Community / / Heikle Evakuierungsflüge aus Tel ...

Beitrag 1 - 14 von 14
Beitrag vom 11.10.2023 - 17:07 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Ja wirklich schade, dass man gezwungen ist vom raketenbeschossenen Flughafen zu starten, denn Israel hat ja keinen nagelneuen Ausweichflughafen mit 3600m Piste in Eilat.
Beitrag vom 11.10.2023 - 18:03 Uhr
Usercontrail55
User (6344 Beiträge)
Ja wirklich schade, dass man gezwungen ist vom raketenbeschossenen Flughafen zu starten, denn Israel hat ja keinen nagelneuen Ausweichflughafen mit 3600m Piste in Eilat.
Das ist die Frage. Täglich tausende von Menschen mit Bussen über 5 Stunden wie auf einem Präsentierteller durch die Pampa zu fahren, um zu einem Flughafen zu kommen? Keiner weiß, ob dann dieser Flughafen nicht auch ein Ziel wäre, ohne Schutzdome. Die werden schon wissen, was sie wie machen.
Beitrag vom 11.10.2023 - 19:24 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Ja wirklich schade, dass man gezwungen ist vom raketenbeschossenen Flughafen zu starten, denn Israel hat ja keinen nagelneuen Ausweichflughafen mit 3600m Piste in Eilat.
Das ist die Frage. Täglich tausende von Menschen mit Bussen über 5 Stunden wie auf einem Präsentierteller durch die Pampa zu fahren, um zu einem Flughafen zu kommen?

Die Straßen sind doch frei und sicher, das Militär steht an den Grenzen zum Gaza-Streifen und Libanon. Problem sind nur eventuelle Raketen aus dem Libanon (also aus den Norden, 100km vom Ben Gurion Flughafen entfernt). Eilat liegt ganz im Süden, ca. 400km von der libanesischen Grenze entfernt. Solange Jordanien und Saudi Arabien nicht eingreifen ist das ~ 300km sicherer.

Der Flughafen ist außerdem extra für Krisenzeiten geplant und hat extra hohe Zäune, Ã?berwachungsysteme und Radar.

"Ã?ber 5 Stunden" braucht man für diese 300km auch nicht zu fahren. Das dauert vielleicht mit den Ã?ffis und 4x Umsteigen so lange, aber ein Direktbus hätte das entsprechend schneller geschafft.

Persönlich würde ich auch 10 Stunden mit nem Bus zu nem Flughafen fahren, der weit von der Front entfernt ist. Das wär es mir wert.
Beitrag vom 11.10.2023 - 19:28 Uhr
UserZH Flyers
-
User (503 Beiträge)
Man muss nur mal auf Flightradar schauen. Es wird dort ganz normal geflogen, Emirates, Turkish, BA. Sogar Inlandsflüge nach Eilat.
Beitrag vom 11.10.2023 - 19:37 Uhr
Usercontrail55
User (6344 Beiträge)
Ja wirklich schade, dass man gezwungen ist vom raketenbeschossenen Flughafen zu starten, denn Israel hat ja keinen nagelneuen Ausweichflughafen mit 3600m Piste in Eilat.
Das ist die Frage. Täglich tausende von Menschen mit Bussen über 5 Stunden wie auf einem Präsentierteller durch die Pampa zu fahren, um zu einem Flughafen zu kommen?

Die Straßen sind doch frei und sicher, das Militär steht an den Grenzen zum Gaza-Streifen und Libanon. Problem sind nur eventuelle Raketen aus dem Libanon (also aus den Norden, 100km vom Ben Gurion Flughafen entfernt). Eilat liegt ganz im Süden, ca. 400km von der libanesischen Grenze entfernt. Solange Jordanien und Saudi Arabien nicht eingreifen ist das ~ 300km sicherer.
Da steckt der Teufel im Detail. Der "schnelle" Weg nach Eilat führt gerade mal 20Km an Gaza vorbei, der längere "sichere" ist da schon länger und nicht als Schnellstraße ausgebaut. Da braucht der PKW laut Google 4,5h
Der Flughafen ist außerdem extra für Krisenzeiten geplant und hat extra hohe Zäune, Ã?berwachungsysteme und Radar.
Na dann.
"Ã?ber 5 Stunden" braucht man für diese 300km auch nicht zu fahren. Das dauert vielleicht mit den Ã?ffis und 4x Umsteigen so lange, aber ein Direktbus hätte das entsprechend schneller geschafft.

