Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airbus A321neo setzt in falscher Ric...

Beitrag 1 - 14 von 14
Beitrag vom 23.10.2026 - 14:29 Uhr
UserEricM
User (7373 Beiträge)
Der Funk beim "zurückpfeifen" durch den Lotsen wäre sicher interessant gewesen...

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2026 14:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.10.2026 - 15:07 Uhr
UserFW 190
User (2389 Beiträge)
Die haben doch wie die Schiedsrichter Trillerpfeifen, oder?
Beitrag vom 23.10.2026 - 16:45 Uhr
Userfliegerschmunz
User (1027 Beiträge)
Geiler move! Der grüne Strich auf dem ND beim Start nach hinten! Hoffentlich haben die die Lärmschutzwand iam Nordende der Bahn in die Hindernisberechnung mit einbezogen. Was für Überflieger!!!
Beitrag vom 23.10.2026 - 17:38 Uhr
UserJumbomax
User (34 Beiträge)
Man sollte immer vorsichtig sein mir Vorverurteilungen, aber dass so etwas passiert ist kaum vorstellbar!
Da muss wirklich die Eignung als Luftfahrtzeugführer in Frage gestellt werden, und zwar bei beiden!
Klar kann man mal einen Fehler machen, aber dass beide so dermaßen falsch liegen, Wahnsinn!
Beitrag vom 23.10.2026 - 18:56 Uhr
UserGB
User (1181 Beiträge)
Nun ja, auch links abbiegen in eine Autobahnabfahrt kommt trotz großer, eindeutiger und eigentlich nicht zu übersehender Schilder und Bodenmarkierungen auch unabsichtlich immer mal wieder vor, das Potential zum Irrtum ist also zweifellos vorhanden, weshalb eine Kontrollinstanz nicht sinnlos ist - und bei Flughäfen ist dies der Tower, der hier seine Aufgabe wohl einwandfrei erledigt hat.

Die viel wichtigerere und entscheidende Frage ist die, ob der Start aufgrund eigener Erkenntnis oder erst durch Lotsenwarnung abgebrochen worden ist. Noch wissen wir es nicht.
Beitrag vom 23.10.2026 - 20:12 Uhr
Userfliegerschmunz
User (1027 Beiträge)
@GB
ich würde da schon einen Unterschied zwischen einem Autofahrer und zwei Verkehrsflugzeugführern machen. RWY 18 und dann nach Norden abbiegen ist schon ein Hammer, zumal ja auch immer wieder mal ein anderes Flugzeug auf der Piste startet. Sich dann für die Gegenrichtung zu entscheiden, ist durchaus bemerkenswert.
Beitrag vom 23.10.2026 - 21:01 Uhr
UserFW 190
User (2389 Beiträge)


Die viel wichtigerere und entscheidende Frage ist die, ob der Start aufgrund eigener Erkenntnis oder erst durch Lotsenwarnung abgebrochen worden ist. Noch wissen wir es nicht.

Was wissen wir nicht? Nicht gelesen?
"Im Tower erkennt man die Gefahr - der Lotse pfeift die Piloten zurück, die A321neo bricht den Startlauf aus geringer Geschwindigkeit ab..."
Beitrag vom 23.10.2026 - 23:08 Uhr
UserNicci72
User (824 Beiträge)
Man sollte immer vorsichtig sein mir Vorverurteilungen, aber dass so etwas passiert ist kaum vorstellbar!
Da muss wirklich die Eignung als Luftfahrtzeugführer in Frage gestellt werden, und zwar bei beiden!
Klar kann man mal einen Fehler machen, aber dass beide so dermaßen falsch liegen, Wahnsinn!

Dieser Vorfall ist mal wieder ein Paradebeispiel für "Murphy´s Law": Alles, was schiefgehen kann, geht irgendwann auch schief. - Wenn es möglich ist, auf dieser Runway in die falsche Richtung einzudrehen, dann wird das irgendwann irgendeine Cockpit-Crew tun. Mit mathematischer Gewissheit. - Im vorliegenden Fall hat ATC zum Glück rechtzeitig eingegriffen bevor der Flug in der Betonwand endete.
Beitrag vom 23.10.2026 - 23:09 Uhr
UserTino Riva
User (201 Beiträge)
Update: Lt. Pegasus haben die Piloten den Irrtum bemerkt. Es habe keinen Startversuch gegeben.

Woanders wird berichtet, der Startlauf wurde bei 35 kn abgebrochen.

Beitrag vom 24.10.2026 - 10:11 Uhr
UserEricM
User (7373 Beiträge)
Woanders wird berichtet, der Startlauf wurde bei 35 kn abgebrochen.

Das ADS-B Replay auf FR24 zeigt eine Maximalgeschwindigkeit von 35kn Richtung Norden an. Ob das jetzt ein Startversuch war oder das Bemühen, möglichst schnell von der Bahn zu kommen, wird wohl die Untersuchung zeigen.
Beitrag vom 24.10.2026 - 12:15 Uhr
UserGB
User (1181 Beiträge)
@fliegerschmunz
ich würde da schon einen Unterschied zwischen einem Autofahrer und zwei Verkehrsflugzeugführern machen. RWY 18 und dann nach Norden abbiegen ist schon ein Hammer, zumal ja auch immer wieder mal ein anderes Flugzeug auf der Piste startet. Sich dann für die Gegenrichtung zu entscheiden, ist durchaus bemerkenswert.

