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Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 30.01.2025 - 10:43 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4153 Beiträge)
Es ist einfach nur schrecklich und allen Angehörigen, Beteiligten, Mitarbeitern viel Kraft!

Wenn ich lese:

""PAT 25, haben Sie die CRJ in Sicht", versichert sich der Tower bei den Helikopter-Piloten. "Fliegen Sie hinter der CRJ vorbei, visuelle Separierung.""

Er hat sich 'versichert'!?
Gab es auch eine Antwort vom Helikopter?

Sollte es nicht klar und deutlich heißen:

'PAT 25, sie befinden sich auf Kollisionskurs mit einer CRJ im Landeanflug - SOFORT Kurs ändern auf Kurs ... !!!' (sorry bin Laie, sicher gibt es für solche Situationen klare, eindeutige Sprachregelungen).

Oder traue sich das der Lotse nicht, da es ein Militär- Helikopter war?

Beitrag vom 30.01.2025 - 11:49 Uhr
Userbuslover
Pensionär
User (234 Beiträge)
Wenn man CNN liest, so hat PAT 25 nach der Anweisung hinter der CRJ zu fliegen gesendet "PAT 25, Flugzeug in Sicht, erbitte visuelle Separierung". 13 Sekunden später höre man auf dem Recorder die vermutlichen Reaktionen des Towers beim Anblick des Zusammenstoßes.

Ein Night Visual ist immer problematisch, nun sieht man die Reaktion einer LH Crew in SFO, keinen zu akzeptieren und statt dessen eine Ausweichlandung in OAK vorzunehmen, als verständlich an.
Beitrag vom 30.01.2025 - 11:52 Uhr
UserMHalblaub
User (1296 Beiträge)
""PAT 25, haben Sie die CRJ in Sicht", versichert sich der Tower bei den Helikopter-Piloten. "Fliegen Sie hinter der CRJ vorbei, visuelle Separierung.""

Er hat sich 'versichert'!?
Gab es auch eine Antwort vom Helikopter?

Das Problem war wohl, dass vor Flug JIA5342 mit einer CRJ der Flug JIA5307 mit einer CRJ gelandet ist. Der Hubschrauberpilot ist wohl hinter der falschen CRJ reingeflogen. Die Flugzeuge hatten einen Abstand von ca. 40 Sekunden.

 https://www.flightradar24.com/2025-01-30/01:46/20x/JIA5307/38ecdf44

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2025 11:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.01.2025 - 12:01 Uhr
User234778
User (87 Beiträge)
Wenn man CNN liest, so hat PAT 25 nach der Anweisung hinter der CRJ zu fliegen gesendet "PAT 25, Flugzeug in Sicht, erbitte visuelle Separierung". 13 Sekunden später höre man auf dem Recorder die vermutlichen Reaktionen des Towers beim Anblick des Zusammenstoßes.

Ein Night Visual ist immer problematisch, nun sieht man die Reaktion einer LH Crew in SFO, keinen zu akzeptieren und statt dessen eine Ausweichlandung in OAK vorzunehmen, als verständlich an.

Auch hier nochmal â?¦es geht nicht um einen visual Approach bei Nacht sondern um die Visual Separation bei Nacht.
Beitrag vom 30.01.2025 - 12:21 Uhr
UserKosmopolit
User (585 Beiträge)
""PAT 25, haben Sie die CRJ in Sicht", versichert sich der Tower bei den Helikopter-Piloten. "Fliegen Sie hinter der CRJ vorbei, visuelle Separierung.""

Er hat sich 'versichert'!?
Gab es auch eine Antwort vom Helikopter?

Das Problem war wohl, dass vor Flug JIA5342 mit einer CRJ der Flug JIA5307 mit einer CRJ gelandet ist. Der Hubschrauberpilot ist wohl hinter der falschen CRJ reingeflogen. Die Flugzeuge hatten einen Abstand von ca. 40 Sekunden.

 https://www.flightradar24.com/2025-01-30/01:46/20x/JIA5307/38ecdf44

Wenn die Kommunikation wie zitiert gelaufen ist, natürlich maximal bitter.
Heli Pilot sieht eine CRJ von American Eagle und reiht sich hinter der ein, nach der Aussage nicht im Wissen das eigentlich die weiter hinten anfliegende CRJ gemeint ist.

Die LH hat da einen guten Grund diese visual separtion bei Nacht nicht zu erlauben, ist doch verdammt schwer so einen Unterschied auszumachen.
Beitrag vom 30.01.2025 - 12:39 Uhr
Userfreightdawg
busfahrer
User (262 Beiträge)

Auch hier nochmal â?¦es geht nicht um einen visual Approach bei Nacht sondern um die Visual Separation bei Nacht.