Persönlich würde ich auch 10 Stunden mit nem Bus zu nem Flughafen fahren, der weit von der Front entfernt ist. Das wär es mir wert.
Aber man hat ja keine Wahl. Jemand mit Kenntnis hat entschieden, dass alles über TLV geht.
Beitrag vom 11.10.2023 - 21:05 Uhr
UserCHellriegel
User (5 Beiträge)
Ja wirklich schade, dass man gezwungen ist vom raketenbeschossenen Flughafen zu starten, denn Israel hat ja keinen nagelneuen Ausweichflughafen mit 3600m Piste in Eilat.
Das ist die Frage. Täglich tausende von Menschen mit Bussen über 5 Stunden wie auf einem Präsentierteller durch die Pampa zu fahren, um zu einem Flughafen zu kommen?

Die Straßen sind doch frei und sicher, das Militär steht an den Grenzen zum Gaza-Streifen und Libanon. Problem sind nur eventuelle Raketen aus dem Libanon (also aus den Norden, 100km vom Ben Gurion Flughafen entfernt). Eilat liegt ganz im Süden, ca. 400km von der libanesischen Grenze entfernt. Solange Jordanien und Saudi Arabien nicht eingreifen ist das ~ 300km sicherer.

Der Flughafen ist außerdem extra für Krisenzeiten geplant und hat extra hohe Zäune, Ã?berwachungsysteme und Radar.

"Ã?ber 5 Stunden" braucht man für diese 300km auch nicht zu fahren. Das dauert vielleicht mit den Ã?ffis und 4x Umsteigen so lange, aber ein Direktbus hätte das entsprechend schneller geschafft.

Persönlich würde ich auch 10 Stunden mit nem Bus zu nem Flughafen fahren, der weit von der Front entfernt ist. Das wär es mir wert.

Waren Sie in den letzten Tag mal vor Ort? Wahrscheinlich nicht, so wie Sie hier argumentieren, Ich für meinen Fall war bis Sonntagabend mit meiner Familie inkl. Kinder (8, 2) vor Ort und kann Ihnen sagen, dass man eben nicht mal locker flockig quer durchs Land fährt da im Moment noch immer nicht klar ist, ob und wieviele Terroristen sich im Land befinden. Die Behörden empfehlen offiziell die Gebäude nur im Notfall zu verlassen. Lieber nachdenken bevor man solchen Reden schwingt.
Beitrag vom 11.10.2023 - 22:30 Uhr
UserFRAHAM
User (1337 Beiträge)
Deutschland - 80 Mio. Bundestrainer, 80 Mio. Airline-Chefs und 80 Mio. Sicherheitsexperten. So ist das leider mit den Leuten im Internet...
Beitrag vom 11.10.2023 - 22:58 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Waren Sie in den letzten Tag mal vor Ort? Wahrscheinlich nicht, so wie Sie hier argumentieren, Ich für meinen Fall war bis Sonntagabend mit meiner Familie inkl. Kinder (8, 2) vor Ort und kann Ihnen sagen, dass man eben nicht mal locker flockig quer durchs Land fährt da im Moment noch immer nicht klar ist, ob und wieviele Terroristen sich im Land befinden. Die Behörden empfehlen offiziell die Gebäude nur im Notfall zu verlassen. Lieber nachdenken bevor man solchen Reden schwingt.

Das Kompliment gebe ich gerne zurück. Ã?berlegen sie mal, was wahrscheinlicher ist. Im Inland auf einen Terroristen zu treffen, der irgendwie noch übrig geblieben ist, oder auf eine Raketensalve der Hisbollah? Wenn wirklich nötig sein sollte, dann könnte man auch im Militärkonvoi mit Begleitschutz fahren.

Beides sind Unsicherheiten, aber ne Rakete aus dem Libanon ist ungleich wahrscheinlicher und nen Begleitschutz (Raketenabwehr) gegen diese Gefahr hat man nicht an Bord.

In jedem Fall aber herzlichen Glückwunsch, dass sie schnell raus gekommen sind.
Beitrag vom 11.10.2023 - 23:14 Uhr
UserHeinzi
User (570 Beiträge)
Die Frage ist eher mal, warum die Lufthansa Personal und Material zumutet in ein Kriegsgebiet zu fliegen, auch wenn es da freiwillige Helden gibt. Für solche Aktionen wäre aus meiner Sicht die Bundeswehr zuständig. Shuttle nach Zypern und von dort mit der Lufthansa. Andere nationen machen das anscheinend so. Oder die ElAl shuttelt nach Zypern, um Ihren Bürgern die Ausreise zu ermöglichen. Da braucht es keine deutsche Airline, die aus, wie auch immer, geschichtlich verstandener Verantwortung Mitarbeiter gefährdet. Selbst wenn es freiwillige sind.
Auch muss man sich fragen, warum die EASA und andere diesen Luftraum nicht als geschlossen erklären. Bei anderen Staaten passiert das, wenn man am Boden Menschen mit Pfeil und Bogen unterwegs sind. Aber vielleicht muss man sich das auch nicht fragen, weil man es sich denken kann.
Beitrag vom 11.10.2023 - 23:58 Uhr
UserFRAHAM
User (1337 Beiträge)
Auch muss man sich fragen, warum die EASA und andere diesen Luftraum nicht als geschlossen erklären. Bei anderen Staaten passiert das, wenn man am Boden Menschen mit Pfeil und Bogen unterwegs sind. Aber vielleicht muss man sich das auch nicht fragen, weil man es sich denken kann.

