Beitrag vom 23.08.2026 - 08:16 Uhr
Das ist doch schön, das Europa bei diesem wichtigen Thema einmal Vorreiter ist. Kann und sollte man doch positiv sehen!
"Der Verband zieht ein vernichtendes Fazit: "Die e-SAF-Ziele des Vereinigten Königreichs und der EU für 2030 sind nicht nur völlig unrealistisch - sie sind schlichtweg losgelöst von der Realität", erklärte die IATA."
Tja lieber Verband:
vielleicht sollte sich die Industrie, die sie vertreten, auch mal darum kümmern, das die Realität, die Ursachen für die extrem schnell steigenden, katastrophalen Klimaveränderungen (die die Luftfahrt nun einmal mitverursacht), auch durch d_i_e_s_e Industrie selber eingedämmt/ bekämpft wird!?
Beitrag vom 23.08.2026 - 13:12 Uhr
Der vorherige Beitrag macht mir Kopfzerbrechen aufgrund fehlender innerer Logik und seltsamen Satzbaus.
Ich entnehme, dass die Realität bekämpft werden soll??
Ich habe den Eindruck, dass ein hohes Strafmaß für eine unliebsame Verkehrsform verteidigt werden soll.
Dies führt mich zu folgender Frage:
Gibt es eine wissenschaftlich nachvollziehbare Betrachtung darüber, in welchem Verhältnis Kosten und Nutzen bei der Verwendung von SAF stehen?
Es wäre volkswirtschaftlich interessant, den finanziellen Aufwand im Verhältnis zur erwarteten Temperatursenkung zu kennen (z.B. Aufwand in Megaeuro zu Temperaturdifferenz in Milligrad).
Nur auf einer solchen Basis sollten politische Entscheidungen fallen, denn vielleicht wäre das Geld anderenorts besser angelegt...
Beitrag vom 23.08.2026 - 14:10 Uhr
Es wäre volkswirtschaftlich interessant, den finanziellen Aufwand im Verhältnis zur erwarteten Temperatursenkung zu kennen (z.B. Aufwand in Megaeuro zu Temperaturdifferenz in Milligrad).
Nur auf einer solchen Basis sollten politische Entscheidungen fallen, denn vielleicht wäre das Geld anderenorts besser angelegt...
Warum auf genau dieser Metrik?
Und von welcher "Temperatursenkung" sprechen Sie?
Die gesamte Strategie der EU zielt aktuell "nur" auf Klimaneutralität bis 2050 ab, also die weitere Steigerung des in der Atmosphäre enthaltenen CO2 bis 2050 zu beenden.
Erst mal gilt es, die heute noch anhaltende weitere Beschleunigung des CO2-Zuwachses und des Temperaturanstiegs zu bremsen und idealerweise in einen nur noch abgebremsten weiteren Temperaturanstieg zu verwandeln, um der nächsten Generation noch etwas Zeit für Gegenmaßnahmen zu geben.
Beitrag vom 23.08.2026 - 18:13 Uhr
Es wäre volkswirtschaftlich interessant, den finanziellen Aufwand im Verhältnis zur erwarteten Temperatursenkung zu kennen (z.B. Aufwand in Megaeuro zu Temperaturdifferenz in Milligrad).
Nur auf einer solchen Basis sollten politische Entscheidungen fallen, denn vielleicht wäre das Geld anderenorts besser angelegt...
Warum auf genau dieser Metrik?
Und von welcher "Temperatursenkung" sprechen Sie?
Die gesamte Strategie der EU zielt aktuell "nur" auf Klimaneutralität bis 2050 ab, also die weitere Steigerung des in der Atmosphäre enthaltenen CO2 bis 2050 zu beenden.
Erst mal gilt es, die heute noch anhaltende weitere Beschleunigung des CO2-Zuwachses und des Temperaturanstiegs zu bremsen und idealerweise in einen nur noch abgebremsten weiteren Temperaturanstieg zu verwandeln, um der nächsten Generation noch etwas Zeit für Gegenmaßnahmen zu geben.
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Ihre Definition von Klimaneutralität ist einfach grundlegend falsch, es heißt eben nicht, dass "nur" die Steigerung des CO2 Ausstoßes beendet werden soll.