Ich sehe ein Problem durchaus in der Unsitte in den USA, dem Piloten die Separation aufs Auge zu drücken. Bei entsprechend hoher Verkehrsdichte ist der �bergang vom Visual Approach zur -Separation fliessend. Sobald die Freigabe für einen Sichtanflug ausgesprochen ist, liegt die Verantwortung der Staffelung beim Piloten.
Bei einem nächtlichen Anflug auf einen Flughafen inmitten oder in unmittelbarer Nähe einer Großstadt schaust du in ein leuchtendes und blinkendes Lichtermeer. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dabei das Beacon Light (und mehr ist es im Zweifel nicht) eines anderen Flugzeugs nicht als solches wahrnimmst, ist durchaus hoch.
Beitrag vom 30.01.2025 - 13:28 Uhr
Usernighthawk
EDDF
User (376 Beiträge)
Einem Piloten bei Nacht Separation-Anweisungen auf Basis des Flugzeugtyps zu geben, ist schon maximal fahrlässig.
Beitrag vom 30.01.2025 - 16:32 Uhr
UserNicci72
User (785 Beiträge)
""PAT 25, haben Sie die CRJ in Sicht", versichert sich der Tower bei den Helikopter-Piloten. "Fliegen Sie hinter der CRJ vorbei, visuelle Separierung.""

Er hat sich 'versichert'!?
Gab es auch eine Antwort vom Helikopter?

Das Problem war wohl, dass vor Flug JIA5342 mit einer CRJ der Flug JIA5307 mit einer CRJ gelandet ist. Der Hubschrauberpilot ist wohl hinter der falschen CRJ reingeflogen. Die Flugzeuge hatten einen Abstand von ca. 40 Sekunden.

Das könnte gut möglich sein. Die grundsätzliche Frage stellt sich allerdings generell in Bezug auf die Sicherheit visueller Flug-Operationen bei Nacht in derart dicht beflogenen Lufträumen. Da kann dann leider leicht ein Irrtum oder ein Missverständnis mit tödlichen Folgen passieren.

Ich habe angesichts dieses Ereignisses ebenfalls an den LH-Flug nach SFO denken müssen und dass die LH-Piloten lieber nach Oakland ausgewichen sind.

 https://www.flightradar24.com/2025-01-30/01:46/20x/JIA5307/38ecdf44
Beitrag vom 30.01.2025 - 16:36 Uhr
UserNicci72
User (785 Beiträge)
""PAT 25, haben Sie die CRJ in Sicht", versichert sich der Tower bei den Helikopter-Piloten. "Fliegen Sie hinter der CRJ vorbei, visuelle Separierung.""

Er hat sich 'versichert'!?
Gab es auch eine Antwort vom Helikopter?

Das Problem war wohl, dass vor Flug JIA5342 mit einer CRJ der Flug JIA5307 mit einer CRJ gelandet ist. Der Hubschrauberpilot ist wohl hinter der falschen CRJ reingeflogen. Die Flugzeuge hatten einen Abstand von ca. 40 Sekunden.

 https://www.flightradar24.com/2025-01-30/01:46/20x/JIA5307/38ecdf44

Wenn die Kommunikation wie zitiert gelaufen ist, natürlich maximal bitter.
Heli Pilot sieht eine CRJ von American Eagle und reiht sich hinter der ein, nach der Aussage nicht im Wissen das eigentlich die weiter hinten anfliegende CRJ gemeint ist.

Die LH hat da einen guten Grund diese visual separtion bei Nacht nicht zu erlauben, ist doch verdammt schwer so einen Unterschied auszumachen.

In der Tat. Hinzu kam hier offenbar auch noch, dass es sich im Falle des Helikopters um einen Trainingsflug handelte, d.h. womöglich ein Pilot die Maschine steuerte, der noch recht neu im Cockpit war oder der sich jedenfalls noch nicht mit diesem Luftraum auskannte.
Beitrag vom 30.01.2025 - 18:33 Uhr
Usermenschmeier
User (861 Beiträge)
Dieses Unglück ist tragisch, weil es zu erwarten war. Visual Separation und Visual Approach bei Nacht in der Verkehrsfliegerei sind im Bereich des LBA nicht umsonst verboten. LH hat damals in SFO, zu Unrecht, viel Kritik einstecken müssen. Aber der Pilot hat richtig gehandelt. Es ist nicht "nur" Company Policy, das sind unsere Regeln und die werden, nach dem Tragischen Unglück, hoffentlich so bleiben.

