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Beitrag vom 05.02.2026 - 16:45 Uhr
UserNicci72
User (775 Beiträge)
Wenn das tatsächlich der Sachstand der Ermittlungen sein sollte, dann wäre es wichtig, diesen entsprechend amtlich zu verlautbaren. Bisher gibt es immer noch nur den Preliminary Report als einzige amtliche Verlautbarung zu dem Absturz und dieser beantwortet die Frage nach der Ursache, warum die Switches in die Cutoff-Position gingen, eben nicht.

Ja das wird ja auch kommen, aber eben nach den Vorschriften der Unfalluntersuchung. Und zwar ICAO ANNEX 13. Und die sehen nach dem Preliminary Report binnen 3 Jahren den Abschlussreport vor und KEINE weiteren Reports, es kann noch weitere Reports geben (muss es aber nicht), wenn dringende Maßnahmen zur Wiederholungsvermeidung nötig sind. Diese Dinge kommen nur an die Medien, weil die Gewerkschaften und einige andere Akteure in Indien, diese Untersuchung mit Gerichtsverfahren torpedieren und zur voreiligen Herausgabe von Informationen zur Unterlassung von Vermutungen usw zwingen. Da wird ein derartiger Druck auf die Ermittler aufgebaut, dass der Bericht höchstwahrscheinlich nicht objektiv sein wird (kann ich rein menschlich vollkommen nachvollziehen)

Eigentlich sind die Untersuchungsbehörden nach ICAO also UN Richtlinien gegen jede Beeinflussung von Aussen zu schützen, in Deutschland MÜSSTE jedes Gericht jedwede Klage gegen die Behörde abweisen und es wird sich dann mit dem Inhalt des Abschluss Berichtes befassen. Der Preliminary Report ist eine Faktensammlung, er DARF gar keine Schlußfolgerungen enthalten. Das tut er auch dem UPS Unfall nicht, er beschreibt nur die gesicherten Fakten.

Wenn Sie das also bemängeln, dann empfehle ich eine Lektüre des ICAO Annex 13 ( https://elibrary.icao.int/product/475561).

Und zu dem Sturmlaufen. Niemand Offzielles hat bisher das das Wort erweiterter Pilotensuizid in den Mund genommen, es gibt nur keine technische Erklärung dafür, dass beiden Cut Off Switche binnen 1 Sekunden zunächst auf CutOff und dann wieder auf Run springen. Bislang hat man noch keine Fehlerkombination gefunden, die zu dem Ergebnis führen würde (Denn dann hätte es zu Vermeidung einen Zwischenbericht zwischen Preliminary Report und Abschlussbericht gegeben)

Die NTSB hat nur festgestellt, dass die CutOff Switche auch nach dem Aufprall sicher verriegelt waren, und in den Daten keine Anhaltspunkte für eine Fehlerkette zu finden sind. (Reine Faktenfeststellung) Daraus haben dann Medien, Anwälte usw. die Suizidvariante gemacht.

Auch ich habe, ganz bewusste, nie das Wort Suizid benutzt. Es tendiert leider in die Richtung, (leider, weil es nicht technisch zu lösen ist) aber es ist nicht gesichert, bis der Abschlussbericht herauskommt und ein Gericht diesen anerkennt (ICAO Annex 13)

Ich kenne natürlich auch den ICAO Annex 13. Ein Final Report irgendwann in einigen Jahren wird dem Phänomen leider nicht mehr gerecht, mit dem wir hier inzwischen konfrontiert sind - und um es noch einmal zu wiederholen: das inzwischen längst keine rein inner-indische Angelegenheit mehr ist. Da wird inzwischen längst nicht mehr nur Druck von einer Gewerkschaft in Indien aufgebaut, dieser Absturz ist inzwischen Bestandteil GLOBALER Verschwörungserzählungen geworden, die Verunsicherungen in die Aviation Community tragen.
DESHALB wäre ein amtlicher Zwischenbericht der zuständigen Flugunfalluntersuchungsbehörde zum derzeitigen Stand der Ermittlungen so wünschenswert - und zwar ein Zwischenbericht, der die derzeit den Ermittlern bekannten FAKTEN benennt. Flugunfalluntersuchungen haben in Zeiten der digitalen Globalisierung inzwischen eben auch sehr viel mit Öffentlichkeitsarbeit zu tun, gerade wenn es sich um solche Großereignisse handelt wie um diesen Absturz.

