzt eigentlich wieder einstellen müssten, denn die 10-15 Mrd. $ Entwicklungskosten, die haben sie aktuell einfach nicht.
Boeing kann gerade finanziell nichts neues machen.
Was mich zu Airbus bringt. Die Ruhen sich gerade auf der Situation aus.
Sie selbst haben zu allen im Raum stehenden Investitionen ins Produktportfolio "nein" gesagt. Kein A225, kein neuer A321n Flügel, kein weiterer A350 Stretch, bisher auch kein A330neo F und kein Neo MRTT.
Ausser dem A350F hat Airbus nichts in der Pipeline.
Die Ankündigung wg. der B767F ist eigentlich kalter Kaffee, das war ja schon lange bekannt das späterstens 2027 Schluss ist. Die KC46 wird weiter gebaut, insofern bleibt das ja erhalten.
Stellenabbau ist bei einer Firma, bei der es nicht läuft, irgendwie oft.
Aber, wenn das Problem in den Produkten liegt, und in den Prozessen und in der Produktion, dann wird es mit weniger Mitarbeitern selten besser.
Beitrag vom 15.10.2024 - 07:36 Uhr
Wie Kosmopolit es sagt: Das Problem liegt in den Produkten. Die 737(MAX) ist 60 Jahre alt, die 787 hat spezielle Probleme, bei den 777 Derivaten geht es nicht weiter.
Es ist ja offenbar schlicht kein Geld da, um etwas neues zu launchen.
Boeing ist für mich ein Beispiel dafür wie man eine Firma durch Fehlentscheidungen, dadurch dass das Top Management nicht weiß, was es tut, vollkommen in den Dreck reiten kann.
Beitrag vom 15.10.2024 - 08:56 Uhr
Wobei es so schlecht um Boeing gar nicht steht, noch kann man das Ruder herumreissen.
Die Qualitätsprobleme in der Fertigung müssen behoben werden, einige Teile der 777X umgedacht werden. Dann steht auch kaum noch etwas im Wege, mit bestehendem/geplantem Sortiment wieder Geld zu verdienen auf mittlerer Sicht.
Ich bin gespannt, ob das "wir haben kein Geld" nicht am Ende auch ein Bluff war um einen Zeitvorsprung in die Neuentwicklung einer neuen Narrow-Body Familie zu bekommen. Denn der Zeitvorsprung wäre wichtig um Anteile gegenüber Airbus zurück zu gewinnen.
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:12 Uhr
Deswegen halte ich auch die pauschale Streichung von 10% aller Stellen falsch.
- Management ja, aber das Management macht vieleicht 10 % aus und davon 10% streichen
- Forschung und Entwicklung??? eher nein
- Produktion, die Leute an der 767 ja ab Ende 2026 aber wieviel macht das aus und will man bei der 737 nicht irgendwann mal wieder mehr produzieren, wenn man die QS im Griff hat.
- QS eher strong nein
Was ist mit dem Aufbau von Fachkräften nach Corona? Was ist mit der Pensionierung der Babyboomer und deren Ersatz? Was ist mit Wissenstransfer?
Der pauschale Abbau klingt wie ein grosser Fehler, der sich in der Zukunft noch gross rächen wird.
Was sie machen können, eine ganze Sparte wie Raumfahret verkaufen.
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:19 Uhr
Deswegen halte ich auch die pauschale Streichung von 10% aller Stellen falsch.
- Management ja, aber das Management macht vieleicht 10 % aus und davon 10% streichen
- Forschung und Entwicklung??? eher nein
- Produktion, die Leute an der 767 ja ab Ende 2026 aber wieviel macht das aus und will man bei der 737 nicht irgendwann mal wieder mehr produzieren, wenn man die QS im Griff hat.
- QS eher strong nein
Was ist mit dem Aufbau von Fachkräften nach Corona? Was ist mit der Pensionierung der Babyboomer und deren Ersatz? Was ist mit Wissenstransfer?
Der pauschale Abbau klingt wie ein grosser Fehler, der sich in der Zukunft noch gross rächen wird.
Was sie machen können, eine ganze Sparte wie Raumfahret verkaufen.
Weiß denn eigentlich irgendjemand, welche Stellen gestrichen werden? Wie die Mitarbeiterstruktur bei Boeing aussieht?
Wenn ich sowas lese wie "pauschaler Abbau"... was ist das? Und was bedeutet das? Gibt es da mehr Infos dazu oder wird einfach über Boeing geurteilt um gleich wieder Fehler zu finden, ohne, dass man eigentlich weiß, was da wirklich passiert oder geplant ist?
