Community / / Israel und Indien würdigen Kapitän

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 01.10.2026 - 11:21 Uhr
Usershuttle737
User (239 Beiträge)
Helden gab es wohl einige,auf diesem Flug…
wer hat den Angreifer ueberwaeltigt?
wer hat das Flugzeug sicher gelandet,und kam zusaetzlich auf die Idee,zurueck nach Saudi,nach Tabuk,zu fliegen und hat zusaetzlich noch verhindert,ziemlich sicher,von den Israelis abgeschossen zu werden,was wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert waere…(egal wer zum Schluss die Konrolle hatte)
Ziemlich krasse Geschichte
Beitrag vom 01.10.2026 - 11:31 Uhr
Userbinaerwesen
User (29 Beiträge)
Man muss sich schon ernsthaft fragen, mit welchem flugbetrieblichen Qualitätsanspruch ein Fachmagazin wie aero.de solche Aussagen eines Passagiers völlig ungeprüft als Faktenbericht übernimmt. Die Story, ein Laie habe die Maschine aus einem Mach-0.8-Sturzflug gerettet, weil er TV-Dokumentationen geschaut hat, ist aerodynamisch und prozedural absoluter Unsinn.
Werft einen Blick auf die harten ADS-B-Telemetriedaten des Fluges FZ 1073:
* 05:20:45 UTC: Beginn des abrupten Höhenverlusts aus FL340.
* 05:21:15 UTC: Die 737 MAX stürzt mit Spitzen-Sinkraten von über -28.000 bis -30.000 ft/min gen Boden. Die Bodengeschwindigkeit schnellt im Dichtebereich auf knapp 580 Knoten hoch. Die dynamische Belastung auf die Zelle ist extrem.
* 05:21:48 – 05:21:55 UTC: Im Cockpit werden manuell die Transponder-Codes 7700 und direkt danach 7500 (Hijacking) gesetzt.
* 05:22:05 UTC (Der Pull-Up): Bei ca. 17.000 Fuß schlägt die Vertikalgeschwindigkeit abrupt ins Positive um (+8.000 ft/min).
Das Zeitfenster für den Sturzflug betrug unter 80 Sekunden.
In diesen knapp 80 Sekunden wirken massive Negativ-G-Kräfte auf die Kabine. Niemand rennt in dieser Phase geordnet durch den Gang, bricht eine gepanzerte Tür auf und zerrt jemanden aus dem Sitz.
Dass eine B737 MAX bei knapp 600 Knoten aus -30.000 ft/min abgefangen wird, ist die Folge massiven, physischen Krafteinsatzes am Steuerhorn (Control Column) – geleistet vom im Sitz angeschnallten, schwerverletzten Kapitän, der ums Überleben kämpfte.
Das bloße "Zurückziehen von Hebeln" (Schubhebel) durch einen Laien hätte bei diesem Anstellwinkel und dieser Sinkrate gar nichts bewirkt, sondern die Maschine augenblicklich in einen unkontrollierbaren Strömungsabriss verwickelt. Die spätere Ausmittlung, Trimmung und Kursfunktion nach Tabuk wurde nach der Täterüberwältigung von der an Bord befindlichen Deadhead-Crew (mitreisende flydubai-Piloten) übernommen.
Dass Laien-Passagiere nach einem traumatischen Erlebnis ihre Rolle maßlos überschätzen, ist menschlich verständlich. Dass ein renommiertes Luftfahrtportal wie aero.de dieses Hollywood-Märchen ohne jede physikalische Einordnung oder Distanzierung abdruckt, ist fachlich gelinde gesagt enttäuschend.


Dieser Beitrag wurde am 01.10.2026 11:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2026 - 12:35 Uhr
Userbluedanube
User (564 Beiträge)
Die ganze Story ist, freundlich gesagt, ziemlich mysteriös. Zusammengestoppelt aus mehr oder weniger verifizierbaren Aussagen der unmittelbar Beteiligten. Was sonst kann aero berichten, als was aktuell am Tisch liegt, mit all seinen Widersprüchlichkeiten.
Beitrag vom 01.10.2026 - 14:02 Uhr
Userfollowme
User (110 Beiträge)
na ja, das ist eine typische Agentur- Meldung (dpa) die allzu gerne von den ganz verschiedenen Medien übernommen wird. Egal ob es sich um Tageszeitungen oder Magazine handelt, die Meldung wird unbearbeitet übernommen. Dass es so wie hier nicht gewesen sein dürfte ist klar. Aber man kann durchaus erwarten, dass ein Magazin für Luftfahrt diese Aussagen kritisch hinterfragt. Fest dürfte inzwischen stehen, dass die Cockpittür nicht aufgebrochen werden musste. Viele Medien berichten, dass der verletzte Kapitän dies (noch) tat. Wer das Flugzeug aus dem Sturzflug zurück holte ist zur Zeit aber wohl zumindest in der Öffentlichkeit -also auch in den Medien - vollkommen unklar.
Beitrag vom 01.10.2026 - 14:34 Uhr
UserADie
User (96 Beiträge)
Man muss sich schon ernsthaft fragen, mit welchem flugbetrieblichen Qualitätsanspruch ein Fachmagazin wie aero.de solche Aussagen eines Passagiers völlig ungeprüft als Faktenbericht übernimmt.

