Beitrag vom 12.01.2025 - 08:54 Uhr
Diese Aussage:
"Ich wünsche mir da schon, dass man bei den Steuern etwas runterfährt und damit wieder wettbewerbsfähiger wird, weil das damit verbundene Wachstum die Steuern allemal wieder reinholt."
ist eine sehr interessante These.
Dazu würde ich sehr gerne mal eine konkrete Rechnung sehen.
Beitrag vom 12.01.2025 - 09:15 Uhr
Irgendwie kann ich das ni ht mehr hören. Einerseits liegt das fehlende Wachstum ja daran, dass viele innerdeutsche Strecken mittlerweile mit der Bahn abgedeckt werden und. Dies in Zukunft hoffentlich auch wieder zuverlässiger. Zwieitens versteh ich nicht, warum der Luftverkehr von der breiten Basis der Steierzahler subventioniert werden soll, siehe gerade die Regionalairports. Und drittens empfinde ich Wachstum im Luftverkehr weder als notwendig noch unter Klimagesichtspunkten als wünschenswert. Außerdem: Mehr Passagiere heißt in der Regel auch weniger Service und Komfort, längere Wartezeiten, vollere Airports, mehr Dtress.
Wozu das alles?
Beitrag vom 12.01.2025 - 10:12 Uhr
"Ryanair steht zum Hahn" - zumindest solange, bis man in Frankfurt wieder gute Konditionen erhält, dann ist man wieder mal weg. Der Flughafen-Chef sollte sich mal überlegen, welche Halbwertzeit diese Aussagen haben.
Beitrag vom 12.01.2025 - 11:04 Uhr
"Ryanair steht zum Hahn" - zumindest solange, bis man in Frankfurt wieder gute Konditionen erhält, dann ist man wieder mal weg. Der Flughafen-Chef sollte sich mal überlegen, welche Halbwertzeit diese Aussagen haben.
Und wenn der Flughafen-Chef zum Ergebnis kommt, dass die Halbwertszeit bei z. B. einem Jahr liegt â?¦ was empfehlen Sie ihn zu tun?
Beitrag vom 12.01.2025 - 11:36 Uhr
Diese Aussage:
"Ich wünsche mir da schon, dass man bei den Steuern etwas runterfährt und damit wieder wettbewerbsfähiger wird, weil das damit verbundene Wachstum die Steuern allemal wieder reinholt."
ist eine sehr interessante These.
Dazu würde ich sehr gerne mal eine konkrete Rechnung sehen.
Die Rechnung könnten Sie natürlich auch selbst aufmachen ;-)
Zahlen dazu gibt es bei der IATA und dem statistischen Bundesamt.
Unter der Annahme, dass ein Wegfall der Luftverkehrssteuer das Flugaufkommen wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde, komme ich überschlagsmäßig auf dadurch 4 Mrd. steuerliche Mehreinnahmen vs Wegfall der 1,5Mrd LVA.
Berücksichtigt wurden dabei steuerliche Einnahmen durch mehr Jobs, höhere Wirtschaftsleistung in der LV Branche, mehr Einnahmen durch Tourismus und sich daraus ergebende Folgeeinnahmen. Für mich könnte die Aussage stimmen.
Bevor Sie das Wie hinterfragen, wenn Sie da auf andere Werte kommen, ist mir das auch recht.
Beitrag vom 12.01.2025 - 12:38 Uhr
Diese Aussage:
"Ich wünsche mir da schon, dass man bei den Steuern etwas runterfährt und damit wieder wettbewerbsfähiger wird, weil das damit verbundene Wachstum die Steuern allemal wieder reinholt."
ist eine sehr interessante These.
Dazu würde ich sehr gerne mal eine konkrete Rechnung sehen.
Die Rechnung könnten Sie natürlich auch selbst aufmachen ;-)
Zahlen dazu gibt es bei der IATA und dem statistischen Bundesamt.
Unter der Annahme, dass ein Wegfall der Luftverkehrssteuer das Flugaufkommen wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde, komme ich überschlagsmäßig auf dadurch 4 Mrd. steuerliche Mehreinnahmen vs Wegfall der 1,5Mrd LVA.
Berücksichtigt wurden dabei steuerliche Einnahmen durch mehr Jobs, höhere Wirtschaftsleistung in der LV Branche, mehr Einnahmen durch Tourismus und sich daraus ergebende Folgeeinnahmen. Für mich könnte die Aussage stimmen.
Bevor Sie das Wie hinterfragen, wenn Sie da auf andere Werte kommen, ist mir das auch recht.
Und wie immer blenden Sie die Folgen für die Umwelt und die dadurch entstehenden Kosten völlig aus.
