Beitrag vom 09.02.2026 - 15:08 Uhr
Gut dass die Gewerkschaft sich für ihre Mitglieder hier einsetzt
Beitrag vom 09.02.2026 - 15:17 Uhr
Haha, Verdi geht es doch nur darum, sich weiterhin mit LH gut zu stellen, damit man dort im Konzern die unliebsamen Spartengewerkschaften verdrängen kann.
Dass eine Gewerkschaft einem Konzern unter dem Deckmantel der Mitgliederfürsorge so sehr hinten reinkriecht ist wirklich erbärmlich.
Beitrag vom 09.02.2026 - 16:02 Uhr
Moin,
ein "Frontalangriff"? Geht's nicht noch theatralischer? Über Wieviel % des Luftverkehrs in Deutschland sprechen wir, wenn an STR/BER Emirates landet? Vielleicht 0,25% des Gesamtpassgieraufkommens (207 Mio (Gesamt in D 2025) zu geschätzt 250.000 bei täglich einer T7 jeweils nach STR/BER).
Jetzt möchte ich mal eine Analyse von Verdi sehen, wieviel Arbeitsplätze denn in FRA/MUC wegfallen und wieviel in STR/BER geschaffen werden, da die LH soviel nach Südost-Asien fliegt. Das wird bei der Gesamtanzahl der Mitarbeiter in Deutschland im Promille Bereich liegen.
Liebe Verdi, ihr seid in Sachen Luftfahrt überhaupt nicht wirklich ernst zu nehmen. Ist auch kein Wunder, warum UFO/VC das Runder (wieder) übernehmen, ihr könnt es einfach nicht.
Legt euch wieder hin und lasst Profis ran.
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 09.02.2026 - 16:09 Uhr
Wieso muss sich "die Verdi" laufend zu Themen äußern, die nichts mit ihrer ursprünglichen Aufgabe zu tun haben? Was soll diese Positionierung gegen beispielsweise die Beschäftigten in Stuttgart und Berlin?
Zu Corona-Zeiten war es ganz schlimm, als Verdi sich zu Masken und Impfungen äußerte. Das war damals für mich der Grund auszutreten, obwohl meine Tarifverträge durch Verdi verhandelt wurden.
Beitrag vom 09.02.2026 - 16:31 Uhr
Das meiste zu dem Thema ist ja hier (
https://www.aero.de/forum/Kommentare-zu-aktuellen-Nachrichten/Emirates-setzt-BER-Strecke-durch/) schon gesagt worden. Betont werden sollten aber schon die Wettbewerbsvorteile, die die hoch subventionierte Airlines der Golfstaaten haben. Und da hat Verdi die richtigen Worte gefunden, in dem sie von einem Angriff auf faire(!!) Bedingungen spricht.
@holger79 ... und was hat Corona damit zu tun? Haben Sie da irgendein Trauma erlitten, das behandelt werden sollte?
Beitrag vom 09.02.2026 - 17:17 Uhr
Ja genau, es hat eben nichts mit der Arbeit einer Gewerkschaft zu tun, dementsprechend hat Verdi sich aus allen politischen Themen herauszuhalten, die nicht direkt mit der Verhandlung von Tarifverträgen zu tun hat. Corona war nur mein Beispiel, um herauszustellen, dass die das laufend tun.
Beitrag vom 09.02.2026 - 17:21 Uhr
da die LH soviel nach Südost-Asien fliegt.
Ihnen ist schon bewusst, dass LH dort nicht (mehr) hinfliegt wegen der ME3 + Turkish, die neben ihrer Kostenstruktur auch noch über russischen Luftraum fliegen?!
Beitrag vom 09.02.2026 - 18:04 Uhr
Moin,
ein "Frontalangriff"? Geht's nicht noch theatralischer? Über Wieviel % des Luftverkehrs in Deutschland sprechen wir, wenn an STR/BER Emirates landet? Vielleicht 0,25% des Gesamtpassgieraufkommens (207 Mio (Gesamt in D 2025) zu geschätzt 250.000 bei täglich einer T7 jeweils nach STR/BER).