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:20 Uhr
Ich bin gespannt, ob das "wir haben kein Geld" nicht am Ende auch ein Bluff war um einen Zeitvorsprung in die Neuentwicklung einer neuen Narrow-Body Familie zu bekommen. Denn der Zeitvorsprung wäre wichtig um Anteile gegenüber Airbus zurück zu gewinnen.
eher unwahrscheilich, bei den Grundlagen gibt es vieleicht auf der Welt 4-5 Stellen / Institute auf der Welt, die hier forschen und die kennen beide. Sollte also Boeing eine 797 als Entwurf finalisieren, dann wüsste es Airbus mit vieleicht 1 Monat Verzögerung. Den Krümel Unterschied in der Entwicklung kann man dann nur mit etwas Geheimhaltung in der Implementierung und Produktion erreichen. Ein wichtiger Aspekt ist auch der richtige Blick in die Design Glaskugel (Grösse, Reichweite).
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:26 Uhr
Wie Kosmopolit es sagt: Das Problem liegt in den Produkten. Die 737(MAX) ist 60 Jahre alt, die 787 hat spezielle Probleme, bei den 777 Derivaten geht es nicht weiter.
Es ist ja offenbar schlicht kein Geld da, um etwas neues zu launchen.
Boeing ist für mich ein Beispiel dafür wie man eine Firma durch Fehlentscheidungen, dadurch dass das Top Management nicht weiß, was es tut, vollkommen in den Dreck reiten kann.
DAs Management wusste ganz genau was es macht, den Konzern rein auf Share Holder Value, sprich der kurzfristigen Aktienkursentwicklung (daran hingen die Boni), auszurichten. Darunter litten in der Folge Qualität und Investitionen in neue Programme, denn eine 737 MAX war früher verfügbar (schneller mehr Umsatz) als ein kompletter Neuentwurf.
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:29 Uhr
Wie Kosmopolit es sagt: Das Problem liegt in den Produkten. Die 737(MAX) ist 60 Jahre alt, die 787 hat spezielle Probleme, bei den 777 Derivaten geht es nicht weiter.
Es ist ja offenbar schlicht kein Geld da, um etwas neues zu launchen.
Boeing ist für mich ein Beispiel dafür wie man eine Firma durch Fehlentscheidungen, dadurch dass das Top Management nicht weiß, was es tut, vollkommen in den Dreck reiten kann.
Frage ist, ob Kelly Ortberg (einst mein Chef, als ich noch bei UTC gearbeitet habe) weiß, was er macht. Jedenfalls hat er erst mit dem Kauf von Rockwell Collins durch UTC und dann der Verschmelzung mit Raytheon seine Schäfchen ins Trockene gebracht. Beim ersten Deal hat er einen Bonus von 80 Mio USD bekommen, beim zweiten habe ich etwas von 60 Mio gehört.
Beitrag vom 15.10.2024 - 09:56 Uhr
[Kosmopolit] Man stelle sich mal vor die hätten wirklcih Embraer für 4 Mrd. gekauft und hätten nun das schwach laufende E2 Programm an der Backe sowie 4 Mrd. weitere Schulden.
Oder sie hätten die B797 angestossen, die sie jetzt eigentlich wieder einstellen müssten, denn die 10-15 Mrd. $ Entwicklungskosten, die haben sie aktuell einfach nicht.
Bei dem Deal mit Embraer ging es weniger um die E-Series als um die günstigen brasilianischen Ingenieure. Die hat Being nicht mehr gebraucht, als ein Ersatz für die 737 verworfen wurde.
Boeing kann gerade finanziell nichts neues machen.
Ich denke, dass liegt auch daran, dass das aktuelle Management das nicht kann.
Was mich zu Airbus bringt. Die Ruhen sich gerade auf der Situation aus.
Nein. Aber Airbus fährt gerade nette Gewinne ein.
Ausser dem A350F hat Airbus nichts in der Pipeline.
Das ist das letzte offizielle Projekt und sagt nichts darüber aus, was Airbus gerade macht.
Die Ankündigung wg. der B767F ist eigentlich kalter Kaffee, das war ja schon lange bekannt das späterstens 2027 Schluss ist. Die KC46 wird weiter gebaut, insofern bleibt das ja erhalten.
Boeing wollte die ICAO umgehen und die 767 weiter nur für den US-Markt bauen. Scheinbar wollte Boeing aber für neue Aufträge Marktpreise erhalten, da das Geschäft mit der KC-46 ja auch eine Katastrophe ist. Die US-Pakethersteller haben dankend abgelehnt.
