Beitrag vom 21.03.2025 - 07:36 Uhr
Man muss dazu Wissen, dass es ja verschiedene Frachträume gibt im A320/321.
Im Hauptfrachtraum herrschen immer etwas höhere Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Dieser ist beheizt.
Die Temperatur kann vom Cockpit vorgewählt werden und zwar über einen Temperature Selector:
COLD: ca. 5° C
HOT: ce 26° C
MIDDLE POSTITION: 15° C
Mit diversen Zwischenstellungen. So st waren ja auch keine Transporte von lebenden Tieren oder empfindlichen Gütern (Medikamente) möglich.
Besonderheit: der Frachtraum für Bulk Cargo (also ganz hinten, wo immer die letzten Koffer und die der Crew verladen werden) kann bis zu 10° C niedriger sein als dieTemperatur der andern Laderäume.
Und in diesem Frachtraum wird sich der Mitarbeiter wohl auch befunden haben, es ist ja auch der letzte der geschlossen wird und dort muss auch jemand rein um die Koffer zu stapeln.
Aber -25°C erreicht auch der nicht, da dort alle Behälter mit Flüssigkeiten im Gepäck platzen würden.
Beitrag vom 21.03.2025 - 08:57 Uhr
Der Frachtraum im A320Fam wird normal über die Kabinenklimatisierung indirekt mit belüftet/"geheizt".
Optional kann er mit einem eigenen Zugang aus der Klimaanlage zum separaten geregelten Klimatisieren ausgerüster werden. Kommt nicht so häufig vor. LHA hat das z.B. nicht. Wenn dann ist das System meist auch nur für einen der Frachträume verbaut.
Beitrag vom 21.03.2025 - 15:48 Uhr
Aber -25°C erreicht auch der nicht, da dort alle Behälter mit Flüssigkeiten im Gepäck platzen würden.
Es gibt auch weitere Gründe, die deutlich gegen -25°C sprechen. Die Koffer speichern auch Wärme und der Flug ging nur über eine kurze Strecke. Auch ohne Temperaturregelung stellt sich im Frachtraum die mittlere Temperatur zwischen Passagierdeck und Außen ein.
Beitrag vom 23.03.2025 - 20:00 Uhr
Auch ohne Temperaturregelung stellt sich im Frachtraum die mittlere Temperatur zwischen Passagierdeck und Außen ein.
Das war vielleicht bei der JU52 noch so. Heutige Flieger besitzen eine Druckkabine, deren hervorstechendses Merkmal die Abschottung gegen Druckverlust ist. Durch bloße Konvektion kommt da somit gar keine Wärme irgendwohin, wohingegen nicht luftdicht abgeschlossene Bereiche durchaus durchlüftet werden - und auch in relativ niedrigen Reiseflughöhen geht die Temperatur schnell unter den Gefrierpunkt. Und die großflächigen Außenwänder auf der unteren Rumpseite werden selten hochwertig wärmegedämmt sein.
Aber wahrscheinlich hat sich der arme Mensch seine Erfrierungen ja nur eingebildet und sie auch nur virtuell erlitten.
Beitrag vom 24.03.2025 - 17:07 Uhr
Das war vielleicht bei der JU52 noch so. Heutige Flieger besitzen eine Druckkabine, deren hervorstechendses Merkmal die Abschottung gegen Druckverlust ist. Durch bloße Konvektion kommt da somit gar keine Wärme irgendwohin, wohingegen nicht luftdicht abgeschlossene Bereiche durchaus durchlüftet werden
Die Druckkabine beinhaltet den Cargobereich. Konvektion kann man in diesem Fall vernachlässigen, da die kalte Fläche unten ist und die warme oben. Der Boden des Passagierdecks ist einfach warm und diese Wärme wird durch das Material nach unten geleitet. Nach unten wird die Wärme über Strahlung abgegeben. Der Effekt wird von Laien häufig stark vernachlässigt; ist aber der Grund warum man seine Autoscheibe unter freiem Himmel freikratzen muss aber nicht unterm Carport. Der größte Teil eines A320-Frachtraums hat einen doppelten Boden und Wände, was diesen Bereich gegen die Kälte von außen schützt.
Aber wahrscheinlich hat sich der arme Mensch seine Erfrierungen ja nur eingebildet und sie auch nur virtuell erlitten.
Für Erfrierungen werden nur Temperaturen der Haut knapp unter dem Gefrierpunkt benötigt. Dafür reicht ein kurzfristiger Kontakt mit Metall aus. Da muss aber nichts amputiert werden.