Beitrag vom 24.09.2024 - 15:33 Uhr
Der Ersthelfer soll also untätig warten müssen, bis ihm die Drohne den Defibrillator bringt. Sofern sie überhaupt ankommt. Soll ja für so kleine Dinger bei Wind und Wetter nicht so einfach sein.
Für das viele Geld, das so eine vielleicht mal halbwegs gut funktionierendes Drohnennetz erfordert (die Kosten für die Drohnen sind da noch die geringsten), könnte man ja vielleicht jedem Ersthelfer einfach einen schon heute funktionierenden Defibrillator in sein Dienstfahrzeug zu packen, dann kann er gleich loslegen.
Ach so, hat eh schon einen? Ja wozu denn dann das Spielzeug?
Beitrag vom 24.09.2024 - 15:44 Uhr
🤣🤣🤣ðŸ‘
Beitrag vom 24.09.2024 - 17:19 Uhr
Eind Defi kostet 1500â?¬ - alleine die 4 Millionen für dieses Projekt würden umgerechnet 2666 Defis bedeuten. Da so Defis heute so selbsterklärend sind, dass auch ein blutiger Laie damit umgehen kann (nur die Frage ob er sich traut), wäre das Geld sinnvoller verbraten, noch mehr Defis zur Verfügung zu stellen, so dass der erst Beste Zeuge direkt mit der lebensrettenden oder zumindest lebensqualitätrettenden Maßnahme beginnen kann. Erst zu warten bis irgendwer angefahren kommt und eine Drohne eingeschwebt ist grob fahrlässig.
Welche offiziellen Ersthelfer sind denn auch wie GB schon angedeutet hat noch ohne einen Defi unterwegs?
Der Verdacht drängt sich auf, dass da ein paar Leute unter dem Anschein einer guten Idee etwas verdienen wollen.
Beitrag vom 24.09.2024 - 18:40 Uhr
Eind Defi kostet 1500â?¬ - alleine die 4 Millionen für dieses Projekt würden umgerechnet 2666 Defis bedeuten. Da so Defis heute so selbsterklärend sind, dass auch ein blutiger Laie damit umgehen kann (nur die Frage ob er sich traut), wäre das Geld sinnvoller verbraten, noch mehr Defis zur Verfügung zu stellen, so dass der erst Beste Zeuge direkt mit der lebensrettenden oder zumindest lebensqualitätrettenden Maßnahme beginnen kann. Erst zu warten bis irgendwer angefahren kommt und eine Drohne eingeschwebt ist grob fahrlässig.
Welche offiziellen Ersthelfer sind denn auch wie GB schon angedeutet hat noch ohne einen Defi unterwegs?
Gegenfrage, wieviele sind denn damit unterwegs? Vielleicht erst mal schlau machen, was denn genau ein Ersthelfer ist.
Der Verdacht drängt sich auf, dass da ein paar Leute unter dem Anschein einer guten Idee etwas verdienen wollen.
Mir drängt sich da ein anderer Verdacht auf...
Beitrag vom 24.09.2024 - 19:14 Uhr
Welche offiziellen Ersthelfer sind denn auch wie GB schon angedeutet hat noch ohne einen Defi unterwegs?
Ich denke mal "offizielle" Ersthelfer gint es keine. Die Aussage bezog sich ja nicht euf einen Notarzt.
Ersthelfer ist in diesem Modell die/der erste helfende PassantIn mit einer bestimmten App auf dem Handy - und idR ohne Defi unterwegs.
Für das Projekt wurden im Landkreis zwei 5G-Hochleistungsmasten aufgestellt.
Uhhh wenn das die 5G-sensitiven Bevölkerungsanteile rausfinden, brauchts wieder mehr Ersthelfer ...
Dieser Beitrag wurde am 24.09.2024 19:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.09.2024 - 19:51 Uhr
Gegenfrage, wieviele sind denn damit unterwegs? Vielleicht erst mal schlau machen, was denn genau ein Ersthelfer ist.
Wie viele es sind - kann ich nicht sagen, aber nach meinem Wissensstand sind alle offiziellen Ersthelfer damit ausgestattet. Offizielle Ersthelfer sind nicht Passanten die zufällig gerade daneben stehen sondern insbesondere in ländlichen Regionen auch (freiwillige) Feuerwehren, gerade auf den Inseln in Norddeutschland auch nochmals speziell unterwiesene Personen. In den Städten schaut es noch anders aus, da haben meist alle (größeren) Hotels, Sporthallen, zentrale Umsteigepunkte solche Geräte in Reichweite (z.B. in sehr vielen unterirdischen Bahnstationen auch U-Bahn). Und brauchbare Defis sind schon ab rund 1500â?¬ zu bekommen, ich hätte lieber an mehr Orten einen zugänglichen Defi.