Jetzt möchte ich mal eine Analyse von Verdi sehen, wieviel Arbeitsplätze denn in FRA/MUC wegfallen und wieviel in STR/BER geschaffen werden,
Warum fragen Sie nicht eher, wie EK auf die griffigen 500 Arbeitsplätze kommt, die durch einen EK Flug nach BER angeblich geschaffen werden?
da die LH soviel nach Südost-Asien fliegt. Das wird bei der Gesamtanzahl der Mitarbeiter in Deutschland im Promille Bereich liegen.
Liebe Verdi, ihr seid in Sachen Luftfahrt überhaupt nicht wirklich ernst zu nehmen. Ist auch kein Wunder, warum UFO/VC das Runder (wieder) übernehmen, ihr könnt es einfach nicht.
Wenn man die Anzahl der an Bord ausgeflaggten Jobs nimmt, da frage ich mich ernsthaft, wie Sie darauf kommen?
Legt euch wieder hin und lasst Profis ran.
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 09.02.2026 - 18:19 Uhr
Was so viele hier, egal ob Privatperson oder Gewerkschaft oder… nicht begreifen wollen: so lange es "unfaire Konkurrenz" ist, wird sich nichts ändern, egal ob EK 4 oder 15 Flughäfen bedienen darf. Wir machen uns unsere Probleme schon selbst, indem wir eine Spirale immer so weit drehen, bis wir selbst darin gefangen sind und dann schreien wir laut "aber die sind schuld!" NEIN - die sind nicht schuld! Niemand zwingt LH, derart schlechtes Service zum doppelten Preis der Konkurrenz zu bieten, niemand zwingt LH, sich Kunden gegenüber in allen erdenklichen Situationen (hatte gerade selber eine mit OS) wie der präpotente Monopolist, dem du danken musst, wenn du sein "Service" nutzen darfst, zu verhalten. Doch es wird alles an Service vernichtet und die Preise unter dem Schutz der Regierungen erhöht - kein Wunder, dass viele nach Wegen suchen, dem zu entkommen. In einem offenen Markt hätte eine LH innerhalb weniger Jahre kein Licht mehr und wäre schneller weg, als man bei Sabena 1,2,3 sagen konnte! Aber nicht, weil die anderen Bösen ja über Russland fliegen dürfen und weil die ja andere Arbeitsbedingungen haben - dieses Thema hatte man IMMER schon mit Airlines von anderen Kontinenten! Sondern weil das einzige, was LH bestehen lässt, das Monopol ist, das sie in vielen Gegenden haben. Würde LH nicht nur schauen, wo man noch da sparen kann und dort Menschen das Geld aus der Tasche ziehen kann, während man so kulant wie eine Mauer ist, wenn man etwas braucht, dann bräuchte LH keine Angst vor einer EK haben und die mittels Regierungshilfe aus ihrem Markt fernhalten. Bietet Service, behandelt eure Passagiere wieder wie Gäste - dann kann eine EK so oft die wollen nach BER & Co. fliegen und ihr werdet eure Maschinen trotzdem füllen.
Dieser ewige Protektionismus auf Kosten der Steuerzahler und am Rücken der Konsumenten geht nicht ewig gut, denn irgendwann braucht man mal was von diesem anderen Land, und dieses möchte dann natürlich eine Gegenleistung (Flugrechte zB), aber da ist die "eigene" LH so runtergegangen, dass sie dann natürlich schreien "nein das geht ja nicht", weil man der Konkurrenz nichts entgegenzusetzen hat und genau weiß, dass man im direkten Vergleich aber sowas von haushoch verliert.
Die Schrauben gehören ganz woanders angesetzt als sich permanent nur auf Protektionismus zu verlassen…
Beitrag vom 09.02.2026 - 18:25 Uhr
Ja genau, es hat eben nichts mit der Arbeit einer Gewerkschaft zu tun, dementsprechend hat Verdi sich aus allen politischen Themen herauszuhalten, die nicht direkt mit der Verhandlung von Tarifverträgen zu tun hat. Corona war nur mein Beispiel, um herauszustellen, dass die das laufend tun.