Beitrag vom 12.01.2025 - 12:49 Uhr
Diese Aussage:
"Ich wünsche mir da schon, dass man bei den Steuern etwas runterfährt und damit wieder wettbewerbsfähiger wird, weil das damit verbundene Wachstum die Steuern allemal wieder reinholt."
ist eine sehr interessante These.
Dazu würde ich sehr gerne mal eine konkrete Rechnung sehen.
Die Rechnung könnten Sie natürlich auch selbst aufmachen ;-)
Zahlen dazu gibt es bei der IATA und dem statistischen Bundesamt.
Unter der Annahme, dass ein Wegfall der Luftverkehrssteuer das Flugaufkommen wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde, komme ich überschlagsmäßig auf dadurch 4 Mrd. steuerliche Mehreinnahmen vs Wegfall der 1,5Mrd LVA.
Berücksichtigt wurden dabei steuerliche Einnahmen durch mehr Jobs, höhere Wirtschaftsleistung in der LV Branche, mehr Einnahmen durch Tourismus und sich daraus ergebende Folgeeinnahmen. Für mich könnte die Aussage stimmen.
Bevor Sie das Wie hinterfragen, wenn Sie da auf andere Werte kommen, ist mir das auch recht.
Und wie immer blenden Sie die Folgen für die Umwelt und die dadurch entstehenden Kosten völlig aus.
Danach hat @JordanPensionär ja auch gar nicht gefragt .... der wollte eine Rechnung sehen, die die These des Airportmanagers konkretisiert.
Beitrag vom 12.01.2025 - 13:05 Uhr
Bisher war es hier eher vernünftig in der Diskussion. Das hat mal wieder nicht lange gehalten. Dabei habe ich doch nur versucht eine Frage zu beantworten, was ja bekanntermaßen nicht jedem hier gelingt.
Dieser Beitrag wurde am 12.01.2025 13:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.01.2025 - 13:10 Uhr
Und wenn der Flughafen-Chef zum Ergebnis kommt, dass die Halbwertszeit bei z. B. einem Jahr liegt â?¦ was empfehlen Sie ihn zu tun?
Sich ein Geschäftsmodell zu suchen, in dem ein solch wechselfreudiger Kunde nicht so eine große Auswirkung hat.
Unter der Annahme, dass ein Wegfall der Luftverkehrssteuer das Flugaufkommen wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde, komme ich überschlagsmäßig auf dadurch 4 Mrd. steuerliche Mehreinnahmen vs Wegfall der 1,5Mrd LVA.
Wenn ich es richtig verstehe, ist es aber auch eine Milchmädchenrechnung. Denn das Wachstum bis zum Stand "heute" und das dadurch verbundene Delta sind nicht mehr so groß wie den mir bekannten Zahlen die sich immer auf das Nach-Corona Niveau betrachtet. Zudem muss man hier auch fairerweise weitere geopolitische Effekte berücksichtigen wie Ukraine/Russland und Naher Osten. Des weiteren hat Corona grundsätzlich eine Ã"nderung des Reiseverhaltens gebracht. Nicht nur mehr Home-Office sondern auch mehr Videokonferenzen im Business Verkehr haben ihr Ã?briges dazu getan. Daher ist die Frage, ob bei Verzicht der Mehreinnahmen überhaupt eine spürbare Mehreinnahme durch mehr Flugreisen zu spüren gewesen wäre.
Beitrag vom 12.01.2025 - 13:26 Uhr
Und wenn der Flughafen-Chef zum Ergebnis kommt, dass die Halbwertszeit bei z. B. einem Jahr liegt â?¦ was empfehlen Sie ihn zu tun?
Sich ein Geschäftsmodell zu suchen, in dem ein solch wechselfreudiger Kunde nicht so eine große Auswirkung hat.
Gute Idee!
Ich vermute, so steht es auch in der Zielvereinbarung seines Arbeitsvertrages. Das scheint aber nicht so einfach zu sein ð???
Beitrag vom 12.01.2025 - 13:32 Uhr
Bisher war es hier eher vernünftig in der Diskussion. Das hat mal wieder nicht lange gehalten. Dabei habe ich doch nur versucht eine Frage zu beantworten, was ja bekanntermaßen nicht jedem hier gelingt.
