Community / / Bundesregierung stellt Milliardenbet...

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 25.09.2026 - 15:09 Uhr
Userrambazamba123
User (881 Beiträge)
So eine ideologisch getriebene geldvernichtende und Ressourcen verschwendende Sackgasse. Superteuer für kaum messbaren Nutzen.

Investiert das Geld besser erst mal in andere Bereiche zur Nachhaltigkeit.
Beitrag vom 25.09.2026 - 16:05 Uhr
UserEricM
User (7373 Beiträge)
Preislücken zwischen Anbieter und Nachfrager werden so vom Staat solange ausgeglichen, bis sich anfangs hohe Produktionskosten und echte Marktpreise angleichen.

D.h. der Staat zahlt im Endeffekt den Abnehmern die Differenz von SAF zu fossilem Kerosin und die Fluggesellschaften können sich weiter in aller Ruhe auf Jammern über zu zu hohen SAF Preise konzentrieren während sie weiter "WACHSTUM!" brüllend ihren Verbrauch maximieren?

Muss rambazamba123 zustimmen. Das ist eine ideologisch getriebene Sackgasse, die komplett die Wirkung des Marktes auf Energiepreise, die Grundidee der SAF Vorgaben und die Notwendigkeit von CO2 Reduktion pervertiert.
Beitrag vom 25.09.2026 - 16:30 Uhr
UserSpheniscidae
User (519 Beiträge)
Das Ganze scheint mir fragwürdig. Ich halte eine Umstellung auf SAF für ökologisch sinnvoll, aber der Umstieg muss so gestaltet werden, dass der Markt ein Interesse hat umzustellen. Das hier der Staat ohne Rücksicht auf die Kosten einspringt, führt dazu das auch nichts passiert.
Es muss ein System her, das dazu führt, dass der Markt ein Interesse hat günstiges SAF zu vertreiben. Erst dann funktioniert das Ganze. Meine letzte VWL-Vorlesung ist lange her, aber ich glaube, dass ein guter Lehrstuhl so etwas mit einer Fingerübung konstruieren kann. Vermutlich gibt es sogar schon Diplom- oder Doktorarbeiten, die sich damit beschäftigen.

Der Markt kann (fast) alles, man muss ihm nur die richtige Motivation geben.
Beitrag vom 25.09.2026 - 19:49 Uhr
Usermpilot
User (720 Beiträge)
spezielles Auktionsmodell, bei dem der Staat die Preislücke zwischen Angebot und Nachfrage schließt.

"Doppelauktionsmechanismus"
Mal wieder ein überbordender EU &GB Bürokratismus für Millimengen SAF, damit alle Beteiligten sich dann selbst mal loben können. Wirkung faktisch null.
Beitrag vom 25.09.2026 - 23:43 Uhr
Userfbwlaie
User (5429 Beiträge)
Die Umstellung auf SAF ist z. Z. unökologisch.
Zur Erzeugung von SAF benötigt man mehr Energie als SAF selbst enthält. Für die Erzeugung/Gewinnung dieser Energie benötigt man z. Z. sehr viel Fläche für Solarpanels oder Windräder.
Da wäre es z. Z. schon effektiver, weniger Kerosin für die Fliegerei bereitzustellen.
Eine Lösung, zu der ich mich begeitern könnte, sehe ich leider nicht.
Beitrag vom 26.09.2026 - 10:44 Uhr
UserSpheniscidae
User (519 Beiträge)
Wenn man solange warten würde bis genug Energie übrig ist und die Technologie keinen nennenswerten Umwandlungsverlust hat, dann macht man einfach gar nichts. Man stelle sich vor, in den Anfängen der Flugzeugentwicklung hätte man gesagt: Fliegen ist ineffizient, wir waren lieber Zug, bis fliegen genauso effizient wird.
Beitrag vom 26.09.2026 - 19:07 Uhr
UserGB
User (1181 Beiträge)
Man stelle sich vor, in den Anfängen der Flugzeugentwicklung hätte man gesagt: Fliegen ist ineffizient, wir waren lieber Zug, bis fliegen genauso effizient wird.

