Community / / Bundeswehr hat nun bewaffnete AufklÃ...

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 15.05.2024 - 20:51 Uhr
Userrambazamba123
User (842 Beiträge)
Das zeigt das deutsche Bürokratie Desaster in einem Bild. Kann man beliebig auf alles anwenden. Jahrzehnte diskutieren, labern, blockieren, verschleppen, bis irgendwann ein Kompromiss gefunden wird, nachdem jeder seinen Senf dazugeben konnte und es unzählige Gutachten und sonstiges gibt. Und deshalb wird Deutschland immer mehr abgehängt. Keine Macher mehr, niemand traut sich mehr was. Hauptsache labern und Schaum schlagen.

(Edit: nur Schreibfehler korrigiert, keine inhaltlichen Ã"nderungen)

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2024 12:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.05.2024 - 21:48 Uhr
UserFRAHAM
User (1287 Beiträge)
Hauptsache labern und Schaum schlagen
Es gibt viele, die das als ihr Lebensmotto ansehen.
Beitrag vom 16.05.2024 - 05:15 Uhr
Usermuckster
User (602 Beiträge)
@rambazamba123

Das war nicht nur eine Frage der Bürokratie, sondern auch eine der Ideologie. Ein Symptom für die Weltfremdheit, die sich in vielen Bereichen der deutschen Politik bemächtigt hat, der unbedingte Wille, moralischer zu sein als der Rest der Welt.

Es gibt keine â?" keine! â?" rechtlichen oder moralischen Fragen, die ein unbemanntes bewaffnetes Luftfahrzeug im Vergleich zu einem bemannten aufwerfen würde, solange nur ein Mensch alle rechtlich relevanten Entscheidungen trifft.

Für das Völker- und für das deutsche Strafrecht ist es völlig unerheblich, ob der Pilot eines Flugzeugs über Mali im Cockpit sitzt oder in Jagel in einem Container.

Insbesondere der ständige Verweis linker Politiker auf die in manchen Fällen völkerrechtswidrigen Drohnenagriffe der USA auf Terroristen waren hier stets völlig fehl am Platze, hätte man dieselben Attacken doch auch mit bemannten Luftfahrzeugen durchführen können.

Insofern ist es auch albern, dass die SPD beim überfälligen Bundestagsbeschluss, die Heron TP mit Bewaffnung zu beschaffen, eigens ein Gesetz einbrachte, das den Einsatz der Drohnen für gezielte Tötungen von Terroristen verbietet. Solche Tötungen waren der Bundeswehr bereits zuvor verboten, da brauchte es kein Gesetz, das nur wiederholt, was § 212, 211 StGB bereits zweifelfrei aussagt.

Symbolpolitik und moralischer Aktionismus, mehr nicht.
Beitrag vom 16.05.2024 - 08:43 Uhr
UserEricM
User (7264 Beiträge)
Insbesondere der ständige Verweis linker Politiker auf die in manchen Fällen völkerrechtswidrigen Drohnenagriffe der USA auf Terroristen waren hier stets völlig fehl am Platze, hätte man dieselben Attacken doch auch mit bemannten Luftfahrzeugen durchführen können.

Besonders skurril an dieser Debatte fand ich die Tatsache, dass diese gezielten Tötungen unter Inkaufnahme teilweise großer Kollateralschäden offenbar dem ausführenden Gerät, der "Drohne" zugeschrieben wurden (und darüber die deutsche Beschaffungsdiskussion mMn irrational beeinflusste) und nicht der Kommandostruktur der US Streitkräfte oder den ausführenden Soldaten.

Das war ja zB Bei den über Wikileaks bekannt gewordenenen völkerrechtswidrigen Tötungen in Afgahnistan durch Apache Piloten ganz anders. Da wurde die Verantwortung den Piloten, den amerikanischen Streitkräften oder der US Regierung, also der menschlichen Kommandostruktur, angelastet. Niemand kam auf die Idee, Hubschrauber verbieten zu wollen.

Die Berichterstattung zu Drohnenangriffen zeigte dabei in aller Regel auch nicht die Drohnenpiloten in ihren Containern am anderen Ende der Welt, sondern ein scheinbar autonom agierendes Kleinflugzeug.
Da sieht man mal wieder, dass Menschen bevorzugt in Bildern denken ... Man sieht bei einem Drohnenangriff keinen Soldaten in der Nähe, sondern nur das Gerät...