Ihre These verkennt die Rolle von Gewerkschaften. Gewerkschaftsarbeit beschränkt sich nicht auf das Aushandeln von Tarifverträgen, sondern umfasst die Vertretung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Interessen der Beschäftigten. Politische Entscheidungen – ob zu Arbeitsschutz, Gesundheit, Daseinsvorsorge oder Mitbestimmung – wirken unmittelbar auf Arbeitsbedingungen. Sich dazu zu äußern ist kein "Ausflug in fremde Themen", sondern Kernaufgabe. Wer Gewerkschaften auf reine Tariftechnik reduzieren will, blendet diese Realität aus.
Dieser Beitrag wurde am 09.02.2026 18:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.02.2026 - 18:29 Uhr
Was so viele hier, egal ob Privatperson oder Gewerkschaft oder… nicht begreifen wollen: so lange es "unfaire Konkurrenz" ist, wird sich nichts ändern, egal ob EK 4 oder 15 Flughäfen bedienen darf. Wir machen uns unsere Probleme schon selbst, indem wir eine Spirale immer so weit drehen, bis wir selbst darin gefangen sind und dann schreien wir laut "aber die sind schuld!" NEIN - die sind nicht schuld! Niemand zwingt LH, derart schlechtes Service zum doppelten Preis der Konkurrenz zu bieten, niemand zwingt LH, sich Kunden gegenüber in allen erdenklichen Situationen (hatte gerade selber eine mit OS) wie der präpotente Monopolist, dem du danken musst, wenn du sein "Service" nutzen darfst, zu verhalten. Doch es wird alles an Service vernichtet und die Preise unter dem Schutz der Regierungen erhöht - kein Wunder, dass viele nach Wegen suchen, dem zu entkommen. In einem offenen Markt hätte eine LH innerhalb weniger Jahre kein Licht mehr und wäre schneller weg, als man bei Sabena 1,2,3 sagen konnte! Aber nicht, weil die anderen Bösen ja über Russland fliegen dürfen und weil die ja andere Arbeitsbedingungen haben - dieses Thema hatte man IMMER schon mit Airlines von anderen Kontinenten! Sondern weil das einzige, was LH bestehen lässt, das Monopol ist, das sie in vielen Gegenden haben. Würde LH nicht nur schauen, wo man noch da sparen kann und dort Menschen das Geld aus der Tasche ziehen kann, während man so kulant wie eine Mauer ist, wenn man etwas braucht, dann bräuchte LH keine Angst vor einer EK haben und die mittels Regierungshilfe aus ihrem Markt fernhalten. Bietet Service, behandelt eure Passagiere wieder wie Gäste - dann kann eine EK so oft die wollen nach BER & Co. fliegen und ihr werdet eure Maschinen trotzdem füllen.
Das ist eine bequeme Erzählung, aber sie blendet zentrale Fakten aus. "Offener Markt" klingt hübsch, existiert hier aber schlicht nicht. Wer ernsthaft so tut, als würden alle Airlines unter vergleichbaren Rahmenbedingungen konkurrieren, verwechselt Wunschdenken mit Realität. Unterschiedliche Arbeitsstandards, staatliche Subventionen, politische Einflussnahme und Marktzugänge sind eben keine Randnotizen, sondern der Kern des Problems.
LH auf "schlechtes Service" und "Monopolmentalität" zu reduzieren, ist billig. Servicequalität erklärt weder ruinöse Preismodelle noch Wettbewerber, die systematisch Kosten externalisieren – auf Beschäftigte, Staaten oder Sicherheitsstandards. Das hat nichts mit Kundenfreundlichkeit zu tun, sondern mit Marktverzerrung.
Und dieses ständige "Dann sollen sie halt besser werden" ist genauso naiv: Kein Unternehmen kann dauerhaft gegen Anbieter bestehen, die unter völlig anderen sozialen, rechtlichen und finanziellen Bedingungen operieren. Das ist kein Leistungswettbewerb, das ist ein Abwärtsrennen. Wer das ignoriert, macht es sich einfach – und nennt das dann Realismus.
