Beitrag vom 22.05.2025 - 07:15 Uhr
Hat doch auch funktioniert. Von den anfangs kolportierten 10 Minuten sind bei genauerer Betrachtung noch 1,5 Minuten übriggeblieben. (Ob man nun 8 Minuten auf einem Kurzstreckenflug auf dem Klo sein muss, ist eine andere Sache.)
Beitrag vom 22.05.2025 - 07:57 Uhr
Mein Gott, was für eie Aufregung um .. ja, was denn eigentlich? Um eine Regelung, die funktioniert hat. Der im Cockpit wurde handlungsunfähig, der von draußen kam rein. Wenn es gerade in dem Moment eine rapid decopression gibt - zehn hoch minus neun!
Die Behördenheinis sollen sich daraus halten, das waren die, die nach 9/11 erst die Piloten und danach die Putzkolonne gefilzt haben. Die können es sowieso nicht.
Beitrag vom 22.05.2025 - 08:01 Uhr
Die Sicherheitskultur in der Luftfahrt ist hoch. Sogar extrem hoch, solange alle Regeln eingehalten und keine Fehler gemacht würden.
Und falls nicht, gibt es dennoch (meistens) sehr gute Aufgangnetze.
Um das zu erreichen (und in strengem Rahmen dennoch verhältnismäßig zu halten), werden ??Wahrscheinlichkeiten??, aber eben keine ??Möglichkeiten?? mitigiert.
Würde man bei letzter ansetzen, dann müssten wir immer voll tanken, dürften keine Fracht transportieren. Wahrscheinlich sogar keine Passagiere.
Eigentlich müsste dafür der Flieger am Boden bleiben.
Bei der EASA sitzen Menschen, die erstes machen. Und das machen sie gut. Die werden sich auch diesen Fall anschauen und vielleicht entsprechende Empfehlungen oder sogar Regelungen erlassen.
Würde man aber jede reißerische Pressemeldung in fachferner Hysterie ausschlachten, würde das die Luftfahrt komplizierter, aber nicht sicherer machen ??wäre er gar nicht erst losgeflogen, wäre das Unglück nicht passiert??
Beitrag vom 22.05.2025 - 08:18 Uhr
Ich fand den Artikel nicht 'reißerisch' und die Diskussion dazu nicht 'hysterisch'.
Ich habe dazu meine Meinung geäußert (nein ich beziehe die hiesigen Beiträge nicht auf mich) und die ist eine andere. Aber wenn die wirkliche Insider (VC und UFO) das nicht für notwendig erachten, dann ist das zu akzeptieren.
Bin gespannt wie die EASA jetzt auf die Meldung der spanischen Behörden reagiert.
Beitrag vom 22.05.2025 - 08:49 Uhr
Mein Gott, was für eie Aufregung um .. ja, was denn eigentlich? Um eine Regelung, die funktioniert hat. Der im Cockpit wurde handlungsunfähig, der von draußen kam rein. Wenn es gerade in dem Moment eine rapid decopression gibt - zehn hoch minus neun!
Die Behördenheinis sollen sich daraus halten, das waren die, die nach 9/11 erst die Piloten und danach die Putzkolonne gefilzt haben. Die können es sowieso nicht.
Aber man kann sich ja schon mal fragen, warum VC und UFO es angeblich "besser wissen" als die Behördenheinis in vielen Ländern bzw. bei vielen Airlines wie z.B. die aus den im Artikel erwähnten USA. Aber klar, die können es sowieso nicht .... im Gegensatz zu VC und UFO, den Spezialisten.
Beitrag vom 22.05.2025 - 09:04 Uhr
Die Sicherheitsarchitektur greift wie geplant, man hat keine Hashtags gefolgt von Wiederaufforstung, der Flieger landet sicher. Und trotzdem wird das thematisiert? Komisch. Der Fall ist doch gerade ein Argument für die bestehenden Verfahren.
sidenote: Papa Lubitz wird sich das genau anschauen. Jemand verliert das Bewusstsein und macht unbewusste Steuereingaben, scheint vorzukommen. Das war ja immer sein Strohhalm
Beitrag vom 22.05.2025 - 09:37 Uhr
Das Thema "Arbeitsbelastung" bei der Cabin Crew lasse ich nicht gelten - sind wir mal ehrlich - wie oft verlaesst das Cockpit auf Cont-Strecken das Cockpit? FRA-MUC und aehnliche Kurzstrecken - eher selten, man kann auch am Boden aufs WC. Dann muss halt auch das die Policy sein - Toilette bitte bevorzugt am Boden.