Stellenabbau ist bei einer Firma, bei der es nicht läuft, irgendwie oft.
Aber, wenn das Problem in den Produkten liegt, und in den Prozessen und in der Produktion, dann wird es mit weniger Mitarbeitern selten besser.
Boeing muss nur 10 % der Mitarbeiterkosten los werden. Die Lösung ist recht einfach: Ortberg entlässt unter sich in der Hierarchie so lange Manager bis die 10 % Kosten eingespart sind. Dann werden auch genau die entlassen, die für den aktuellen Zustand von Boeing verantwortlich sind.
Beitrag vom 15.10.2024 - 11:13 Uhr
Wobei es so schlecht um Boeing gar nicht steht, noch kann man das Ruder herumreissen.
Wie bitte?
Man hat die Zulassungsbehörde und die Kunden betrogen, 2 Flieger sind deswegen abgestürtzt mit 350 Toten, das modernste Modell leidet unter massiven Qualitäts- & Produktionsproblemen, weshalb die Rate nicht erreicht wird und niedrig bleibt, neben dem verdient es overall kein Geld und ist aktuell das einzige was positiven Cashflow erzeugt. Das neue Topmodell hat mehrfach hohe Abschreibungen verursacht, ist bereits 5 Jahre verspätet und wird es 7 sein, nachdem man nach geplatzem Rumpf, Triebwerksproblemen nun auf ein neues Teil gestossen ist das wieder erwarten versagt hat.
Das Programm ist bereits 11 Jahre in Entwicklung, 50% länger als die sonst veranschlagten 6-8 Jahre, und es wird wenn die Maschienen ausgeliefert werden, Rümpfe geben die sich bei Auslieferung 7 Jahre das Fahrwerk in den Bauch gestanden haben.
Ein Problem in der Flugsteuerung hatte man auch noch irgendwo mit einem unerwarteten Pitch down.
Im Space Bereich musste der Starliner leer zurück, weil man nicht wusste ob er es überlebt. Defense macht mittlerweile auch Verlust, den Tanker musste man quasi komplett abschreiben.
Die Arbeiter streiken, man ist bis auf mit der B787 mit allen Produkten unterlegen,
man hat 60 Mrd. Schulden, erneut einen hohen Verlust und gefühlt geht garnichts mehr.
Man hofft das man too big to fail ist, aber im Grunde steht Boeing so richtig schlecht da.
Die Qualitätsprobleme in der Fertigung müssen behoben werden, einige Teile der 777X umgedacht werden. Dann steht auch kaum noch etwas im Wege, mit bestehendem/geplantem Sortiment wieder Geld zu verdienen auf mittlerer Sicht.
Klar, man denkt einfach ein Teil der B777x um, dann passt es schon. "Harry, hol mal ne andere Schraube, die passt nicht. Bissl größer, dann hälts schon!"
Mit dem aktuellen Sortiment verdient Boeing kein Geld. Cashflow ja, Geld nein.
Die Max wird auch mit ihren 6500 Orders keinen Gewinn machen können, in einer Vollkosten Gesamtrechnung.
Bei der B787 scheint es tatsächlich so, als hätte man die defered cost wieder einspielen können, aber da sind die Entwicklungskosten nicht drin.
Tatsächlich dürfte es mittlerweile aber so sein, das mit den 2000 orders man auf +/- 0 kommt.
Die B777x ist ein Verlustgeschäft. Man kann es jetzt wie Airbus beim A380 machen und sich das schön rechnen.
Die KC46 ist ein Verlustgeschäft.
Boeing ist eine Bank mit FLugzeugbau dran.
Ich bin gespannt, ob das "wir haben kein Geld" nicht am Ende auch ein Bluff war um einen Zeitvorsprung in die Neuentwicklung einer neuen Narrow-Body Familie zu bekommen. Denn der Zeitvorsprung wäre wichtig um Anteile gegenüber Airbus zurück zu gewinnen.
Hahah, wirklich? Sowas kann man nicht geheim halten. Boeing hat keine 10 Mrd. für eine neue SA Familie.
Sie haben auch keinen neuen Antrieb.
Boeing muss aufpassen, es fehlt nicht viel und sie gehen über die klippe.
Beitrag vom 15.10.2024 - 11:35 Uhr
Weiß denn eigentlich irgendjemand, welche Stellen gestrichen werden? Wie die Mitarbeiterstruktur bei Boeing aussieht?