Hier die durch einmal googeln richtige Deutung:
Klimaneutralität bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und deren Aufnahme aus der Atmosphäre herzustellen. Entstehende Emissionen werden dabei entweder komplett vermieden oder durch natürliche sowie technische Speicher (wie Wälder oder Ozeane) ausgeglichen, sodass in der Summe kein zusätzlicher Einfluss auf das globale Klima entsteht.
Beitrag vom 23.08.2026 - 18:20 Uhr
Auch um einmal die Verhältnismäßigkeiten von globalen CO2 Emissionen zu verstehen.
Der CO2 Ausstoß bei der Zementherstellung beträgt 8% aller globalen CO2 Emissionen, der Luftverkehr trägt hierbei 2% bei.
Die mediale Aufmerksamkeit dreht sich ja eher selten um Zementhersteller und deren theoretisches Einsparpotential.
Beitrag vom 23.08.2026 - 19:59 Uhr
Es wäre volkswirtschaftlich interessant, den finanziellen Aufwand im Verhältnis zur erwarteten Temperatursenkung zu kennen (z.B. Aufwand in Megaeuro zu Temperaturdifferenz in Milligrad).
Nur auf einer solchen Basis sollten politische Entscheidungen fallen, denn vielleicht wäre das Geld anderenorts besser angelegt...
Warum auf genau dieser Metrik?
Und von welcher "Temperatursenkung" sprechen Sie?
Die gesamte Strategie der EU zielt aktuell "nur" auf Klimaneutralität bis 2050 ab, also die weitere Steigerung des in der Atmosphäre enthaltenen CO2 bis 2050 zu beenden.
Erst mal gilt es, die heute noch anhaltende weitere Beschleunigung des CO2-Zuwachses und des Temperaturanstiegs zu bremsen und idealerweise in einen nur noch abgebremsten weiteren Temperaturanstieg zu verwandeln, um der nächsten Generation noch etwas Zeit für Gegenmaßnahmen zu geben.
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Ihre Definition von Klimaneutralität ist einfach grundlegend falsch, es heißt eben nicht, dass "nur" die Steigerung des CO2 Ausstoßes beendet werden soll.
Bevor man jemandem vorwirft, etwas falsches geschrieben zu haben, sollte man es vielleicht erst mal lesen und verstehen.
Hier die durch einmal googeln richtige Deutung:
Klimaneutralität bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und deren Aufnahme aus der Atmosphäre herzustellen. Entstehende Emissionen werden dabei entweder komplett vermieden oder durch natürliche sowie technische Speicher (wie Wälder oder Ozeane) ausgeglichen, sodass in der Summe kein zusätzlicher Einfluss auf das globale Klima entsteht.
Richtig.
Und nichts anderes bedeutet es, die weitere Steigerung des in der Atmosphäre enthaltenen CO2 zu beenden. Der zusätzliche Ausstoß von CO2 hält sich mit dem natürlichen Abbau die Waage. Die CO2 ppm nehmen nicht weiter zu.
https://gml.noaa.gov/ccgg/trends/mlo.html
Das "nur" bezog sich darauf, dass dieser Zustand absehbar erst bei 500-600ppm erreicht wird. Stand 1850 waren 270ppm. Aktuell liegen wir bei 430ppm (im Jahres-Mittel).
Ohne weitere Maßnahmen sind wir dann 2050 gem. Definition zwar "klimaneutral" haben aber bis dahin eine Umwelt mit knapp doppelt so hohem CO2 Gehalt geschaffen wie 1850.
Davon sinken erst mal keine Temperaturen, sie nehmen nur nicht noch stärker zu.
Dieser Beitrag wurde am 24.08.2026 09:49 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 23.08.2026 - 20:23 Uhr
Europas Airlines vertanken weltweit am meisten SAF
Na da kann ja VDL mächtig stolz sein. Fehlt nur noch die Studie wie man die dadurch erzeugte marginale CO2 Einsparung für die Klimaänderung ausschließlich in der EU wirksam werden lassen kann.