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2026 16:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.02.2026 - 17:13 Uhr
Usermenschmeier
User (843 Beiträge)
Verschwörungstheorien kommen sie mit Fakten nicht bei.
Beitrag vom 05.02.2026 - 18:55 Uhr
Userfbwlaie
User (5330 Beiträge)
Die Piloten müssen Farbe bekennen.
Jetzt wird Air India Ernst genommen. Müsste Air India aber nicht alle 787-8 stilllegen, bis die Angelegenheit endgültig geklärt ist?
Beitrag vom 05.02.2026 - 19:38 Uhr
Usermenschmeier
User (843 Beiträge)
Air India wird schon viel länger sehr Ernst genommen.

Und warum sollte sie die B787 aus dem Service nehmen. Sie haben keinen Fehler gefunden. Weder jetzt noch nach dem Unglück. Hoffentlich haben sie die Datenschreiber gesichert.

Sollte sich das als Greenwashing herausstellen und die Daten nicht ordnungsgemäß gesichert worden sein(da ja offensichtlich dringend erforderlich für die Untersuchung) dann dürfte es allerdings drastische Konsequenzen geben. Mich wundert ein wenig, dass das NTSB noch nicht nachgefragt hat.

Nochmal zu Nicci72.

Unfalluntersuchungen tun immer gut daran, sich auf die Untersuchung zu konzentrieren und sich nicht um Stimmungen oder Internetkampagnen zu kümmern. Das ist hier, auch wegen der mMn nicht mit Annex13 zu vereinbarenden Gerichtsprozesse sehr schwierig. Und jetzt noch einen zusätzlichen Bericht veröffentlichen nur weil das Internet das so will.

Ich könnte nicht weniger ihrer Meinung sein, als in diesem Fall.

So kommt am Ende ein Bericht in Indien raus, der von Einflussnahme nur so tropft. Und dann wird das NTSB, erstmals in ihrer Geschichte, einen eigenen Bericht veröffentlichen.

Und das hilft niemanden
Beitrag vom 06.02.2026 - 01:36 Uhr
UserNicci72
User (775 Beiträge)
Air India wird schon viel länger sehr Ernst genommen.

Und warum sollte sie die B787 aus dem Service nehmen. Sie haben keinen Fehler gefunden. Weder jetzt noch nach dem Unglück. Hoffentlich haben sie die Datenschreiber gesichert.

Sollte sich das als Greenwashing herausstellen und die Daten nicht ordnungsgemäß gesichert worden sein(da ja offensichtlich dringend erforderlich für die Untersuchung) dann dürfte es allerdings drastische Konsequenzen geben. Mich wundert ein wenig, dass das NTSB noch nicht nachgefragt hat.

Nochmal zu Nicci72.

Unfalluntersuchungen tun immer gut daran, sich auf die Untersuchung zu konzentrieren und sich nicht um Stimmungen oder Internetkampagnen zu kümmern. Das ist hier, auch wegen der mMn nicht mit Annex13 zu vereinbarenden Gerichtsprozesse sehr schwierig. Und jetzt noch einen zusätzlichen Bericht veröffentlichen nur weil das Internet das so will.

Ich könnte nicht weniger ihrer Meinung sein, als in diesem Fall.

So kommt am Ende ein Bericht in Indien raus, der von Einflussnahme nur so tropft. Und dann wird das NTSB, erstmals in ihrer Geschichte, einen eigenen Bericht veröffentlichen.