Beitrag vom 09.02.2026 - 18:50 Uhr
Was so viele hier, egal ob Privatperson oder Gewerkschaft oder… nicht begreifen wollen: so lange es "unfaire Konkurrenz" ist, wird sich nichts ändern, egal ob EK 4 oder 15 Flughäfen bedienen darf. Wir machen uns unsere Probleme schon selbst, indem wir eine Spirale immer so weit drehen, bis wir selbst darin gefangen sind und dann schreien wir laut "aber die sind schuld!" NEIN - die sind nicht schuld! Niemand zwingt LH, derart schlechtes Service zum doppelten Preis der Konkurrenz zu bieten, niemand zwingt LH, sich Kunden gegenüber in allen erdenklichen Situationen (hatte gerade selber eine mit OS) wie der präpotente Monopolist, dem du danken musst, wenn du sein "Service" nutzen darfst, zu verhalten. Doch es wird alles an Service vernichtet und die Preise unter dem Schutz der Regierungen erhöht - kein Wunder, dass viele nach Wegen suchen, dem zu entkommen. In einem offenen Markt hätte eine LH innerhalb weniger Jahre kein Licht mehr und wäre schneller weg, als man bei Sabena 1,2,3 sagen konnte! Aber nicht, weil die anderen Bösen ja über Russland fliegen dürfen und weil die ja andere Arbeitsbedingungen haben - dieses Thema hatte man IMMER schon mit Airlines von anderen Kontinenten! Sondern weil das einzige, was LH bestehen lässt, das Monopol ist, das sie in vielen Gegenden haben. Würde LH nicht nur schauen, wo man noch da sparen kann und dort Menschen das Geld aus der Tasche ziehen kann, während man so kulant wie eine Mauer ist, wenn man etwas braucht, dann bräuchte LH keine Angst vor einer EK haben und die mittels Regierungshilfe aus ihrem Markt fernhalten. Bietet Service, behandelt eure Passagiere wieder wie Gäste - dann kann eine EK so oft die wollen nach BER & Co. fliegen und ihr werdet eure Maschinen trotzdem füllen.
Das ist eine bequeme Erzählung, aber sie blendet zentrale Fakten aus. "Offener Markt" klingt hübsch, existiert hier aber schlicht nicht. Wer ernsthaft so tut, als würden alle Airlines unter vergleichbaren Rahmenbedingungen konkurrieren, verwechselt Wunschdenken mit Realität. Unterschiedliche Arbeitsstandards, staatliche Subventionen, politische Einflussnahme und Marktzugänge sind eben keine Randnotizen, sondern der Kern des Problems.
LH auf "schlechtes Service" und "Monopolmentalität" zu reduzieren, ist billig. Servicequalität erklärt weder ruinöse Preismodelle noch Wettbewerber, die systematisch Kosten externalisieren – auf Beschäftigte, Staaten oder Sicherheitsstandards. Das hat nichts mit Kundenfreundlichkeit zu tun, sondern mit Marktverzerrung.
Und dieses ständige "Dann sollen sie halt besser werden" ist genauso naiv: Kein Unternehmen kann dauerhaft gegen Anbieter bestehen, die unter völlig anderen sozialen, rechtlichen und finanziellen Bedingungen operieren. Das ist kein Leistungswettbewerb, das ist ein Abwärtsrennen. Wer das ignoriert, macht es sich einfach – und nennt das dann Realismus.
Geh bitte, als ob die Luftfahrt hier nicht genauso subventioniert wäre (keine Steuern auf grenzüberschreitende Flüge, Kerosinbesteuerung?, etc etc…) - und TROTZDEM schafft man es nicht!
Noch einmal - wenn man eine Leistung bietet, entscheidet der Kunde, ob er bereit ist, den dafür verlangten Preis zu bezahlen, da ist es dann egal, ob Konkurrenz mit anderen Bedingungen existiert. Fehler und Schuld immer bei anderen suchen, während man sich selbst belügt und schönredet und nur noch deswegen existiert, weil Konkurrenz politisch ausgesperrt wird! Chinesische Airlines fliegen über Russland, teilweise deutlich günstiger im Verkauf als LH - und trotzdem gibt es so einige Strecken, die LH in Asien dennoch bedient und sogar Geld damit verdient. Man stelle sich einmal vor, LH würde ihr Servicelevel heben, das bewerben und so manches Argument auch werbewirksam erwähnen (wer zwingt LH nicht zu bewerben, dass sie nicht über Russland fliegen bspw.)….