Viekkeicht ist das Risiko einfach nicht so hoch, wie wir "Experten" hier vermuten?
Beitrag vom 12.10.2023 - 00:00 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Da steckt der Teufel im Detail. Der "schnelle" Weg nach Eilat führt gerade mal 20Km an Gaza vorbei, der längere "sichere" ist da schon länger und nicht als Schnellstraße ausgebaut. Da braucht der PKW laut Google 4,5h

Ich würde über die Straßen 6 und 31 fahren, vor Beer-Scheva nach Hura und Arad abzweigen, dann an der jordanischen Grenze entlang. Das ist halbwegs sicher. Beer-Scheva ist auch ein Ziel von Raketen.

Aber man hat ja keine Wahl. Jemand mit Kenntnis hat entschieden, dass alles über TLV geht.
Ja, wobei jemand mit Ahnung bei LH, Swiss und Co entschied, die Flüge erstmal ausfallen zu lassen.

Entweder es ist sicher, dann kann man Linie fliegen. Wenn es aber eben nicht sicher ist, dann sollte man nen anderen Flughafen nehmen.

Hier gibt's Live-Maps der Angriffe eines jeden Tages:
 https://israelpalestine.liveuamap.com/en/time/10.10.2023

Oben rechts unter Time kann man die einzelnen Tage auswählen. Da sieht man deutlich, dass das Haupt-Angriffsgebiet an der Küste und im Norden liegt. Tel-Aviv und das Umland hatte gestern 3 Raketen-Alarme ein 4. Angriff wurde zum Glück abgefangen aber nicht vorgewarnt. Ein Alarm bedeutet dabei nicht eine einzelne Rakete, sondern einige Dutzend.

Trotzdem hoben Evakuierungsflüge nach Brasilien, NL, F und ES nach dem vermeintlichen Ende der Salven ab. Kann man mit viel Gottvertrauen natürlich machen...
Beitrag vom 12.10.2023 - 00:10 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Viekkeicht ist das Risiko einfach nicht so hoch, wie wir "Experten" hier vermuten?

Naja, schalte mal das eigene Hirn an. Da fliegen Raketen und Abfangraketen hin und her und bei der Zerstörung gibt's umherfliegende Schrapnell. Das sind die schlichten Fakten.

Würdest Du da in nem startenden Flieger sitzen wollen?

Die Ops Group sieht's genauso und die wundert sich, was das soll:

Ops Group sieht hohes Abschuss-Risiko

â??Den Flugbetreibern wird empfohlen, sicherzustellen, dass eine solide Risikobewertung sowie ein hohes Maß an Notfallplanung für ihren Flugbetrieb vorhanden ist, und auf kurzfristige Anweisungen der israelischen Behörden vorbereitet zu seinâ??, schreibt die Easa.

Sie unterstreicht aber auch ihr Vertrauen in die israelische Luftfahrtbehörde CAA. Es werde davon ausgegangenen, â??dass die Risiken für die Zivilluftfahrt derzeit von den israelischen Behörden wirksam gemanagt werdenÂ", schreibt die europäische Behörde in dem CZIB.

Kritischer sieht das die Luftraumvereinigung Ops Group, in der sich unter anderem Mitglieder von Cockpitcrews und Flugsicherung engagieren. â??Israel ist jetzt ein aktives Kriegsgebiet und wir haben die Warnung zum sicheren Luftraum auf Stufe 1 â?" Nicht fliegen â?" angehoben", schreibt sie am Montagmorgen.
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Ausführlich:  https://www.focus.de/politik/ausland/risiko-dass-passagierflugzeug-opfer-des-kriegs-in-israel-wird-ist-hoch_id_221463737.html

Ich weiss ja nicht, wie die EASA meint, herumfliegenden Raketen und - teile, "managen" zu können.

Im Endeffekt geht es nur darum:
Flughafenschließung wäre Erfolg für Hamas

Und die Blöße will man sich natürlich nicht geben, lieber fliegt man mit Risiko.

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2023 00:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.10.2023 - 15:17 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4552 Beiträge)


Im Endeffekt geht es nur darum:
Flughafenschließung wäre Erfolg für Hamas

Und die Blöße will man sich natürlich nicht geben, lieber fliegt man mit Risiko.

Oder auch nicht: siehe heute Meldung zu angesagten Flügen wegen 'zurückgezogenem Versicherungsschutz'...