Ich will das Problem bestimmt nicht kleinreden, aber oft gehört zu einem Problem nicht nur derjenige, der es verursacht, sondern auch derjenige, der dazu beiträgt, dass es verursacht werden kann.
Beitrag vom 24.10.2026 - 12:38 Uhr
Userfliegerschmunz
User (1027 Beiträge)
@GB
Damit haben Sie im Prinzip Recht, aber überlegen Sie mal.
das ganze beginnt mit dem mindset, Startbahn 18 zeigt nach Süden. Dann sind alle gelben Mittellinien von den Rollbahnen so gezogen, dass sie in Richtung 18 weisen, denn ein Start auf der 36 ist nicht vorgesehen. Dann starten alle Flugzeuge an einem vorbei in Richtung 18. Dann sieht man , wenn man in Richtung 36 auf der Piste steht, die anderen Flugzeuge, die zum Abflug bereit sind, und dann ist da auch noch die hohe Wand gar nicht so weit entfernt. Da muss es doch mal klingeln in der Birne.
Ich glaube also nicht, dass man bei diesem Fall von einem systemischen Fehler sprechen kann, sondern von zwei Piloten, die ihrer Aufgabe nicht wirklich gewachsen sind.
Beitrag vom 24.10.2026 - 12:40 Uhr
UserFL370
User (148 Beiträge)


Ich will das Problem bestimmt nicht kleinreden, aber oft gehört zu einem Problem nicht nur derjenige, der es verursacht, sondern auch derjenige, der dazu beiträgt, dass es verursacht werden kann.

Nach dieser Logik dürfte es dann aber auch keine Intersections an den Startbahnen geben, sondern nur Auf- und Abrollwege an den jeweiligen Enden, und das ist an vielen Flughäfen schlichtweg nicht praktikabel.

Es wäre auch interessant, ob der Tower vor dem Losrollen Alarm geschlagen hat oder erst nachdem. Im ersten Fall hätte der Tower "expedite vacating the runway" anweisen können, dann wären die 35 kts schlüssig. Im zweiten Fall wäre es dann doch vielleicht ein versuchter T/O gewesen. Das ATC-Transkript wird es zeigen.
Beitrag vom 24.10.2026 - 16:15 Uhr
UserFRAHAM
User (1346 Beiträge)
Hier würde ich fliegerschmunz tatsächlich einmal zustimmen: "Basics, Basics, Basics …" – zumindest, was die Kontrolle von Startbahn und Startrichtung angeht.

Die Startbahn West wird ausschließlich für Starts Richtung Süden genutzt. Beschilderung und Richtungspfeile weisen entsprechend auf diese Nutzung hin. Auch die Einmündung an der betreffenden Stelle erfolgt nicht rechtwinklig, sondern schräg und gibt damit die vorgesehene Richtung zusätzlich vor.

Eine Freigabe für Bahn 18 und anschließendes Ausrichten nach Norden stehen dazu in einem grundlegenden Widerspruch. Hinzu kommen die Anzeigen im Cockpit: Freigegebene Bahn, tatsächlicher Steuerkurs und vorbereitete Abflugroute müssen zusammenpassen. Hier geht es schließlich um die entgegengesetzte Richtung, nicht um eine geringfügige Abweichung.

Der Vergleich mit einem Falschfahrer auf der Autobahn greift für mich deshalb zu kurz. Im Cockpit sitzen zwei ausgebildete Berufspiloten, zu deren Aufgaben die Orientierung am Boden und die gegenseitige Kontrolle gehören. Sie tragen gemeinsam Verantwortung für die Menschen an Bord. Das macht sie nicht unfehlbar, begründet aber entsprechend hohe Anforderungen an diese elementaren Kontrollen.

Ob zusätzlich eine automatische Bahnansage vorhanden war, wissen wir nicht. Die grundlegende Richtungsprüfung darf davon allerdings ohnehin nicht abhängen.

Dabei sollte man sauber unterscheiden: Ob tatsächlich ein Startlauf begonnen wurde und ob zuerst die Besatzung oder der Tower den Fehler erkannte, muss die Untersuchung klären. Aus einer aufgezeichneten Geschwindigkeit allein lässt sich die Absicht nicht zuverlässig ableiten.

Aber selbst wenn die Darstellung von Pegasus zutrifft und die Besatzung den Irrtum selbst bemerkte: Das ist eine wichtige Unterscheidung für die Bewertung des Vorfalls. Es erklärt jedoch noch nicht, warum trotz Beschilderung, Rollwegführung und Kontrollmöglichkeiten im Cockpit zunächst in die falsche Richtung aufgerollt wurde.

Ein pauschales Urteil über die berufliche Eignung beider Piloten würde ich daraus ohne Untersuchungsergebnis nicht ableiten. Die Frage, weshalb mehrere grundlegende Orientierungs- und Kontrollmöglichkeiten den Fehler nicht früher aufgefangen haben, ist aber vollkommen berechtigt.