Dazu gibt es noch keine öffentliche Information, die MA werden diese Woche im Detail informiert. Es geht um eine generelle Umstrukturierung und stop des Barmittelabflusses. Das wird eine schwierige Balance, egal was man macht.
Wenn ich sowas lese wie "pauschaler Abbau"... was ist das? Und was bedeutet das? Gibt es da mehr Infos dazu oder wird einfach über Boeing geurteilt um gleich wieder Fehler zu finden, ohne, dass man eigentlich weiß, was da wirklich passiert oder geplant ist?
Eher so ;-) In der Seattle Times gibt es Hintergründe, die sind da nahe dran. Pauschale PMs sind eben auch nur das, pauschal.
Beitrag vom 15.10.2024 - 12:16 Uhr
Nur mal so die Probleme bei Boeing zusammengefasst die zu finazniellen Einschränkungen oder Verlusten führen oder führten ohne auf einzelne Themen zu sehr im Detail einzugehen:
1-Produktion der B737 Max limitiert wegen Qualitätsproblemen in der Fertigung bei Boeing und Zulieferern. Damit mehr Lagerhaltung und weniger cash.
2-Produktion B787 ebenfalls wegen Qualitätsproblemen limitiert. Glaube das in der Vergangenheit Boeing anfangs dies Modell zu sehr niedrigen Preisen angeboten hat. Ebenfalls mehr Lagerhaltung und weniger (bis sehr wenig) cash.
3-B777 altes Modell ist mit Ausnahme der Frachtflugzeuge praktisch ausgelaufen und bringt entsprechend wenig cash.
4-B777X ist wegen Problemen bei tragenden Teilen wohl für weitere 2 Jahre in Verzögerung. Bereits produzierte Maschinen werden bestimmt durch Lagerung nicht besser und müssen vielleicht ohnehin erheblich nachgebessert werden. Da fehlen in naher Zukunft große Summen an eigentlich eingeplantem cash.
5-Die 2 Präsidentenflieger machen/machten horrende Verluste. Wer hat blos bei Boeing den Preis angeboten. Eigentlich hätten die alles verlangen können denn bevor die Amis einen A380 genommen hätten müsste der Präsdent wohl eher zu Fuß gehen.
6-Die Tankerflugzeuge auf Basis 767 machen große Verluste. Wie das passieren konnte ist mir ein absolutes Rätsel. Anscheined hat Boeing aus Angst das A330 zum Zuge kommt jede kaufmännische Kalkulation vergessen und auch bei der Technik wohl nicht alles bedacht.
7-Die Arbeitnehmer wollen wohl für die stagnierenden Löhne der Vergangenheit gerade jetzt einen sehr großen Gehaltszuwachs erreichen. Belastet Boeing sicher erheblich finanziell und bei Streik werden die Einnnahmen zudem weiter sinken.
8- Das B737Max-Desaster ist rein technisch wohl überstanden. Der Ruf ist dadurch aber erheblich ramponiert zumal im Sektor A321 nichts absolut gleichwertiges vorhanden ist und zudem auch weiter verzögert sein wird. Auch die Probleme bei den anderen Modellen haben am Boeing-Image (das mal tadellos) war erheblich gekratzt. Kann mir vorstellen das manche Airline bei gleichwertigem Modellangebot allein aus diesem Grund derzeit eher zu Airbus neigen.
Bei allen vorgenannten Problemen muss bei Boeing ja irgendwann jemand verantwortlich die falschen Entscheidungen getroffen haben. In der Summe dieser Fehlentscheidungen schon bemerkenswert miserabel. Wie heißt es so schön: Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.Auch der neue Chef kann nicht kurzfristig zaubern. Wie er den Laden mittelfristig wieder flott bekommt bleibt abzuwarten. Ich beneide ihn nicht.
Beitrag vom 16.10.2024 - 05:13 Uhr
[Kosmopolit] Man stelle sich mal vor die hätten wirklcih Embraer für 4 Mrd. gekauft und hätten nun das schwach laufende E2 Programm an der Backe sowie 4 Mrd. weitere Schulden.
Oder sie hätten die B797 angestossen, die sie jetzt eigentlich wieder einstellen müssten, denn die 10-15 Mrd. $ Entwicklungskosten, die haben sie aktuell einfach nicht.
Bei dem Deal mit Embraer ging es weniger um die E-Series als um die günstigen brasilianischen Ingenieure. Die hat Being nicht mehr gebraucht, als ein Ersatz für die 737 verworfen wurde.