Und das hilft niemanden

Dieses ganze Chaos rund um diese Unfallermittlungen tropft doch jetzt schon nur so von Einflussnahmen von allen Seiten, ebenso der nach allen Seiten deutbare Preliminary Report. Die Durchstechereien an die Presse von Seiten der FAA und NTSB gehören dazu ebenso wie das Hearing im US-Kongress und die öffentlichen Stellungnahmen verschiedener US-Senatoren. Diese interessiert Annex 13 genauso wenig wie den Obersten Gerichtshof Indiens. Da wird von allen möglichen Seiten inside and outside of India bereits jetzt Interessenpolitik gemacht und im Zeitalter der globalen Digitalisierung geschieht dieses primär medial. Wenn das bei einem Fall ignoriert wird, der global viral geht, dann nutzt den Ermittlungen auch der Annex 13 nichts, der noch aus einer Zeit stammt, die dieses Medienphänomen und diese Form von Politik-machen noch nicht kannte. Dann würde ein irgendwann in einigen Jahren erscheinender Final Report nichts mehr nutzen und seine Recommendations ins Leere laufen, weil andere Akteure dann längst Fakten geschaffen hätten. Einmal ganz davon abgesehen, dass auch eine Flugunfalluntersuchungsbehörde nicht im politisch luftleeren Raum operiert, auch nicht in Indien. Annex 13 hin oder her. Eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit ist daher längst zum genuinen und in "großen" Fällen wie diesem auch unabdingbaren Bestandteil von Flugunfalluntersuchungen geworden, die ja kein Selbstzweck sind sondern "Lessons to Learn" ermöglichen sollen - gerade das NTSB hat das nicht nur erkannt sondern praktiziert es auch in eigentlich vorbildlicher Weise.

Wenn die indische Flugunfalluntersuchungsbehörde einen amtlichen, Fakten basierten Zwischenbericht herausgeben würde, dann könnte das NTSB deshalb gerne einen eigenen Bericht veröffentlichen - dann bestünde nämlich zumindest die Chance, dass es (auch noch) eine Fakten basierte und daher sachliche öffentliche Diskussion über die Absturzursache/n von AI171 gäbe. So wie das bisher in dieserm Fall gelaufen ist, ist das jedoch eine Steilvorlage für Verschwörungserzählungen, die inzwischen den diesbezüglichen Diskurs dominieren und mit denen wie erwähnt bereits jetzt handfeste Interessenpolitik betrieben und dann womöglich auch durchgesetzt wird. Dann gäbe es da keine Lessons mehr aus einem Final Report und es würde dann auch nichts Konstruktives mehr aus dem Ereignis gelernt.

Dieser Beitrag wurde am 06.02.2026 01:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.02.2026 - 07:17 Uhr
UserEricM
User (6885 Beiträge)
So wie das bisher in dieserm Fall gelaufen ist, ist das jedoch eine Steilvorlage für Verschwörungserzählungen,

Wie menschmeier schon schrieb: Fakten helfen gegen Verschwörungstheoretiker nicht. Siehe Verschwörungstheorien zur Mondlandung oder zum Thema Flache Erde.
Selbst ein zusätzlicher veröffentlichter Zwischenstand würde als Abweichung von der Norm die entsprechende Klientel eher bestärken, dass "die da oben" eine Verschwörung betreiben, egal was drin steht, weil "die lügen doch eh alle".

Ist nicht von mir, aber ich finde die Aussage sehr passend:
Um jemanden von einer Verschwörungstheorie zu überzeugen, musst Du seine Intelligenz überwinden.
Um jemanden von einer Verschwörungstheorie abzubringen, musst Du seinen Stolz überwinden, einer elitären Gruppe anzugehören, die Geheimwissen hat.
Das zweite ist idR deutlich schwerer und durch Fakten nicht zu erreichen, denn die werden immer so verdreht, bis sie ins verdrehte Weltbild passen.


die inzwischen den diesbezüglichen Diskurs dominieren und mit denen wie erwähnt bereits jetzt handfeste Interessenpolitik betrieben und dann womöglich auch durchgesetzt wird.

Vor dem Internet hat man die 1 oder 2 Dorf-Idioten aus der Kneipe geworfen, wenn sie mal wieder zu lästig wurden. Heute rotten sich alle Dorfidioten im Internet zusammen und sammeln sich in den Echo Kammern ihrer Geschichten. Das passiert einfach und lässt sich nicht verhindern, sofern man Meinungsfreiheit erst nimmt.