Für die Opfer dieses Unglücks bleibt nur zu hoffen, dass es schnell geht. Den Angehörigen bleibt nur Beileid und die Hoffnung auf die zu ziehenden Lehren. Das war weder höhere Gewalt noch Pech. Das war vermeidbar. Und zwar weit im Voraus. Diese Visual K.... hat in derartig engen Lufträumen nix zu suchen.
Beitrag vom 30.01.2025 - 19:08 Uhr
Usermenschmeier
User (861 Beiträge)
Ich meine mit derartigen Lufträumen, ausdrücklich nicht das Sidestep Verfahren bei gleichzeitiger Beibehaltung der Landerichtung Bsp:25L auf 25C etc. Ich spreche von Lufträumen wie San Francisco, New York oder London mit ihren Helikopter Verkehren usw.
Beitrag vom 30.01.2025 - 20:05 Uhr
Userfbwlaie
User (5366 Beiträge)
Wenn auf flightradar24 Heli und CJ dargestellt wurden, dann hätte der Turm doch diese Annäherung auch sehen müssen...Tokio lässt grüssen (ein Pilot "verrollt sich/ verstellt falsch, rollt auf die Piste zum Start und wartet....und keiner hat es bemerkt!)?
Auch bei Tage erkennt man nicht immer ein Flugzeug im Anflug.
Ob bei Tag oder bei Nacht der Turm muss sollte bei visual separation immer verantwortlich aufpassen!
Mit eingeschaltetem Transponder sollte das auch kein Hexenwerk sein.


Dieser Beitrag wurde am 30.01.2025 20:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.01.2025 - 02:15 Uhr
UserNicci72
User (785 Beiträge)
Wenn auf flightradar24 Heli und CJ dargestellt wurden, dann hätte der Turm doch diese Annäherung auch sehen müssen...Tokio lässt grüssen (ein Pilot "verrollt sich/ verstellt falsch, rollt auf die Piste zum Start und wartet....und keiner hat es bemerkt!)?
Auch bei Tage erkennt man nicht immer ein Flugzeug im Anflug.
Ob bei Tag oder bei Nacht der Turm muss sollte bei visual separation immer verantwortlich aufpassen!
Mit eingeschaltetem Transponder sollte das auch kein Hexenwerk sein.

Inzwischen wurde im Netz der einschlägige Funkverkehr veröffentlicht, in den USA ist das legal. - Der Fluglotse hat das auch bemerkt und den Helikopter zweimal (!) auf die CRJ aufmerksam gemacht. Der Helikopter-Pilot hat zweimal geantwortet, dass er den Verkehr in Sicht habe ("traffic in sight") und um Genehmigung eines Ausweichmanövers via Sichtflugregeln gebeten. Der Fluglotse hat das zweimal genehmigt. Statt der CRJ auszuweichen ist der Helikopter dann aber direkt in sie hineingeflogen. Was die veröffentlichten Daten inzwischen ebenfalls zeigen: Der Helikopter ist dabei von seiner zugewiesenen Flughöhe von 200 Fuß auf ca. 350 Fuß gestiegen und damit auf dieselbe Flughöhe gekommen wie die im Final Approach auf Runway 33 sinkende CRJ.

Was inzwischen diskutiert wird ist im �brigen, dass die Helikopter-Piloten womöglich die falsche Maschine im Blick hatte, denn ursprünglich flog die Unfallmaschine Runway 01 an. Hinter der Unfallmaschine befand sich dabei eine weitere CRJ derselben Airline ebenfalls im Landeanflug auf die 01. Während diese aber den Landeanflug auf die 01 fortsetzte, wurde die Unfallmaschine auf die 33 umgeleitet, so dass sie aus ihrer ursprünglichen Anflugbahn auswich und einen Bogen nach Osten flog, um sich dann in nordwestlicher Richtung auf die 33 auszurichten. Wenn den Helikopter-Piloten das entgangen war (warum auch immer), dann haben sie sich womöglich auf die falsche Maschine fokussiert und hatten dann plötzlich die von Osten kommende, in nordwestlicher Richtung fliegende Unfallmaschine direkt quer vor ihrem Helikopter. Dieses Szenario erklärt aber nicht, warum sie bei ihrem Flugmanöver in einen nicht genehmigten Steigflug übergegangen sind. Dass der Helikopter und die CRJ auf unterschiedlichen Frequenzen funkten, hat das Situationsbewusstsein beider Seiten aber wahrscheinlich zusätzlich behindert. Es sind mithin noch viele wichtige Fragen offen.

Dieser Beitrag wurde am 31.01.2025 02:22 Uhr bearbeitet.