Noch einmal, der Preis spielt für viele eine Rolle, keine Frage, aber damit fülle ich das hintere Drittel des Flugzeugs, die vorderen beiden Drittel sollten mit Business, Premium Eco (hier der freie Mittelsitz ist okay) gefüllt werden, dann verdient man auch ordentlich Kohle damit. Seht mal in die USA, wenn du dort ein "light"-Ticket hast landest du im hinteren Drittel des Flugzeugs, alles davor Economy Plus, Premium Economy und First! Da bekommst du aber auch Service, egal in welcher Klasse, wenn du es mal brauchst. Es entstehen LH absolut NULL Kosten, wenn sie dich bei einem verpassten Flieger auf den nächsten umbuchen und sagen "gern geschehen, wir hoffen, wir konnten Ihnen damit helfen", statt einen der überbuchten auf deinen Platz zu setzen und dir zu erklären, dass dein Ticket nun leider verfallen ist, du dir aber gerne für 1.500€ am nächsten Flug heute Abend ein Ticket kaufen kannst. Dass so jemand nicht wieder kommt, versteht sich von selbst. Und auch in der Business - da noch extra Geld für einen Sitzplatz zusätzlich zum Business-Ticket zu verlangen, damit du dann aber aus "operativen Gründen" erst drei Reihen nach hinten verschoben wirst und keinerlei Ansprüche hast… Sorry, aber wenn ich so agiere, würde ich mich auch fürchten vor allen Konkurrenten und laut schreien, dass meine Protektions-Regierung mich schützen und mein Monopol aufrecht erhalten soll, denn das Monopol ist für viele eben der einzige Grund, überhaupt noch zu buchen…
Beitrag vom 09.02.2026 - 19:26 Uhr
Geh bitte, als ob die Luftfahrt hier nicht genauso subventioniert wäre (keine Steuern auf grenzüberschreitende Flüge, Kerosinbesteuerung?, etc etc…) - und TROTZDEM schafft man es nicht!
Noch einmal - wenn man eine Leistung bietet, entscheidet der Kunde, ob er bereit ist, den dafür verlangten Preis zu bezahlen, da ist es dann egal, ob Konkurrenz mit anderen Bedingungen existiert. Fehler und Schuld immer bei anderen suchen, während man sich selbst belügt und schönredet und nur noch deswegen existiert, weil Konkurrenz politisch ausgesperrt wird! Chinesische Airlines fliegen über Russland, teilweise deutlich günstiger im Verkauf als LH - und trotzdem gibt es so einige Strecken, die LH in Asien dennoch bedient und sogar Geld damit verdient. Man stelle sich einmal vor, LH würde ihr Servicelevel heben, das bewerben und so manches Argument auch werbewirksam erwähnen (wer zwingt LH nicht zu bewerben, dass sie nicht über Russland fliegen bspw.)….
Noch einmal, der Preis spielt für viele eine Rolle, keine Frage, aber damit fülle ich das hintere Drittel des Flugzeugs, die vorderen beiden Drittel sollten mit Business, Premium Eco (hier der freie Mittelsitz ist okay) gefüllt werden, dann verdient man auch ordentlich Kohle damit. Seht mal in die USA, wenn du dort ein "light"-Ticket hast landest du im hinteren Drittel des Flugzeugs, alles davor Economy Plus, Premium Economy und First! Da bekommst du aber auch Service, egal in welcher Klasse, wenn du es mal brauchst. Es entstehen LH absolut NULL Kosten, wenn sie dich bei einem verpassten Flieger auf den nächsten umbuchen und sagen "gern geschehen, wir hoffen, wir konnten Ihnen damit helfen", statt einen der überbuchten auf deinen Platz zu setzen und dir zu erklären, dass dein Ticket nun leider verfallen ist, du dir aber gerne für 1.500€ am nächsten Flug heute Abend ein Ticket kaufen kannst. Dass so jemand nicht wieder kommt, versteht sich von selbst. Und auch in der Business - da noch extra Geld für einen Sitzplatz zusätzlich zum Business-Ticket zu verlangen, damit du dann aber aus "operativen Gründen" erst drei Reihen nach hinten verschoben wirst und keinerlei Ansprüche hast… Sorry, aber wenn ich so agiere, würde ich mich auch fürchten vor allen Konkurrenten und laut schreien, dass meine Protektions-Regierung mich schützen und mein Monopol aufrecht erhalten soll, denn das Monopol ist für viele eben der einzige Grund, überhaupt noch zu buchen…
Geh bitte – genau diese Gleichsetzung ist der Denkfehler. Ja, die europäische Luftfahrt profitiert von einzelnen steuerlichen Sonderregeln (keine Mehrwertsteuer auf internationale Tickets, historisch fehlende Kerosinsteuer). Aber daraus eine "vergleichbare Subventionierung" wie bei ME-Airlines zu basteln, ist schlicht falsch.