Gerade die Woche wieder eine laengere Stecke HEL-FRA gehabt - 2:30 in der Luft - klar, beide aus dem Cockpit waren auf dem Klo, so in etwa der Mitte des Fluges, zu dem Zeitpunkt waren drei Flugbegleiter beim Essen in der vorderen Galley (A321) - also absolut kein Problem, wenn eine der Damen fuer 5 min im Cockpit gewesen waere. Der Service war komplett durch, die C war mit 24 Pax recht gross.
Beitrag vom 22.05.2025 - 10:04 Uhr
Arbeitsbelastung ist auch aus meiner Sicht nur vorgeschoben. Wenn man die Flugbegleiter nicht ohnehin aus Sicherheitsgründen braucht, würden viele Airlines diese auch komplett abschaffen.
Ob eine fachunkundige Person etwas verbessern oder verschlechtern kann, das wäre für mich die Frage alles Fragen. Offensichtlich ist hier der FO schon sehr kurz nach dem der Pilot das Cockpit verlassen hat erkrankt. Das ist ja auch per se kein normales Krankheitsbild. Aber angenommen eine Flugbegleiterin wäre im Cockpit gewesen, was hätte sie denn tun sollen? Insbesondere in einem Fall, in dem dann eine abnormale Situation eintreten würde? Ich verweise immer gerne auf den Absturz eines A310 der Aeroflot im Jahre 1994. Da saß auf dem Piloten Sitz dessen 15-jähriger Sohn. Der Copilot saß an seinem Platz aber den Sitz zurückgefahren. Der Pilot hat seinem Sohn das Gefühl geben wollen, er steuere die Maschine und hat den Autopilot eine leichte Kursänderung mitgegeben. Was ist passiert - der Sohn ist überfordert und verreisst die Steuerung, auf Grund der G-Kräfte kommt weder Pilot noch Copilot an die Steuerknüppel. Bis die es geschafft haben, die STeuerung wieder an sich zu nehmen, war der Flug schon derart außerhalb aller Normen, dass sie ihn nicht mehr retten konnten. Fazit für mich - da waren zwei Piloten im Cockpit und die konnten nichts gegen eine falsche und willkürlich Fehlbedienung unternehmen. Was soll eine Stewardess im Zweifel machen.
In diesem Fall hätte sie über Telefon in der Kabine bescheid geben können, dass der Pilot sich beeilen soll und vielleicht die Türentriegelung (sofern damit vertraut, aber das lässt sich schulen) bedienen können. Hätte 2-4 Minuten gespart, in denen aber ohnehin nichts passiert ist. Am Gefahrenpunkt - dem unwillkürlichen Eingreifen - ist "alles" glatt gegangen.
Beitrag vom 22.05.2025 - 10:23 Uhr
Hat doch auch funktioniert. Von den anfangs kolportierten 10 Minuten sind bei genauerer Betrachtung noch 1,5 Minuten übriggeblieben. (Ob man nun 8 Minuten auf einem Kurzstreckenflug auf dem Klo sein muss, ist eine andere Sache.)
Sie sehen das falsch. Es hat vielleicht nur 90 Sekunden gebraucht bis die Tür offen war aber der Flieger ist insgesamt 10 Minuten unkontrolliert geflogen.
Der Flugbegleiter im Cockpit muss im Notfall nicht das Flugzeug fliegen sondern zügig den zweiten Piloten ins Cockpit bringen lassen. Der fliegende Pilot hätte einem Flugbegleiters einfach sagen können: mir ist schlecht. Die Stellungnahmen von UFO und Cockpit sind hier nicht stichhaltig.
Beitrag vom 22.05.2025 - 10:32 Uhr
In diesem Fall hätte sie über Telefon in der Kabine bescheid geben können, dass der Pilot sich beeilen soll und vielleicht die Türentriegelung (sofern damit vertraut, aber das lässt sich schulen) bedienen können. Hätte 2-4 Minuten gespart, in denen aber ohnehin nichts passiert ist.
2-4 Minuten können z. B. im Falle eines Herzinfarkts der Unterschied zwischen Leben und Tod sein??
Beitrag vom 22.05.2025 - 10:39 Uhr
Fachunkundige Personen sollten zumindest wissen, wie man die Tür schneller öffnet. Dazu muss man kein Flugzeug fliegen können.
Alles andere sind vorgeschobene Ausflüchte, die mit einer "Safety first" Einstellung nichts zu tun haben!
Beitrag vom 22.05.2025 - 10:59 Uhr
Aber man kann sich ja schon mal fragen, warum VC und UFO es angeblich "besser wissen" als die Behördenheinis in vielen Ländern bzw. bei vielen Airlines wie z.B. die aus den im Artikel erwähnten USA. Aber klar, die können es sowieso nicht .... im Gegensatz zu VC und UFO, den Spezialisten.