Was mich bei dem Konzept stört - man geht anscheinend davon aus, dass die hilfsbedürftige Person im Freien ist. Von Verkehrsunfällen abgesehen, finden die meisten Einsätze eher in Räumlichkeiten statt. Und ob dann die Drohne die auf der nächstgelegenen Freifläche landet wirklich eine Unterstützung ist ob dann der anfahrende RTW erst die notwendige Unterstützung wirklich mit rein bringt steht noch auf einem anderen Blatt Papier.
@contrail55
Bitte etwas Präziser werden, wenn Sie Meinungen haben und anderen vorwerfen sie würden sich nicht "schlau machen" - was ist denn genau falsch an meinen Ã"ußerungen und warum?
Beitrag vom 25.09.2024 - 07:14 Uhr
Gegenfrage, wieviele sind denn damit unterwegs? Vielleicht erst mal schlau machen, was denn genau ein Ersthelfer ist.
Wie viele es sind - kann ich nicht sagen, aber nach meinem Wissensstand sind alle offiziellen Ersthelfer damit ausgestattet. Offizielle Ersthelfer sind nicht Passanten die zufällig gerade daneben stehen sondern insbesondere in ländlichen Regionen auch (freiwillige) Feuerwehren, gerade auf den Inseln in Norddeutschland auch nochmals speziell unterwiesene Personen. In den Städten schaut es noch anders aus, da haben meist alle (größeren) Hotels, Sporthallen, zentrale Umsteigepunkte solche Geräte in Reichweite (z.B. in sehr vielen unterirdischen Bahnstationen auch U-Bahn). Und brauchbare Defis sind schon ab rund 1500â?¬ zu bekommen, ich hätte lieber an mehr Orten einen zugänglichen Defi.
Was mich bei dem Konzept stört - man geht anscheinend davon aus, dass die hilfsbedürftige Person im Freien ist. Von Verkehrsunfällen abgesehen, finden die meisten Einsätze eher in Räumlichkeiten statt. Und ob dann die Drohne die auf der nächstgelegenen Freifläche landet wirklich eine Unterstützung ist ob dann der anfahrende RTW erst die notwendige Unterstützung wirklich mit rein bringt steht noch auf einem anderen Blatt Papier.
@contrail55
Bitte etwas Präziser werden, wenn Sie Meinungen haben und anderen vorwerfen sie würden sich nicht "schlau machen" - was ist denn genau falsch an meinen Ã"ußerungen und warum?
Woher haben Sie denn den Begriff "offizieller" Ersthelfer. Ich habe dazu nichts gefunden.
Es gibt den designierten innerbetrieblichen Ersthelfer
https://www.malteser.de/aware/hilfreich/ersthelfer-werden-die-wichtigsten-fragen-im-ueberblick.html
und ganz allgemein
https://www.malteser.de/aware/hilfreich/ersthelfer-werden-die-wichtigsten-fragen-im-ueberblick.html
Was definiert "offiziell"? Auch Flugbegleiter und Feuerleute sind medizinisch erweitert ausgebildet. Ich kenne da aber keinen, der seinen eigenen Defi, wenn er denn überhaupt einen hätte, "am Mann" trägt um allzeit bereit zu sein.
Wenn ich jetzt im Allgäu, oder einer anderen strukturschwachen Region, auf dem Feld oder beim Wandern einem HLW Fall begegne, dann wäre für mich, am Defi geschult, schnell ein Defi verfügbar schon ganz hilfreich. Ich habe nämlich keinen.
Dieser Beitrag wurde am 25.09.2024 07:15 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 25.09.2024 - 09:41 Uhr
Ich wohne auf dem Land. Bei uns im Dorf gibt es 2 Defis. Und jeder weiß wo die sind (Feuerwehrhaus und Pizzeria). Ich denke da ist der Zugriff schneller wie durch eine Drohne angeliefert.
Beitrag vom 25.09.2024 - 11:31 Uhr
@GB
Der Ersthelfer soll also untätig warten müssen, bis ihm die Drohne den Defibrillator bringt
Dazu kommt ja noch, dass die Dinger nicht Allwetter tauglich sind und dann eine Unsicherheits Situation entstehen kann, ob das Fluggerät überhaupt die mission erfüllen wird. Wie sieht das nachts mit engem kaum beleuchtetem Landeplatz aus, lässt sich das überhaupt remote steuern oder muss lokal eingegriffen werden. Unterm Strich: Steuermittelabgreifprojekt von 4 Mio
Beitrag vom 25.09.2024 - 15:34 Uhr
Welche Reaktionzeit hat man zur Verfügung, um nach einem Herzstillstand jemand noch mit 40% Wahrscheinlichkeit zur renanimieren?