Europäische Airlines müssen kommerziell überleben:
– sie finanzieren ihre Flotten am Kapitalmarkt,
– sie zahlen marktübliche Zinsen,
– sie schreiben Verluste ab oder gehen pleite (Air Berlin, Monarch, Alitalia, Thomas Cook etc.),
– und sie stehen unter EU-Beihilferecht, das staatliche Dauerfinanzierung explizit verbietet.
Bei den ME-Carriern reden wir dagegen von direktem staatlichem Kapital, von nicht marktkonformen Krediten, von Übernahme operativer Verluste, von staatlich finanzierter Infrastruktur, von Arbeitsrecht außerhalb jeder Vergleichbarkeit – und ja, von einem Eigentümer, der nicht fragt, ob sich eine Langstrecke rechnet, sondern ob sie geopolitisch oder strategisch nützlich ist. Das ist keine Meinung, das ist seit Jahren dokumentierter Streitstoff in WTO-, EU- und US-Verfahren.
Und zum Thema "fairer Wettbewerb":
Fairer Wettbewerb heißt gleiche Spielregeln, nicht "der Kunde entscheidet schon". Der Kunde entscheidet innerhalb eines Rahmens – und wenn ein Wettbewerber dauerhaft Preise anbieten kann, die betriebswirtschaftlich nur mit Staatsgeld funktionieren, dann ist das kein Markt, sondern Quersubventionierung mit Flagge drauf.
Ihr eigenes Beispiel mit China zeigt das doch perfekt:
Ja, chinesische Airlines dürfen über Russland fliegen. Trotzdem kann LH auf einzelnen Asienrouten Geld verdienen – weil dort Nachfrage, Premium-Traffic und Firmenverträge existieren. Genau das widerlegt ja nicht LHs Punkt, sondern bestätigt ihn: Dort, wo Rahmenbedingungen halbwegs vergleichbar sind, funktioniert Wettbewerb. Dort, wo sie es nicht sind, wird er verzerrt.
Was LH (und andere europäische Airlines) intern alles falsch machen – Service, Kommunikation, Kulanz, Sitzplatzlogik, Upselling-Gier – da bin ich völlig bei Ihnen. Das ist Managementversagen, kein Naturgesetz. Aber daraus abzuleiten, dass staatlich gestützte Wettbewerber "einfach besser" seien und Protektionismus der einzige Überlebensgrund Europas ist, ist eine bequeme, aber falsche Verkürzung.
Man kann LH für Service, Arroganz und Selbstzufriedenheit zerreißen – völlig zu Recht.
Man kann aber nicht gleichzeitig so tun, als würde sie im gleichen ökonomischen System spielen wie Airlines, deren Eigentümer im Zweifel einfach den Geldhahn aufdreht. Das ist keine Marktwirtschaft, das ist Luftfahrt mit Staatsgarantie.
Dieser Beitrag wurde am 09.02.2026 19:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.02.2026 - 21:26 Uhr
1) Europa hat entschieden, Überflüge über Russland ins Verbotene zu ziehen (ich sage hier nicht, dass das falsch ist!), sich dann im Nachhinein aber herzustellen und die Schuld den bösen, privilegierten, Russland überfliegenden Airlines zu geben ist dann aber einfach eine Ausrede, sonst gar nichts. Dann muss ich halt umso mehr mit dem Servicegedanken punkten, um das auszugleichen und nicht weiter alles schlechter machen und dann mit dem Finger auf andere zu zeigen, so quasi "die sind alle schuld und nicht wir weil es ist alles so unfair".