Das hat aero.de eigentlich nicht gemacht. Wenn man genau liest, weid man feststellen, dass dieser Artikel nur aus Aussagen verschiedener Personen besteht, die aero.de unkommentiert wiedergegeben hat.

Im Übrigen finde ich auch die Deutung, dass es der Kapitän gewesen sein muss, der trotz schwerer Verletzung die Kraft für eine Zurückziehen der Steuersäule gegen erhebliche Kräfte gehabt haben soll, ziemlich gewagt. Im Artikel ist auch nur von den "Hebeln" die Rede und nicht von Schubhebeln.

Für eine detaillierte Beschreibung des genauen Ablaufs oder Zweifeln an den Aussagen des Passagiers fehlen derzeit noch belastbare Fakten (z.B. die genaue Art der Verletzung des Kapitäns) und deswegen ist die Kritik an aero.de nicht angebracht.


Beitrag vom 01.10.2026 - 15:05 Uhr
Usershuttle737
User (239 Beiträge)
Wenn es was "Gutes" an dieser Geschichte gibt,ist es doch,dass die Beteiligten leben und bald Licht ins Dunkel gebracht wird,was wirklich passiert ist…
Dass eine Menge Muell bei so etwas verbreitet wird zeigen ja die ersten "Bild" Meldungen dazu sehr deutlich…
Sollten die Israelis ihr Standart Protokoll fuer solche Faelle durchgezogen haben,waere die tatsaechliche Story nie ans Tageslicht gekommen
Beitrag vom 01.10.2026 - 16:41 Uhr
UserGB
User (1156 Beiträge)
@binaerwesen
>n diesen knapp 80 Sekunden wirken massive Negativ-G-Kräfte auf die Kabine.

Das ist massiv übertrieben und deshalb Unsinn. Die darauf aufbauende Schlussfolgerung ist somit hinfällig.

Es gibt zwar bestenfalls, wenn überhaupt, eine kurzzeitige negative Beschleunigung beim Einleiten des Sturzflugs, die ist aber weder massiv noch dauert sie auch nur annähernd die 80 Sekunden des Schnellabstiegs. Solch dauerhaft negative g-Werte werden nicht einmal bei den Sturzflügen der Stukas erreicht. Selbst freier Fall bedeutet noch keine negative Beschleunigung. Und solange es keine solche gibt, pflegen die Personen im Mittelgang in Richtung Cockpit zu fallen anstatt dorthin krabbeln zu müssen.

PC-User mit MS-Flugsimulator sollten dies nach Aktivierung der G-Anzeige nachvollziehen können.
Beitrag vom 01.10.2026 - 20:02 Uhr
Usermpilot
User (710 Beiträge)
@binaerwesen
* 05:21:15 UTC: Die 737 MAX stürzt mit Spitzen-Sinkraten von über -28.000 bis -30.000 ft/min gen Boden. Die Bodengeschwindigkeit schnellt im Dichtebereich auf knapp 580 Knoten hoch. Die dynamische Belastung auf die Zelle ist extrem.

Was soll die GS mit der Belastung der Zelle zu tun haben ? Außer den 9,81 sind es drag & lift welche den Flieger belasten. Im worst case spin after stall ist die GS quasi NULL. Oder meinten Sie die senkrechte Komponente in Richtung Boden? Das wäre dann aber die TAS.

Dieser Beitrag wurde am 01.10.2026 20:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2026 - 20:15 Uhr
UserFW 190
User (2384 Beiträge)
Helden gab es wohl einige,auf diesem Flug…
wer hat den Angreifer ueberwaeltigt?
wer hat das Flugzeug sicher gelandet,und kam zusaetzlich auf die Idee,zurueck nach Saudi,nach Tabuk,zu fliegen und hat zusaetzlich noch verhindert,ziemlich sicher,von den Israelis abgeschossen zu werden,was wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert waere…(egal wer zum Schluss die Konrolle hatte)
Ziemlich krasse Geschichte

Bei AV Herald wurde das gestern Abend geschrieben:

"In the evening of Sep 30th 2026 The Aviation Herald received information, that the two pilots travelling as passengers were Flydubai Crew deadheading to Tel Aviv. They landed the aircraft into Tabuk. The assigned captain of the flight was not UAE citizen but citizen of India.
Beitrag vom 02.10.2026 - 13:00 Uhr
UserNeutraleFaser
User (5 Beiträge)
Einen Monat nach 9/11 un bei einem anscheinend streng gläubichen Terroristen von Copilot tippe ich mal auf eine Nachahmungstat.

Ich hoffe das darf man hier noch sagen.