Community / / "Lufthansa ist die Königin der Betr...

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 30.06.2026 - 06:55 Uhr
Userflydc9
User (895 Beiträge)
Kein Wunder dass die LH Mainline (dort gibt es die meisten noch heute gültigen Uralt-Vereinbarungen aus den 1970ern) nicht besonders gut dasteht. Und ein neuerlicher Arbeitskampf steht daher sicher schon wieder in den Startlöchern.
Beitrag vom 30.06.2026 - 08:50 Uhr
Usertop_pax
User (430 Beiträge)
"Ich hätte versuchen sollen, durch frühzeitige Gespräche die Verhärtung der Situation zu verhindern"

Tja, das hätte er wohl tun sollen!
Beitrag vom 30.06.2026 - 09:23 Uhr
UserScio nescio
User (72 Beiträge)
"Ich hätte versuchen sollen, durch frühzeitige Gespräche die Verhärtung der Situation zu verhindern"

Tja, das hätte er wohl tun sollen!

Bei den betonköpfigen Besitzstandswahrern der VC wäre er damit sicher sehr weit gekommen.
Beitrag vom 30.06.2026 - 09:41 Uhr
Usertop_pax
User (430 Beiträge)
"Ich hätte versuchen sollen, durch frühzeitige Gespräche die Verhärtung der Situation zu verhindern"

Tja, das hätte er wohl tun sollen!

Bei den betonköpfigen Besitzstandswahrern der VC wäre er damit sicher sehr weit gekommen.

Manch einer führt ja gerne Selbstgespräche. Ich denke aber Kley meint tatsächlich Gespräche zwischen den verschiedenen Gruppen, mach einer nennt sowas dann Dialog und genau der ist ausgeblieben.
Ach und LH besteht nicht nur aus Cockpit, aber dass wissen Sie ja bestimmt auch... "Ich weiß, dass ich nicht weiß" ...
Beitrag vom 30.06.2026 - 09:43 Uhr
Userfreightdawg
busfahrer
User (263 Beiträge)
Ja. Das Dickicht an Vereinbarungen ist enorm. Den Überblick haben wahrscheinlich nicht einmal die "Wächter" dieser Vereinbarungen. Die Betroffenen, sprich die Crews, haben den Überblick längst verloren.
Zum Ausmisten dieser Krake nehme ich auch die Arbeitgeberseite in die Pflicht.

Aber bevor der geneigte Forumsneider sich über die VC oder die UFO hermacht - wie sind Betriebsvereinbarungen eigentlich entstanden? Und warum?
Die Vereinbarungen dienen dem Schutz des Angestellten. Ein Goodie für die faulen Crews? Mitnichten.
Die Luftfahrt ist sicherheitssensitiv. Der Schutz geht unmittelbar auf den Passagier, also auch dich vermeintlichen Polterer über.
Die Lufthansa Crew wird dich nicht durch die Nacht übermüdet an ein Langstreckenziel transportieren. Die Crew hat ausreichende Ruhezeiten, die Crew hat festgelegte Reserveregeln.
Woanders sitzt du deine Reserve ab, die Tage werden dir im Nachhinein als "frei" deklariert.

Eine Entwicklung, die zB die deutsche (erstwelt!) Medizin komplett verpasst hat. Hier kommst du nachts nach einem Verkehrsunfall auf den Tisch und wirst mit hoher Sicherheit von einem Arzt operiert, der schon viele Stunden im Dienst ist.

Überleg noch mal kurz, ob du wirklich mit so einer Crew nach Thailand in den Urlaub fliegen möchtest?

Dieser Beitrag wurde am 30.06.2026 09:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.06.2026 - 10:05 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1535 Beiträge)
Dass Betriebsvereinbarungen grundsätzlich dem Schutz der Beschäftigten und damit mittelbar auch der Sicherheit dienen, bestreitet wohl niemand. Daraus folgt aber nicht, dass jede einzelne der mittlerweile unzähligen Vereinbarungen automatisch sinnvoll, zeitgemäß oder unverzichtbar ist.

Genau darin liegt das Problem: Wenn selbst Betriebsräte, Gewerkschaften und Führungskräfte kaum noch den Überblick haben, dann ist das kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis auf ein über Jahre gewachsenes Regelungsdickicht. Komplexität schafft nicht automatisch mehr Sicherheit – manchmal verhindert sie sogar sinnvolle und flexible Lösungen.

Die Argumentation "Wer Betriebsvereinbarungen hinterfragt, gefährdet die Flugsicherheit" ist zudem ein klassisches Totschlagargument. Zwischen "ausreichende Ruhezeiten" und der Existenz hunderter Detailvereinbarungen besteht eben kein Automatismus. Niemand fordert, Crews übermüdet auf die Langstrecke zu schicken. Es geht vielmehr darum, ob wirklich jede historisch entstandene Sonderregelung noch ihren ursprünglichen Zweck erfüllt oder ob manches längst Besitzstandswahrung geworden ist.

Auch der Vergleich mit der Medizin greift zu kurz. Dass es dort ebenfalls Probleme mit Arbeitszeiten gibt, ist kein Beleg dafür, dass bei Lufthansa jede bestehende Betriebsvereinbarung sakrosankt sein muss. Missstände in einer Branche rechtfertigen keine Überregulierung in einer anderen.

Wer ernsthaft behauptet, ohne das heutige Geflecht an Betriebsvereinbarungen würde niemand mehr sicher nach Thailand fliegen, überschätzt den Beitrag bürokratischer Detailregelungen erheblich. Für die Flugsicherheit sorgen in erster Linie gesetzliche Vorschriften, europäische Flugdienstzeitregelungen, behördliche Aufsicht, standardisierte Verfahren und eine ausgeprägte Sicherheitskultur – nicht jede einzelne Betriebsvereinbarung, die sich über Jahrzehnte angesammelt hat.

Deshalb sollte man die Diskussion entemotionalisieren: Sicherheitsrelevante Regelungen gehören selbstverständlich erhalten. Alles andere muss sich aber die Frage gefallen lassen, ob es heute noch einen nachvollziehbaren Nutzen hat oder lediglich deshalb existiert, weil sich über Jahrzehnte niemand an eine Bereinigung herangetraut hat.
Beitrag vom 30.06.2026 - 10:11 Uhr
UserAirbusA339
User (48 Beiträge)
Kein Wunder investiert die Lufthansa überall in der Welt, außer in Deutschland. Sieht man wunderbar im Artikel weiter Oben zu dem neuen Standort der Lufthansa Technik in Portugal. Leider verstehen noch zu wenige Angestellte, dass Gewerkschaften in Deutschland Mitverursacher des wirtschaftlichen Abstiegs Deutschlands sind und keinesfalls Teil der Lösung. Das geht weit über die Luftfahrt hinaus, siehe VW oder die deutsche Stahlindustrie. Ursache des Problems: Politik und Gewerkschaften, gepaart mit unterwürfigen Managern die den ganzen Wahnsinn mitgemacht haben. Deutschland hat sich den Niedergang selbst zuzuschreiben