Beitrag vom 17.03.2025 - 15:48 Uhr
Um den geschätzten weltweiten Bedarf im Jahr 2050 zu decken, müssen laut EY 5.000 bis 7.000 zusätzliche Produktionsanlagen gebaut werden.Die genannten 1 bis 1,5 Billionen Dollar (Anmk. für diese Anlagen zu bauen) entsprächen sechs bis zehn Prozent dessen, was derzeit jährlich in die Infrastruktur für Ã?l und Gas investiert werden Die notwendigen Investitionen sind aus Sicht der Experten aber nicht so hoch, wie sie auf den ersten Blick wirken: Die genannten 1 bis 1,5 Billionen Dollar entsprächen sechs bis zehn Prozent dessen, was derzeit jährlich in die Infrastruktur für Ã?l und Gas investiert werde. Aus Sicht der Fluggesellschaften sollte vor allem die Ã?lindustrie diese Investitionen decken.
Mal wieder eine der hochqualifizierten Studien der "Experten" von Ernst&Young. Man kann doch nicht die jährlichen Erhaltungsleistungen für Ã?l und Gas mit den Investitionskosten für SAF als Vergleichsbasis nutzen, mit der Folgerung die Kosten seien ja gar nicht so hoch. Es wird auch nicht hinterfragt woher die Masse Ã?kostrom für künstlich erzeugte E-Fuels kommen soll, geschweige die Begrenztheit der Abfälle für Bio-SAF erwähnt. Stattdessen denkt man über eine Steuer auf Einkünfte aus der SAF-Produktion, sowie über Verwendung der Strafzahlungen für Verstöße gegen den EU-Emissionshandel nach.
Dieser Beitrag wurde am 17.03.2025 15:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.03.2025 - 16:59 Uhr
Nach dieser Recherche eines Umweltmagazins werden rd. 4,3 Billionen US Dollar p.a. in Ã?l und Gas investiert.
https://www.urgewald.org/medien/investing-climate-chaos-2024-43-billionen-us-dollar-fuer-fossile-industrien
Ich habe manchmal den Eindruck, jeder macht sich seine eigene Welt. Aber grundsätzlich wird uns der ganze Klimawandel wirklich einen riesigen Betrag kosten. Ich habe Schätzungen aus der Industrie die für alles von 130 Billionen bis 2050 ausgehen. Damit sind dann aber auch die SAF abgedeckt. Da sind dann die 1 bis 1,5 Bio. p.a. bis 2050 doch nur logisch und im Rahmen.
Beitrag vom 17.03.2025 - 18:48 Uhr
Klimawandel wirklich einen riesigen Betrag kosten. Ich habe Schätzungen aus der Industrie die für alles von 130 Billionen bis 2050 ausgehen
Es ist nur eine Frage der Rotationsgeschwindigkeit der Gelddruckmaschine, die Politik hat längst die Dimension der Million hinter sich gelassen. Es wird nur noch in Mrd. gedacht, neuerdings wie hier dann gleich in Billionen. Ã?brigens bei so einer internationalen Geschichte wie SAF empfiehlt es sich immer zu markieren ob es sich um die US Billion oder die europäische incl. dem Rest der Welt handelt. Man ertappt immer wieder Journalisten welche mangels Kenntnisse das durcheinander schmeißen. Die Angabe der Währung erklärt nicht notwendigerweise die mathematische Potenz und Bezeichnung. Die Industrie ist weitgehend dazu übergegangen alles in 1000er Millionen anzugeben.
Beitrag vom 17.03.2025 - 19:05 Uhr
Schätzungen des Wireguard-Protagonisten EY braucht man erfahrungsgemäß sowieso nicht allzuviel Wertigkeit zurechnen.
Beitrag vom 18.03.2025 - 10:46 Uhr
@mpilot: Ich habe da schon die richtige Dimension angegeben. Mit alles meinte ich aber nicht nur SAF sondern den kompletten Umbau der fossilen auf die erneuerbaren Energien. Anders ausgedrückt: die Studie stellt das auch ins Verhältnis zum Welt Brutto Inlandsprodukt. Davon dann 100 bis 130 % in den Jahren von 2021 bis 2050. Das selbige lag in 2023 bei 106 Billionen. ( USA 27,7; China 17,7; EU 17; DE 4,5 usw.)
Das bedeutet dann allein für DE von 2021 bis 2050 4,5 bis 6 Billionen. Mit Preissteigerung 200 Mrd. p.a. Passt!
Beitrag vom 18.03.2025 - 19:23 Uhr
@mpilot: Ich habe da schon die richtige Dimension angegeben. Mit alles meinte ich aber nicht nur SAF sondern den kompletten Umbau der fossilen auf die erneuerbaren Energien. Anders ausgedrückt: die Studie stellt das auch ins Verhältnis zum Welt Brutto Inlandsprodukt. Davon dann 100 bis 130 % in den Jahren von 2021 bis 2050. Das selbige lag in 2023 bei 106 Billionen. ( USA 27,7; China 17,7; EU 17; DE 4,5 usw.)
@FW190 USA 27,7
das ist ja genau auf das ich hinweisen wollte. Die Weltstudie hantiert mit Billionen des Europäischen Zahlensystems aber in US$ und führt dann natürlich auch USA mit dem Wert dieses Systems an. Das kann dann übern Teich und auch vice versa in der Berichterstattung ganz schön daneben gehen. Ist wohl hier nicht der Fall.