Symbolpolitik und moralischer Aktionismus, mehr nicht.

Ja, auch. Aber ich denke auch die Angst von den eher irrational entscheidenden Teilen der (wahlberechtigten) Bevökerung abgestraft zu werden, denn die Wirkung dieser Bilder geht weit über rein linke Wähler hinaus.

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2024 08:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.05.2024 - 12:21 Uhr
Userrambazamba123
User (842 Beiträge)
Ja, auch. Aber ich denke auch die Angst von den eher irrational entscheidenden Teilen der (wahlberechtigten) Bevökerung abgestraft zu werden, denn die Wirkung dieser Bilder geht weit über rein linke Wähler hinaus.

Da ist der springende Punkt neben und teilweise auch wegen der Ideologie dahinter. Es geht um Machterhalt, die nächste Wahl und Wählerstimmen. Lange Zeit vor neuen Wahlen werden möglichst keine kritikwürdigen Entscheidungen gefällt, egal wie notwendig sie realipolitisch auch sein mögen. Nach den Wahlen dauert es auch erst einmal eine Ewigkeit, bevor man mit der Arbeit beginnt. So verkümmert eine Legislaturperiode in Deutschland auf rund 2 bis 2,5 Jahre und es geht noch weniger vorwärts, neben den schon erwähnten Punkten.

Insbesondere in der Rüstung ärgert mich aber, wie die SPD die Zeitenwende großmundig immer und immer wieder runterbetet, sie gleichzeitig aber von innen heraus aus dem linken Flügel selbst torpediert. Unser Verteidigungsminister ist schon äußerst genervt, wie man es gestern selbst lesen konnte "ich muss das nicht machen".

Das NATO 2% nur mit extremsten Tricksereien (neu erreicht durch: alles zusammengeklaubt, was auch nur annähernd mit Verteidigung zu tun haben könnte, selbst Pensionen, in der Realität gibt man so gut wie nichts tatsächlich extra aus für die 2%), die 100 Mio Sondervermögen auch für den laufenden Betrieb ausgegeben (was so nicht vorgesehen war), für den kommenden Haushalt schon wieder eine große Lücke, die in den nächsten Jahren zu einem mittleren 2-stelligen Milliardenloch anwächst. Und man läuft sehenden Auges rein in diesen Hexler. Nachbestellung von an die Ukraine abgegebenem Gerät in exakt gleicher Stückzahl, kein Krümel mehr, bloß nichts darüber hinaus, obwohl es zuvor schon zu wenig war. Und das Ganze mit langer Wartezeit. 2 Jahre gepennt Munition nachzubestellen, obwohl es vor Abgabe selbiger schon einen großen Mangel gab.

Dazu wenig Phragmatismus. Statt möglichst viel von der Stange zu ordern, was die anderen Partner auch einsetzen, wird zuerst die Stange geordert und dann kommen unzählige extra Forderungen für Modifikationen, sodass die Projekte am Ende sich in gefühlte Ewigkeiten hinziehen, bis dann tatsächlich mal was auf dem Hof steht. Und das ist dann wegen der Verbastelung nur bedingt einsatzbereit, weil es durch die vielen Modifikationen anfälliger und inkompatibel zur Hardware der Partner ist. In Deutschland braucht es immer die 101% Lösung, die alle theoretischsten Fälle und auch noch das Gegenteil davon abdeckt, neben Ideologie also auch der Perfektionismus, der es oft nicht besser macht.

Und überhaupt langsam, langsam, langsam. Alles dauert ewig.

Noch zum Thema: Die Drohne darf über Deutschland nicht bewaffnet fliegen. Und was wäre, wenn Deutschland tatsächlich mal aktiv auf eigenem Boden angegriffen werden würde, auch wenn e noch so unwahrscheinlich ist? Wer denkt sich sowas aus?

So richtig geschnallt hat man die veränderte Weltlage immer noch nicht und meint, dass man es mit viel Gerede, schlängeln und Aussitzen einfach irgendwie übersteht und dass sich alles irgendwie in Wohlgefallen auflöst. Das kann eine sehr teure Wette werden.