2) Die chinesischen, … Airlines können absolut nichts dafür, dass LH diesen "Nachteil" hat, sollen aber (wenn es nach so manchen hier geht) per Gesetz dazu gezwungen werden, sich den Bedingungen der hiesigen Airlines anzupassen. Das ist ganz genauso eine Art "Subvention" und Schaffung von Wettbewerbsvorteilen für die eigene LH, wie sie so manche Aktion in anderen Ländern ist.
3) Wenn Europa es nicht hinbekommt, eine Umgebung zu schaffen, die für hier tätige Unternehmen attraktiv ist und einen Wettbewerb mit anderen erlaubt, dann wäre es vielleicht einmal angebracht, sich die eigenen Verhältnisse anzuschauen, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen, nur weil die es sich erlauben, nicht nach den Standards zu leben und zu verfahren, die wir hier für richtig halten. Wir müssen nicht der Welt unsere Lebensansicht aufzwingen! Wir tun seit Jahrzehnten NICHTS, um unsere Energiepreise, Standortkosten etc. im Rahmen zu halten, nicht erst seit dem Thema Ukraine, und wundern uns ernsthaft, dass die Umgebung regelrecht feindlich wird für Unternehmen und manche an anderen Orten florieren, während wir hier nur damit beschäftigt sind, weiter zu regulieren?
4) Eine LH ist seit 100 Jahren international tätig, es war immer schon so, dass die Standards und Standortkosten in anderen Teilen der Erde anders waren. Das ist nichts Neues! Das wird aber jetzt als Ausrede für das eigene Versagen hergenommen, da man es versäumt hat, sein Produkt an den aktuellen Markt anzupassen. Was möchte ich sein? Welche Zielgruppe spreche ich an? Machen wir mal das 55. AOC auf, probieren wir irgendeine andere -Wings oder -Line, um wieder denen auf die Zehen zu steigen, die täglich dafür sorgen sollen, dass ich weiter Firmenverträge erhalte und Kunden wiederkommen. Wenn ich alle Zielgruppen ansprechen möchte, dann kann ich in den Mainlines Business, Premium Eco, Eco Plus und Eco light anbieten, aber ohne meine Service-Identität zu verlieren, denn selbst die Eco-light wird noch immer das Doppelte dessen kosten, was ein LCC verlangt, da brauche ich Argumente FÜR den Kunden, warum er MICH buchen möchte, und nicht nur Fingerzeig wie unfair das ist, dass er bei anderen buchen kann.
Aber statt sich darauf zu besinnen, was dem Kunden wirklich wichtig ist und dazu führt, dass ein Premiumpreis bezahlt wird, fixiert man sich lieber darauf, die eigene Arroganz allen aufs Auge zu drücken, man muss "Member of Lufthansa Group" groß auf OS und LX-Flieger schreiben, die sollen alle wissen, dass das eigentlich die große, mächtige und so tolle ("Schau, das gehört auch mir") DEUTSCHE LUFTHANSA ist. Das ist wichtiger, als manchen die nationale Identität zu lassen, was auch für viele ein Grund ist, die nationale Fluglinie zu buchen und dafür mehr zu bezahlen. Niemand würde OS oder LX nicht buchen, weil nicht groß "Member of Lufthansa Group" drauf steht, aber so einige verlieren ein Argument, beim nächsten Mal nicht doch die billigere Konkurrenz zu wählen. So hat man sein eigenes Bedürfnis nach Größenwahn und Arroganz erfüllt und pfeift dabei auf die Kunden, für die das ein Argument wäre… hat man ja nicht nötig, die Bedürfnisse der Kunden über die einiger "Köpfe" (intern) zu stellen. Und wenn dann die Ergebnisse schwächer werden, sind die chinesischen Airlines schuld, weil die dürfen über Russland fliegen, und die ME3/4 sind so subventioniert und das ist sowieso alles unfair; aber dass man selbst eine falsche Entscheidung nach der anderen trifft und es sooo viele Punkte gäbe, wo man Kunden gewinnt und bindet - nö, wo kämen wir da hin, wir sind ja viel zu perfekt als dass wir uns da Fehler eingestehen würden. Da ist es leichter, die Politik und Gewerkschaften vorzuschicken um so zu versuchen, mein Monopol zu verteidigen, sprich das Letzte, was mir noch bleibt, um trotz allem meine Premiumtarife absetzen zu können.