Thema verfehlt. Wir diskutieren um die finaziellen Auswirkungen, nicht um die Gründe.
Da wären 4 Mrd. mehr Schulden und ein schwach laufendes E2 Program. Das stimmt schon so, muss der Leser halt auch verstehen.
Boeing kann gerade finanziell nichts neues machen.
Ich denke, dass liegt auch daran, dass das aktuelle Management das nicht kann.
Sicher?
Was mich zu Airbus bringt. Die Ruhen sich gerade auf der Situation aus.
Nein. Aber Airbus fährt gerade nette Gewinne ein.
Doch. Weil sie nichts machen. Sagen sie ja selbst.
Natürlich macht man viel Gewinn wenn man nichts investiert in Airbus Situation.
Rächt sich dann in 10 Jahren.
Ausser dem A350F hat Airbus nichts in der Pipeline.
Das ist das letzte offizielle Projekt und sagt nichts darüber aus, was Airbus gerade macht.
Natürlich, weil man alles andere abgesagt hat.
Die Ankündigung wg. der B767F ist eigentlich kalter Kaffee, das war ja schon lange bekannt das späterstens 2027 Schluss ist. Die KC46 wird weiter gebaut, insofern bleibt das ja erhalten.
Boeing wollte die ICAO umgehen und die 767 weiter nur für den US-Markt bauen. Scheinbar wollte Boeing aber für neue Aufträge Marktpreise erhalten, da das Geschäft mit der KC-46 ja auch eine Katastrophe ist. Die US-Pakethersteller haben dankend abgelehnt.
Stellenabbau ist bei einer Firma, bei der es nicht läuft, irgendwie oft.
Aber, wenn das Problem in den Produkten liegt, und in den Prozessen und in der Produktion, dann wird es mit weniger Mitarbeitern selten besser.
Boeing muss nur 10 % der Mitarbeiterkosten los werden. Die Lösung ist recht einfach: Ortberg entlässt unter sich in der Hierarchie so lange Manager bis die 10 % Kosten eingespart sind. Dann werden auch genau die entlassen, die für den aktuellen Zustand von Boeing verantwortlich sind.
Klar, Unternehmensführung ist einfach, das kann eigentlich jeder....
Beitrag vom 16.10.2024 - 06:52 Uhr
Klar, Unternehmensführung ist einfach, das kann eigentlich jeder....
Klar und Produkt- bzw. Programmstrategien weiss offenbar auch nur einer wie es geht...
Beitrag vom 16.10.2024 - 14:28 Uhr
Nur mal so die Probleme bei Boeing zusammengefasst die zu finazniellen Einschränkungen oder Verlusten führen oder führten ohne auf einzelne Themen zu sehr im Detail einzugehen:
â?¦
Gute Zusammenfassung.
Zu Punkt 8:
Welche Herausforderungen hat Boeing:
a) die momentane finanzielle Situation in den Griff zu bekommen, um die Probleme in den laufenden Projekten lösen zu können und die Verlustbringer zu stoppen. Das erfordert zweifellos akutes Handeln, die Ausgabenseite zu begrenzen, da die Einnahmeseite (siehe Punkte 1-8) kaum was abwirft.
b) das Investment für ein neues Entwicklungsprogramm zusammen zu bekommen. Damit Boeing aus der Misere kommt, reicht es nicht die aktuellen Qualitätsprobleme zu lösen, sondern die Modellpalette zukunftsfähig aufzustellen. Die 737 ist technisch veraltet und wird in 20-30 Jahren kein Geld mehr abwerfen. Denn aktuell arbeiten die Chinesen dran, die C919 in Stückzahlen produzieren zu können. Momentan sind sie davon noch weit entfernt. Sobald die Chinesen in der Lage sind, mehr C919 als für den eigenen Bedarf zu produzieren ist die 737 tot. Mausetot. Daher läuft die Zeit der 737 derzeit ab. Boeing braucht ein Nachfolgemodell, welches dann in 30 Jahren die Cash-Cow des Konzern sein kann. Und diese Entscheidung muss Ortberg heute treffen unf das Geld dafür besorgen.
c) das Ingenieurs- und Produktionspersonal bei der Stange halten und ausbauen zu können, um ein neues Programm überhaupt realisieren zu können. Wie das mit 17.000 weiteren Entlassungen gehen soll, wo Boeing schon während Corona in ähnlicher Größenordnungen Mitarbeiter freigesetzt hat, ist mir etwas schleierhaft.
Dieser Beitrag wurde am 16.10.2024 14:30 Uhr bearbeitet.