Beitrag vom 24.08.2026 - 09:48 Uhr
Kommt noch, mit Geld geht alles. Siehe Corona.
???
Beitrag vom 24.08.2026 - 10:07 Uhr
Auch um einmal die Verhältnismäßigkeiten von globalen CO2 Emissionen zu verstehen.
Der CO2 Ausstoß bei der Zementherstellung beträgt 8% aller globalen CO2 Emissionen, der Luftverkehr trägt hierbei 2% bei.
Die mediale Aufmerksamkeit dreht sich ja eher selten um Zementhersteller und deren theoretisches Einsparpotential.
Der Vergleich ist richtig – die Schlussfolgerung daraus aber ziemlich schief. Zement verursacht weltweit grob 7–8 % der CO2-Emissionen, der Luftverkehr rund 2–3 %. Nur: Daraus folgt nicht, dass man über den Luftverkehr nicht reden sollte. Emissionen verschwinden ja nicht dadurch, dass ein anderer Sektor noch mehr verursacht.
Und ja: Zement ist ein riesiges Problem und verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit. Aber "Der andere verursacht mehr" ist kein Argument gegen Klimaschutz, sondern höchstens ein Argument dafür, beides anzugehen. Sonst könnte man die Diskussion gleich komplett einstellen – irgendwer emittiert schließlich immer mehr.
Und: Die Zementindustrie hat ihre CO2-Intensität seit 1990 bereits um 25% gesenkt, die Luftfahrt steht noch am Anfang. Medien fokussieren sich im Übrigen aufs Fliegen, weil es individuell leichter vermeidbar ist und pro Kopf extrem ins Gewicht fällt.
Dieser Beitrag wurde am 24.08.2026 10:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.08.2026 - 10:29 Uhr
Und: Die Zementindustrie hat ihre CO2-Intensität seit 1990 bereits um 25% gesenkt, die Luftfahrt steht noch am Anfang. Medien fokussieren sich im Übrigen aufs Fliegen, weil es individuell leichter vermeidbar ist und pro Kopf extrem ins Gewicht fällt.
Ich glaube das kann man so nicht sagen.
Die Luftfahrt steht noch lange nicht am Anfang eines Prozesses der zur Senkung der CO2 Emissionen führen wird.
Der CO2 Ausstoß der Luftfahrt ist in den letzten 30 Jahren im Gegenteil kontinuierlich gestiegen und wächst weiter.
https://airadvisor.com/en/statistics/airline-fuel-consumption
Während der spezifische Verbrauch (pro Kopf pro 100km) der kommerziellen Luftfahrt seit 1990 um 40% gesenkt wurde, hat sich der Gesamt-Verbrauch an Kerosin knapp verdoppelt. Von ca. 210 Mrd L auf ca 400 Mrd L.
Bis 2040 rechnen die Hersteller mit einer weiteren Verdopplung der weltweiten Flotten, also mit einer weiteren Verdopplung des CO2 Ausstoßes.
Der Luftverkehr macht damit global gesehen die Einsparungen zunichte, die unter hohem Aufwand (uA bei der Zementherstellung ) erreicht werden, während er lediglich in Greenwashing und "Nachhaltigkeits-Marketing" investiert.
Dieser Beitrag wurde am 24.08.2026 13:34 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 24.08.2026 - 11:06 Uhr
Man könnte das natürlich auch als Erfolgsmeldung sehen, statt das negative Framing der Ölindustrie zu übernehmen.
Beitrag vom 24.08.2026 - 13:17 Uhr
Kommt noch, mit Geld geht alles. Siehe Corona.
???
https://jungefreiheit.de/kultur/2026/wie-der-bund-die-forschung-kontrolliert/
Leider fallen viele welche die Wissenschaft nur von außen kennen dann auch darauf rein ...
https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/4/CSU-Politiker-Weber-fuer-freies-Reisen-mit-EU-Impfpass/
OK, hatte ich also richtig befürchtet, dass sich das Forum den nächsten rechten Schwurbler, oder die neue ID eines bereits oft gesperrten eingefangen hat ...
Dieser Beitrag wurde am 24.08.2026 13:20 Uhr bearbeitet.