Vielleicht fehlt mir da was, aber welcher ernst zu nehmende Diskurs findet zu dem Thema statt und wo wird der geführt?
Welche "Interessenpolitik" meinen Sie und was soll gegen wen durchgesetzt werden?

Dieser Beitrag wurde am 06.02.2026 07:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.02.2026 - 08:29 Uhr
UserA320Fam
User (2193 Beiträge)
... dann bestünde nämlich zumindest die Chance, dass es (auch noch) eine Fakten basierte und daher sachliche öffentliche Diskussion über die Absturzursache/n von AI171 gäbe.

Wozu eine _Diskussion_ und dann auch noch _öffentlich_???
Dafür gibt es Untersuchungskomissionen, Ermittlubgsteams,etc. Das gehört _nicht_ diskutiert, da gehört faktenbasierte kleinteilige Ermittlungsarbeit von Experten erledigt bis zur vollständigen Aufklärung. Erst bei einem vollständigen Ergebnis gehört die Öffentlichkeit informiert. Das Wetter kann man in der Öffentlichkeit diskutieren, einen Flugzeugabsturz doch aber nicht ...
Beitrag vom 06.02.2026 - 08:33 Uhr
Usermenschmeier
User (843 Beiträge)
Ich stimme ja selten mit EricM in der Meinung komplett überein, aber hier hat er zu 100% Recht.

Das NTSB verhält sich in diesem Fall genauso wie in allen anderen Fällen auch. Nämlich strikt nach Annex 13. Sie machen ein paar Tage Media Briefings, dann kommt der Preliminary Report und danach bis zum Abschluss Bericht nur noch sobald sich ein Faktum ergibt, welches sofortige Aufmerksamkeit (Bspw ein Grounding oder Inspektion) erfordert. Das sich dort ein Senator oder jemand von der FAA äußert, ist mehr als dumm, passt aber in die Geflogenheiten in den USA unter D. Trump.

Es gibt hier keine neuen Fakten, die sind immer noch die gleichen, wie im Preliminary Report. Es gibt in den Daten keine erkennbare Fehlerkette. Die Findings an der Unfallstelle sind immer noch die gleichen. (CutOff Switche trotz Aufprall in ein Gebäude verriegelt in der Run Position) Die Theorien (Feuer im APU Compartment, FEuer am P120 Panel) stammen alle aus Medien oder den Interessenvertretungen. Und diese elitären Gruppen funktionieren halt wie EricM es beschrieben hat. Nur das in diesem Fall diese Gruppen es geschafft haben, den Gerichtshof zu einer Einflussnahme auf die Untersuchung zu bewegen.

Tut mir leid ich kann in Ihren Ausführungen keinen Grund für eine Zwischenberichtslösung finden. Außer dass persönliche Interessen befriedigt werden.

und Begründungen, wie die Diskussion geht viral (nebenbei, was für eine dämliche Titulierung) oder es in "genuinen und in "großen" Fällen" so Usus sei sind keine hinreichende Begründung. Ein Zwischenbericht wird verfasst, wenn er der Flugsicherheit zuträglich ist. Es haben sich aber offenbar keine technischen Gründe ergeben dort tätig werden zu müssen. Und wie auch hier im Aero zu lesen war, schwenken die indischen Ermittler wohl langsam nach konsequenter und detaillierter Abwägung, von der technischen Ursache weg. Sie lässt sich wohl nicht belegen.

(Was mich nebenbei auch sehr gewundert hätte, denn die CS 25 (EASA) oder hier die deckungsgleiche FAR 25 (Federal Aviation Regulation Part 25) beschreiben doch sehr genau, wie diese Schalter in das System eingebunden werden bzw wie sie vor kaskadierenden Fehlern zu schützen sind. das habe ich hier auch hinlänglich beschrieben)

Das wird den Verfechtern dieser technischen Theorie aber nicht Einhalt gebieten, sondern sie werden dann eher noch mehr Gerichtsprozesse anstrengen und noch mehr Unsinn veröffentlichen. Wie sie es halt immer tun. (Bsp: Truther Bewegung)

Wozu eine _Diskussion_ und dann auch noch _öffentlich_???
Dafür gibt es Untersuchungskomissionen, Ermittlubgsteams,etc. Das gehört _nicht_ diskutiert, da > gehört faktenbasierte kleinteilige Ermittlungsarbeit von Experten erledigt bis zur vollständigen Aufklärung. Erst bei einem vollständigen Ergebnis gehört die Öffentlichkeit informiert. Das Wetter kann man in der Öffentlichkeit diskutieren, einen Flugzeugabsturz doch aber nicht ...