Beitrag vom 09.02.2026 - 22:15 Uhr
@lowwkjax: Diese Argumentation ist vor allem eines: bequem. Sie tut so, als wäre Europa ein masochistisches Regulierungsmonster, das aus purer Lust am Scheitern seine eigenen Unternehmen sabotiert – und blendet dabei die Realität konsequent aus.
Erstens: Das Überflugverbot über Russland ist kein betriebswirtschaftlicher Fehlgriff, sondern eine politische Konsequenz eines Angriffskrieges. Wer das zur reinen Management- oder Servicefrage umdeutet, macht es sich billig. Man kann nicht ernsthaft fordern, dass europäische Airlines die Folgen geopolitischer Entscheidungen einfach "wegservicen", während andere Staaten sich elegant aus jeder Verantwortung stehlen. Wettbewerb ohne gleiche politische Rahmenbedingungen ist kein fairer Markt, sondern Rosinenpickerei.
Zweitens: Natürlich können chinesische Airlines "nichts dafür". Aber das ist ein Scheinargument. Wettbewerbspolitik fragt nicht nach Schuld, sondern nach Wirkung. Wenn staatlich gestützte Airlines unter völlig anderen Kosten-, Transparenz- und Rechtsbedingungen agieren dürfen, dann ist es legitim – ja notwendig –, das zu adressieren. Das als "Subvention für LH" zu framen, ist reine Verdrehung: Es geht um Mindestfairness, nicht um Protektionismus aus Nostalgie.
Drittens: Dieses ewige "Europa ist selbst schuld"-Narrativ ignoriert, dass hohe Standards kein Selbstzweck sind, sondern Ergebnis gesellschaftlicher Entscheidungen. Arbeitsschutz, Umweltauflagen, Energiepreise – das alles sind keine Betriebsunfälle, sondern politische Werte. Wer ernsthaft fordert, Europa solle sich an Staaten orientieren, die diese Standards bewusst nicht haben, sagt im Kern: Runter mit den Ansprüchen, Hauptsache billig. Das ist keine Analyse, das ist Kapitulation.
Viertens: Die Kritik an LH als angeblich lernunfähigem, arrogantem Dinosaurier ist emotional befriedigend, aber analytisch dünn. Ja, es gab strategische Fehlentscheidungen – wie bei jeder großen Airline weltweit. Aber zu behaupten, man könne den strukturellen Kostennachteil eines europäischen Netzwerkcarriers allein durch "bessere Identität" und ein bisschen Markenbesinnung ausgleichen, ist romantischer Unsinn. Premium verkauft sich nicht im luftleeren Raum, sondern braucht einen Markt, der nicht systematisch verzerrt ist.
Und dieses Gerede vom "Größenwahn" wegen "Member of Lufthansa Group" ist Symbolkritik statt Substanz. Kein Kunde bucht oder meidet OS oder LX wegen eines Logos. Kunden gehen, wenn Verbindungen wegfallen, Preise explodieren oder politische Rahmenbedingungen den Betrieb strangulieren. Das Problem sitzt nicht auf dem Rumpf, sondern im globalen System.
Am Ende bleibt von dieser Tirade vor allem eins übrig: viel Fingerzeig nach innen, null Antwort auf die eigentliche Frage. Nämlich wie europäische Airlines unter real existierenden geopolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen überleben sollen, ohne ihre Standards, ihre Arbeitnehmer und ihre Werte gleich mit zu entsorgen.
Alles andere ist bequemes Airline-Bashing mit Stammtisch-Appeal – laut, selbstgerecht und erstaunlich folgenlos.