Doch, hat man ja auch genau so gemacht. Allerdings wurde auch sehr schnell klar, dass Fliegen effizienter als Zugfahren war, wenn die Zeit in die Effizienzberechnung einbezogen wird.

Man hat damals aber schlauerweise nicht Züge verboten oder einen Mindestfluganteil gefordert. Die Zeitersparnis war die wesentliche Triebfeder. Kürzere Reisezeiten waren begehrt und konnten teuer verkauft werden.

Beim Fliegen mit eSAF fehlt es bisher an einer solchen Triebfeder, weshalb diese künstlich geschaffen werden muss. Politik und Wirtschaftswissenschaft scheint es jedoch leider an Phantasie für eine solche Triebfeder zu mangeln, so dass nach alter Väter Sitte lediglich subventionsbasierte Vorschläge auf den Tisch kommen. Da muss man nicht viel denken, nichts selber riskieren, und die Zeche zahlen tun andere.

Hätten eSAF-Flüge gravierende Vorteile im täglichen Betrieb, würde die Umstellung ganz von alleine und viel schneller als gedacht kommen. Vielleicht sollte man abwechslungshalber halt mal an der richtigen Stelle fragen, wie man eSAF-Flüge so richtig attraktiv machen kann.

Warum z.B. sollte man den aktuell noch horrenden Aufpreis für eSAF ausgerechnet von denen erheben, die zum Nutzen der Allgemeinheit handeln, und nicht von denen, die der Allgemeinheit schaden? Die Umlegung der eSAF-Mehrkosten auf die Verweigerer wäre gerade am Anfang mit wenig eSAF-Nutzern ein solider Anreiz, und mit geringen Kosten für die letzteren verbunden, also problemlos ohne Überforderung für die breite Masse der Anbieter bezahlbar.

Es ist doch nicht einzusehen, dass diese Kosten wie abzusehen auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, und das noch ohne richtigen Anreiz zur Kostensenkung.
Beitrag vom 26.09.2026 - 21:56 Uhr
UserEricM
User (7373 Beiträge)
Hätten eSAF-Flüge gravierende Vorteile im täglichen Betrieb, würde die Umstellung ganz von alleine und viel schneller als gedacht kommen.

Stimme zu. eSAF konkurriert dummerweise mit einem Produkt (fossiles Kerosin), das selbst massiv durch Steuerbefreiungen (Energiesteuer, MWSt) subventioniert wird.
Eine zusätzliche Steuer auf normales Kerosin zweckgebunden zur Subventionierung von eSAF würde in der Tat einen echten Anreiz schaffen.
Beitrag vom 27.09.2026 - 12:47 Uhr
UserGB
User (1181 Beiträge)
Die für Luftfahrzeugenicht erhobene Energiesteuer ist noch keine Subvention. Kraftfahrzeuge benötigen eine wesentlich aufwändigerere Infrastruktur für ihren Betrieb als Flugzeuge, und letztere zahlen die Benutzung ihrer Infrastruktur ja bereits durch Flugsicherungsgebühren, Sicherheitsabgaben, Luftverkehrsteuer, Flughafenentgelte usw., insofern wäre eine nicht zweckgebundene Energiesteuer für Luftfahrzeuge zumindest angreifbar.

Nichtsdestotrotz wäre eine Ausgleichsabgabe für Nichtnutzung von eSAF begründbar, im öffentlichen Interesse und auch finanziell tragbar, ohne disruptive Folgen hervorzurufen.

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2026 12:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.09.2026 - 14:14 Uhr
UserFW 190
User (2389 Beiträge)
Ist nicht die CO2 Bepreisung eines der Massnahmen?:

"EU-Emissionshandel (EU-ETS): Der Luftverkehr für innereuropäische Flüge ist in das EU-Emissionshandelssystem eingebunden. Fluggesellschaften müssen für ihre CO2-Emissionen auf diesen Strecken Zertifikate erwerben, was de facto eine CO2-Bepreisung darstellt."