Es wurde noch nie ein Flugzeugabsturz öffentlich diskutiert, das machen, wie Du schon sagst, die UNfalluntersuchungsbehörden, die Luftfahrtbehörden und die höheren Gerichte. Ein öffentliche Meinung spielt dort keine Rolle und das gehört da auch nicht hin.

Dieser Beitrag wurde am 06.02.2026 08:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.02.2026 - 21:22 Uhr
Userfbwlaie
User (5330 Beiträge)
"Es wurde noch nie ein Flugzeugabsturz öffentlich diskutiert, das machen, wie Du schon sagst, die UNfalluntersuchungsbehörden, die Luftfahrtbehörden und die höheren Gerichte. Ein öffentliche Meinung spielt dort keine Rolle und das gehört da auch nicht hin. "
kein Widerspruch meinerseits - was natürlich uninteressant ist.
Die Realität zeigt aber, dass gewisse Gruppen es bei Bedarf anders sehen wollen und dies auch mit aller Macht umsetzen wollen vgl. Trump und seine verlorene Wahl.
Beitrag vom 09.02.2026 - 20:09 Uhr
UserGB
User (907 Beiträge)
@Nicci72
Wenn die indische Flugunfalluntersuchungsbehörde einen amtlichen, Fakten basierten Zwischenbericht herausgeben würde, dann könnte das NTSB deshalb gerne einen eigenen Bericht veröffentlichen - dann bestünde nämlich zumindest die Chance, dass es (auch noch) eine Fakten basierte und daher sachliche öffentliche Diskussion über die Absturzursache/n von AI171 gäbe. So wie das bisher in dieserm Fall gelaufen ist, ist das jedoch eine Steilvorlage für Verschwörungserzählungen, die inzwischen den diesbezüglichen Diskurs dominieren und mit denen wie erwähnt bereits jetzt handfeste Interessenpolitik betrieben und dann womöglich auch durchgesetzt wird. Dann gäbe es da keine Lessons mehr aus einem Final Report und es würde dann auch nichts Konstruktives mehr aus dem Ereignis gelernt.

Ihre Argumentation lässt sich also so beschreiben: Weil irgendwelche Verschwörungsgeschichten kursieren sollen amtliche Untersucher sich lieber mit denen beschäftigen als mit den Fakten. Was für ein Blödsinn.

Steilvorlagen für Verschwörungserzählungen sind ja gerade nicht die erklärbaren Zusammenhänge, sondern die nicht überprüfbaren Vermutungen. Verschwörungserzählungen lassen sich aus Prinzip nicht, wie von Ihnen geforert, durch faktenbaiserte Zwischenberichte verhinden. Durch weitere Berichte gibt es keine weiteren bekannten Fakten, also würde sich an den Verschwörungsgeschichten auch nichts ändern. Und dass Lug und Trug der handfesten Interessenpolitik schon immer gedient hat und auch künftig dienen wird ändert doch nichts daran, dass sich dies durch Wiederkäuen bekannter Fakten ändern würde.

Nichts gegen das Aufstellen neuer Theorien, Vermutungen sind die Basis aller Ursachenforschung. Diese Theorien müssen aber zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit nachweisen, wenn sie berücksichtigt werden sollen. Äusserungen in sozialen Medien, in den sich jemand selbst seine Kompetenz bescheinigt, scheinen mir jetzt keine besonders stichhaltige Grundlage für eine solche Wahrscheinlichkeit zu bieten, da müsste schon mehr kommen. Leider berichten Sie darüber nichts. Wohl weil es nichts Ernsthaftes gibt, vermute ich mal.

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