Klar, rein auf die Steuereinnahmen mag Ihre Rechnung stimmen, wenn man das sehr isoliert betrachtet. Dass aber in der Folge auf den Staat Mehrkosten zukommen, wird ausgeblendet. Und über diese isolierte Sichtweise könnte man diskutieren, wenn man denn wollte,
Beitrag vom 12.01.2025 - 13:40 Uhr
Klar, rein auf die Steuereinnahmen mag Ihre Rechnung stimmen, wenn man das sehr isoliert betrachtet. Dass aber in der Folge auf den Staat Mehrkosten zukommen, wird ausgeblendet. Und über diese isolierte Sichtweise könnte man diskutieren, wenn man denn wollte,
Auf eine isolierte Frage gab es eine isolierte Antwort.
Beitrag vom 12.01.2025 - 15:07 Uhr
Und wenn der Flughafen-Chef zum Ergebnis kommt, dass die Halbwertszeit bei z. B. einem Jahr liegt â?¦ was empfehlen Sie ihn zu tun?
Sich ein Geschäftsmodell zu suchen, in dem ein solch wechselfreudiger Kunde nicht so eine große Auswirkung hat.
Unter der Annahme, dass ein Wegfall der Luftverkehrssteuer das Flugaufkommen wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde, komme ich überschlagsmäßig auf dadurch 4 Mrd. steuerliche Mehreinnahmen vs Wegfall der 1,5Mrd LVA.
Wenn ich es richtig verstehe, ist es aber auch eine Milchmädchenrechnung. Denn das Wachstum bis zum Stand "heute" und das dadurch verbundene Delta sind nicht mehr so groß wie den mir bekannten Zahlen die sich immer auf das Nach-Corona Niveau betrachtet. Zudem muss man hier auch fairerweise weitere geopolitische Effekte berücksichtigen wie Ukraine/Russland und Naher Osten. Des weiteren hat Corona grundsätzlich eine Ã"nderung des Reiseverhaltens gebracht. Nicht nur mehr Home-Office sondern auch mehr Videokonferenzen im Business Verkehr haben ihr Ã?briges dazu getan. Daher ist die Frage, ob bei Verzicht der Mehreinnahmen überhaupt eine spürbare Mehreinnahme durch mehr Flugreisen zu spüren gewesen wäre.
Da haben Sie recht, das sind alles Punkte, die das Reiseverhalten beeinflussen. Wenn man es denn genau rechnen wollte, dann müsste man a. viel tiefer recherchieren und genauere Zahlen nutzen und b. man dürfte als Vergleich nicht 2019 nehmen sondern da wo andere Länder ohne LVA heute stehen. Für die gelten ja auch die "... geopolitische Effekte berücksichtigen wie Ukraine/Russland und Naher Osten. Des weiteren hat Corona grundsätzlich eine Ã"nderung des Reiseverhaltens gebracht. Nicht nur mehr Home-Office sondern auch mehr Videokonferenzen im Business Verkehr haben ihr Ã?briges dazu getan."
Darum ging es mir aber nicht. Ich fand die Frage von @Jordi spannend. Es kommt ja des �fteren reflexartig eine undifferenzierte Haltung zu Aussagen aus dem Hause Ryanair. Das wollte ich nur mal überprüfen. Mehr nicht.
Dieser Beitrag wurde am 12.01.2025 15:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.01.2025 - 15:29 Uhr
Passt für mich.
Beitrag vom 12.01.2025 - 17:11 Uhr
Es kommt ja des Ã?fteren reflexartig eine undifferenzierte Haltung zu Aussagen aus dem Hause Ryanair.
Dabei war das nicht mal eine Aussage von FR sondern von der Geschäftsleitung des Hahn.
Flughafenchef: "Ryanair steht zum Hahn"
Anbieter sagt: Der Kunde steht zu mir.
Der Kunde selbst sagt: Nichts.
Ob das jetzt angesichts des aktuellen Betriebs
https://www.hahn-airport.de/en/passengers-visitiors/flightinformation/departures-arrivals
eher Wunschdenken ist, ob da echte Vereinbarungen zur Ausweitung des Betriebs dahinter stehen, oder ob der Geschäftsführer lediglich die aktuellen Talking Points des ADV ("Steuern runter!") nochmal als PM rausdrücken wollte mag sich jeder selbst beantworten.
Ich wünsche mir da schon, dass man bei den Steuern etwas runterfährt
Jeder Liter kommerziell genutztes Kerosin (0,63�) wird ggü AVGAS (2,19�) mit etwa 1,50� subventioniert bzw. gar nicht erst besteuert.
Der Staat soll den Sprit steuerfrei und damit billig lassen, die Sicherheitskosten senken, die DFS Gebühren für Landungen und �berflüge senken, etc..
Klartext: Der Staat soll doch bitte den Steuerzahler dafür aufkommen lassen.
Und machen dann Airlines und Flughäfen dann mehr Gewinn, wird der oft in Irland oder Malta "versteuert"...