"Wiederbelebung nach Herzstillstand: Die Chancen werden überschätzt"... nach wenigen Sekunden kommt es zu den ersten dauerhaften Schäden..."
Vgl u. a.:
https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/Wiederbelebung-nach-Herzstillstand-Die-Chancen-werden-ueberschaetzt.html
Den Patienten haben die Drohnenbegeisterten wohl sicherheitshalber nicht im Augen.
Bei starke Unterkühlung kann es auch "Wunder" geben, also volle Wiederherstellung...
Dieser Beitrag wurde am 25.09.2024 15:38 Uhr bearbeitet.Beitrag vom 25.09.2024 - 17:04 Uhr
a propos Ersthelfer:
Das sind ausgebildete Freiwillige. Die gibt es durchaus in großer Zahl, ähnlich wie freiwillige Feuerwehrleute, zum Teil sind es auch solche. Deren aktueller Standort kann ja heutzutage mit Hausmitteln getrackt werden, so daß bei Kenntnis der Unfallkoordinaten der nächsterreichbare Ersthelfer fast vollautomatisch in Marsch gesetzt werden kann.
Man spart da an Personal im Gesundheitswesen und lagert deren Arbeit wohlwollend kommentierend in den Freiwilligenbereich aus - die zahlen dort oft sogar teilweise ihre Ausrüstung selber, weil das Geld nach Abzug der Kosten für die Führungsriegen leider, leider schon fast alle ist.
Beitrag vom 25.09.2024 - 18:54 Uhr
a propos Ersthelfer:
Das sind ausgebildete Freiwillige. Die gibt es durchaus in großer Zahl, ähnlich wie freiwillige Feuerwehrleute, zum Teil sind es auch solche. Deren aktueller Standort kann ja heutzutage mit Hausmitteln getrackt werden, so daß bei Kenntnis der Unfallkoordinaten der nächsterreichbare Ersthelfer fast vollautomatisch in Marsch gesetzt werden kann.
Spannend. Wo haben Sie das alles her?
Man spart da an Personal im Gesundheitswesen und lagert deren Arbeit wohlwollend kommentierend in den Freiwilligenbereich aus - die zahlen dort oft sogar teilweise ihre Ausrüstung selber, weil das Geld nach Abzug der Kosten für die Führungsriegen leider, leider schon fast alle ist.
Hier ist mal was Erhellendes...
https://stiftung.adac.de/app/uploads/2024/06/Potentialanalyse_Ersthelferalarmierungssysteme_ADAC_Stiftung_2024_06.pdf Beitrag vom 25.09.2024 - 22:00 Uhr
Natürlich ist das nur ein politisches Projekt um ein bischen Geld in eine abgehängte Region zu pumpen aber die Idee ist doch gut.
Um die umzusetzen müsste man mit demselben Betrag nur eine Ausschreibung starten und etablierte Drohnenbauer würden sich mit Lösungen welche ca. zwei- bis dreimal so teuer wie ein konventioneller Defi wären bewerben.
Am Ende hätte man so ca. 1000 Drohnen-Defis mit ordentlicher Reichweite so dass man sich weitere Infrastruktur wie Basisstationen usw. sparen kann.
Beitrag vom 25.09.2024 - 22:07 Uhr
Die Idee ist wohl (wie beim normalen Defi halt auch) die Wartezeit mit Herz-Lungen Massage zu überbrücken.
Man könnte diese Drohne(n) natürlich auch mit weiteren Hilfsmittel wie Autoinjektoren für Allergiker usw. beladen.
Beitrag vom 27.09.2024 - 17:26 Uhr
@contrail55
Deren aktueller Standort kann ja heutzutage mit Hausmitteln getrackt werden, so daß bei Kenntnis der Unfallkoordinaten der nächsterreichbare Ersthelfer fast vollautomatisch in Marsch gesetzt werden kann.
Spannend. Wo haben Sie das alles her?
Geotracking von Smartphones ist jetzt nicht so der neueste Schrei, und der automatische Abgleich der Standortdaten mit einer Zielkoordinate liegt schon unter dem Niveau von Jugend forscht.
Smartphones sind Plaudertaschen und Standortauswertungen nicht besonders aufwändig. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht, daß derzeit Bemühungen laufen, die Standortbestimmung durch Schaffung eines hardwarunabhängigen API auf breiter Front weiter zu vereinfachen und preisgünstig anzubieten.