Vielleicht deshalb, weil die Spezialisten der VC und UFO nah an der Praxis sind? Weil sie etwa den halben Monat, oder auch mehr, Flugeinsätze haben und nicht den ganzen Monat vom Schreibtisch aus arbeiten und entscheiden?
Wenn die "Behördenheinis" so nah an der Praxis wären wie die noch nebenbei in den Gewerkschaften engagierten Piloten und Flugbegleiter, dann wäre eine Diskussion, ob eine Single Pilot Operation - die nichts und gar nichts anderes als wirtschaftliche Beweggründe hat - ganz schnell vom Tisch. Aber hier gibt es ja auch so viele Granaten, die von diversen Themen wenig bis nichts verstehen, aber zu allem eine fundierte Meinung haben. Weil man ja Vielflieger etc. ist....
Dieser Beitrag wurde am 22.05.2025 11:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.05.2025 - 11:31 Uhr
Aber man kann sich ja schon mal fragen, warum VC und UFO es angeblich "besser wissen" als die Behördenheinis in vielen Ländern bzw. bei vielen Airlines wie z.B. die aus den im Artikel erwähnten USA. Aber klar, die können es sowieso nicht .... im Gegensatz zu VC und UFO, den Spezialisten.
Vielleicht deshalb, weil die Spezialisten der VC und UFO nah an der Praxis sind? Weil sie etwa den halben Monat, oder auch mehr, Flugeinsätze haben und nicht den ganzen Monat vom Schreibtisch aus arbeiten und entscheiden?
Wenn die "Behördenheinis" so nah an der Praxis wären wie die noch nebenbei in den Gewerkschaften engagierten Piloten und Flugbegleiter, dann wäre eine Diskussion, ob eine Single Pilot Operation - die nichts und gar nichts anderes als wirtschaftliche Beweggründe hat - ganz schnell vom Tisch. Aber hier gibt es ja auch so viele Granaten, die von diversen Themen wenig bis nichts verstehen, aber zu allem eine fundierte Meinung haben. Weil man ja Vielflieger etc. ist....
Danke, das hätte ich nicht besser schreiben können, ????????
Beitrag vom 22.05.2025 - 12:25 Uhr
Hier gibt es eine gute Zusammenfassung des bisher bekannten. Der junge Condorpilot macht sehr sachliche und informative Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=8b8XK9lFDUU
btw: aus dem Video: Von 10.000 Piloten hat einer 4 Jahren ein gesundheitliches Problem (Statistik, oder anders von 40.000 Piloten hat einer im Jahr einen gesundheitlichen Vorfall.) aber nicht jeder Fall tritt gerade dann ein wenn mal der Kollege nicht vorne ist. Wahrscheinlichkeit eher deutlich > 1:100) Wieviel Flüge machen diese 40.000 Piloten pro Jahr? (long range und short range?) Was statistisch gehen viel relevanter ist: Triebwerksausfall.
"Die FAA schätzt, dass etwa alle 375.000 Flugstunden ein Triebwerk ausfällt. Anders ausgedrückt: Alle rund 43 Jahre ununterbrochener Flugzeit kommt es zu einem Triebwerksausfall." Wenn ein Flughafen nah ist, soweit so gut, aber wenn es über dem Atlanitc oder Pazifik ist, ist es schon spannender. Aber es kommt auch zu Ausfällen von 2 Triebwerken und was dann wenn, der Flieger nur 2 hat?
Deshalb hatte der jüngst verstorbene Jürgen Weber in seine CEO Zerit ja auch 4 Strahler befürwortet (ein 2 Strahler fliegt mir nicht über den Teich)
Klar sind die Triebwerke besser geworden aber es ist nur eine Frage der Zeit bis es mal zu einem beidseitigem Ausfall mit total Verlust kommt.
Diese (sehr geringe) Risiko juckt anscheinend niemand, Hauptsache billig fliegen. Oder wie @ minortem oben schreibt die unselige Diskussion über das ein Mann Cockpit.
Es hat doch alles wie vorgesehen funktioniert, nicht passiert, was soll nun die ganze Geschwurbel? Ich kenne Leute mit Flugangst die nie fliegen. Ist konsequent, jeder darf das.
Beitrag vom 22.05.2025 - 12:37 Uhr
Das Leben ist riskant.
Wie bereits geschrieben. Wir können niemals alle Möglichkeiten mitigieren. Es bleibt beim Betrieb eines Flugzeuges/Fahrzeugs/beim Leben ein Restrisiko.
Dieses gilt es im rahmen der permanenten Risikoabwägung gering zu halten.
Nichts anders tun wir jeden Tag.