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2024 12:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.05.2024 - 18:27 Uhr
UserMHalblaub
User (1298 Beiträge)
Werden unsere Eurofighter demnächst auch in bewaffnete fliegende Aufklärungseinheiten umbenannt? Wie heißt nocheinmal dieses langestreckte Teil mit kleinen Flügeln, dass einen Feind auf Distanz bekämpft? - Pfeil. Der kremlnahe Teil der SPD hätte der Bundeswehr auch Pfeil und Bogen bei der Neueinführung verwehrt.
Beitrag vom 17.05.2024 - 08:51 Uhr
UserDiode
User (134 Beiträge)
Das zeigt das deutsche Bürokratie Desaster in einem Bild. Kann man beliebig auf alles anwenden. Jahrzehnte diskutieren, labern, blockieren, verschleppen, bis irgendwann ein Kompromiss gefunden wird, nachdem jeder seinen Senf dazugeben konnte und es unzählige Gutachten und sonstiges gibt. Und deshalb wird Deutschland immer mehr abgehängt. Keine Macher mehr, niemand traut sich mehr was. Hauptsache labern und Schaum schlagen.

(Edit: nur Schreibfehler korrigiert, keine inhaltlichen Ã"nderungen)

Wenn Journalisten, Politiker und/ oder auch das Volk unbequeme Wahrheiten oder gar Schuldeingeständnisse umgehen wollen ist gerne mal "die Bürokratie" schuld.

Wenn am BER die Brandschutztüren nicht automatisch schließen können (auch damals schon absoluter Standart) ist die Bürokratie schuld und wenn die Bahn mal wieder Mist baut und z.B. vergessen hat Lichtraumnachweise fristgerecht einzureichen d.h. die üblichen Ausreden von Wetter bis Fahrgäste nicht ziehen sowieso und wenn die Bundeswehr die Lehren des zweiten Weltkriegs weiterhin konsequent ignoriert und so u.a. laufende Entwicklungen regelmäßig mit Ã"nderungswünschen beglückt erst Recht.

Die Bürokratie mag in Deutschland an vielen Stellen (zu) ineffizient und langsam sein aber immerhin kommt am Ende meistens ein richtiges Ergebnis raus was man von den Spatzenhirnen von Mützenich, Söder usw. nicht unbedingt behaupten kann.

Das System der Bundeswehr ist durchaus ein Problem aber den größten Teil davon macht die (wie üblich) viel zu mächtige Politik bzw. im Fall der Bundeswehr der Bundestag welcher auch kleinere Investitionen absegnen muss und so Typen wie Mützenich erst die Möglichkeit haben solche Projekte zu verhindern aus.

Die Bundeswehr hatte bereits vor 20 Jahren eine Drohne namens Grob G520 entwickeln und um deren Zulassung zu ermöglichen mit einem optionalen Cockpit ausrüsten lassen denn "die Bürokratie" muss sich nunmal an die von der Politik geschriebenen Gesetze halten und wenn die UAVs verbieten dann kann man ein UAV nicht einfach zulassen da die dafür Verantwortlichen dann mit 1-2 Beinen im Knast stehen würden.

Man unterscheide also bitte zwischen "Staat" und "Politik" und "Amt" und "Ministerium" ... zwei Wörter, zwei Bedeutungen.
Beitrag vom 17.05.2024 - 09:00 Uhr
UserEricM
User (7264 Beiträge)
Der kremlnahe Teil der SPD hätte der Bundeswehr auch Pfeil und Bogen bei der Neueinführung verwehrt.

In dem Zusammenhang hier ein kurzer Hinweis an alle "Protestwähler": Kremlnah scheint laut aktueller Nachrichtenlage vor allem die AfD zu sein. Nicht nur ideologisch, sondern auch finanziell.
Beitrag vom 17.05.2024 - 09:43 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4409 Beiträge)
Das zeigt das deutsche Bürokratie Desaster in einem Bild. Kann man beliebig auf alles anwenden. Jahrzehnte diskutieren, labern, blockieren, verschleppen, bis irgendwann ein Kompromiss gefunden wird, nachdem jeder seinen Senf dazugeben konnte und es unzählige Gutachten und sonstiges gibt. Und deshalb wird Deutschland immer mehr abgehängt. Keine Macher mehr, niemand traut sich mehr was. Hauptsache labern und Schaum schlagen.

(Edit: nur Schreibfehler korrigiert, keine inhaltlichen Ã"nderungen)

Wenn Journalisten, Politiker und/ oder auch das Volk unbequeme Wahrheiten oder gar Schuldeingeständnisse umgehen wollen ist gerne mal "die Bürokratie" schuld.

Wenn am BER die Brandschutztüren nicht automatisch schließen können (auch damals schon absoluter Standart) ist die Bürokratie schuld und wenn die Bahn mal wieder Mist baut und z.B. vergessen hat Lichtraumnachweise fristgerecht einzureichen d.h. die üblichen Ausreden von Wetter bis Fahrgäste nicht ziehen sowieso und wenn die Bundeswehr die Lehren des zweiten Weltkriegs weiterhin konsequent ignoriert und so u.a. laufende Entwicklungen regelmäßig mit Ã"nderungswünschen beglückt erst Recht.

Welche "Lehren" meinen Sie?
Das Deutschland den Krieg verloren hat, weil (u.a.):
- Speer seinen Job nicht gut genug gemacht hat?
- nicht genügend Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie ausgebeutet und dann umgebracht wurden?
- nicht genug (allein 6 Millionen sowjetische) Soldaten getötet wurden?
- die Juden nicht genügend verfolgt und ausgerottet wurden?
- Die deutsche Bevölkerung den (verbrecherischen) Hitlerkrieg nicht genügend unterstützt hat?

Die Bürokratie mag in Deutschland an vielen Stellen (zu) ineffizient und langsam sein aber immerhin kommt am Ende meistens ein richtiges Ergebnis raus was man von den Spatzenhirnen von Mützenich, Söder usw. nicht unbedingt behaupten kann.

Strafrechtlich relevanten, öffentliche Beleidigung.

Das System der Bundeswehr ist durchaus ein Problem aber den größten Teil davon macht die (wie üblich) viel zu mächtige Politik bzw. im Fall der Bundeswehr der Bundestag welcher auch kleinere Investitionen absegnen muss und so Typen wie Mützenich erst die Möglichkeit haben solche Projekte zu verhindern aus.

S.o.

Die Bundeswehr hatte bereits vor 20 Jahren eine Drohne namens Grob G520 entwickeln und um deren Zulassung zu ermöglichen mit einem optionalen Cockpit ausrüsten lassen denn "die Bürokratie" muss sich nunmal an die von der Politik geschriebenen Gesetze halten und wenn die UAVs verbieten dann kann man ein UAV nicht einfach zulassen da die dafür Verantwortlichen dann mit 1-2 Beinen im Knast stehen würden.


Drehen Sie jetzt komplett durch?

Man unterscheide also bitte zwischen "Staat" und "Politik" und "Amt" und "Ministerium" ... zwei Wörter, zwei Bedeutungen.

Beitrag vom 17.05.2024 - 20:22 Uhr
Userunit-er
User (133 Beiträge)
Zitat:
"Auch bei den mit Sprengstoff versehenen und billigen "Einwegdrohnen" haben Staaten wie die Türkei und Iran die Nase vorn."

In puncto Iran mit seinen seitens Russland in der Ukraine eingesetzten Shahed-Drohnen trifft die zitierte Behauptung durchaus zu.

In puncto Türkei ist das Zitat eines professionellen Luftfahrtmagazins unwürdig.
Das Drohnen-Programm der Türkei basiert hauptsächlich auf Drohnen, die, solange sie nicht abstürzen oder abgeschossen werden, mehrfach verwendet werden können.

Für Drohnen wie z.B.
- TAI Anka S
- TAI Anka 3
- TAI Aksungur
- Baykar Bayraktar Akinci
- Baykar Bayraktar Kizilelma
- Baykar Bayraktar TB2
- Baykar Bayraktar TB3
ist die Türkei berühmt, die allesamt wiederverwendbar und nicht einweg sind.

Dieser Beitrag wurde am 18.05.2024 21:02 Uhr bearbeitet.