Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airbus-Verkaufschef: Brauchen keine ...

Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 21.07.2022 - 22:43 Uhr
UserBoeing747430
User (28 Beiträge)
There we go again. Die Meldung, dass Airbus auf der Messe nur knapp 30 Flieger verkauft, gepaart mit dem Statement eines Herrn Scherer welches an Arroganz nicht zu überbieten ist kann natürlich nicht ohne den Hinweis auf 2 tödliche Abstürze des Musters 737MAX des Konkurrenten Boeing veröffentlicht werden, der sich ja noch dazu in einer schweren, finanziellen Krise befindet.
Zusammenhang: Airbus verkauft 29 Flieger- Boeing 737 MAX Abstürze- Boeing Finanz Krise? Nicht vorhanden. Alles nur bla bla bla. Das ist so als ob man schreiben würde: BMW hat diesen Monat nur 1000 Autos verkauft aber die A-Klasse ist damals beim Elchtest umgekippt.
Beitrag vom 21.07.2022 - 22:47 Uhr
UserBoeing747430
User (28 Beiträge)
There we go again. Die Meldung, dass Airbus auf der Messe nur knapp 30 Flieger verkauft, gepaart mit dem Statement eines Herrn Scherer welches an Arroganz nicht zu überbieten ist kann natürlich nicht ohne den Hinweis auf 2 tödliche Abstürze des Musters 737MAX des Konkurrenten Boeing veröffentlicht werden, der sich ja noch dazu in einer schweren, finanziellen Krise befindet.
Zusammenhang: Airbus verkauft 29 Flieger- Boeing 737 MAX Abstürze- Boeing Finanz Krise? Nicht vorhanden. Alles nur bla bla bla. Das ist so als ob man schreiben würde: BMW hat diesen Monat nur 1000 Autos verkauft aber die A-Klasse ist damals beim Elchtest umgekippt.
Beitrag vom 21.07.2022 - 23:36 Uhr
UserVJ 101
User (1263 Beiträge)
Tatsache ist, Airbus konnte zur Messe keinen bedeutenden Abschluss vorweisen, so wie es in den vergangenen Jahrzehnten üblich war.

Der Schatten von John Leahy ist hier extrem lang.

Möglicherweise werden auch in Zukunft weniger Bestellungen eingehen, wenn nicht geliefert werden kann.
Beitrag vom 21.07.2022 - 23:43 Uhr
UserEricM
User (4109 Beiträge)
kann natürlich nicht ohne den Hinweis auf 2 tödliche Abstürze des Musters 737MAX des Konkurrenten Boeing veröffentlicht werden

Solange Boeing den Bullshit den sie da verzapft haben nicht ordentlich fixt, kann man das gar nicht oft genug wiederholen...
Der Root Cause dieser beiden Abstürze ist weiterhin in jede MAX eingebaut.
Und Boeing hat genau wie im Artikel beschrieben in 2019 aufgrund des Verkaufsstops der MAX die Führungsposition nach verkauften Stückzahlen verloren, das ist so durchaus richtig.
Die Technologie-Führerschaft hat ihnen Airbus allerdings bereits Jahre vorher abgenommen.
Beitrag vom 22.07.2022 - 09:57 Uhr
UserFW 190
User (1943 Beiträge)
Es gab hier doch mal den User Pro Boeing. Nach den Debakeln bei der 787 und vor allem der Max ist er verschwunden. Er konnte wohl nicht den Niedergang des einstmals wirklich guten Flugzeugherstellers verwinden. Ich frage mich beim lesen der Beiträge: Ist nun Boeing 747430 die Wiedergeburt dieses Boeing Fanatikers?
Beitrag vom 22.07.2022 - 20:35 Uhr
UserDocExodus
User (73 Beiträge)
There we go again. Die Meldung, dass Airbus auf der Messe nur knapp 30 Flieger verkauft, gepaart mit dem Statement eines Herrn Scherer welches an Arroganz nicht zu überbieten ist kann natürlich nicht ohne den Hinweis auf 2 tödliche Abstürze des Musters 737MAX des Konkurrenten Boeing veröffentlicht werden, der sich ja noch dazu in einer schweren, finanziellen Krise befindet.
Zusammenhang: Airbus verkauft 29 Flieger- Boeing 737 MAX Abstürze- Boeing Finanz Krise? Nicht vorhanden. Alles nur bla bla bla. Das ist so als ob man schreiben würde: BMW hat diesen Monat nur 1000 Autos verkauft aber die A-Klasse ist damals beim Elchtest umgekippt.
Schön das sie Boeing hier so abfeiern. Airbus ist trotzdem mit der A320neo bis zum Sankt-Nimmerleinstages-Tag ausverkauft. Ansonsten hat Boeing jetzt auch noch keine Bäume ausgerissen. Geld verdient man eh mit keinem Modell. Die Frage ist doch viel mehr ob Boeing seine vermurksten Traktoren je ausliefern kann. Sieht ja momentan nicht danach aus. Die Max 10 ist ja das nächste Debakel was man vermurksen wird. Ich find das ja immer putzig , wenn sich diese Trimm-Räder im Cockpit drehen wie bei einem Schaufelraddampfer auf dem Mississippi. Und der nächste Produktions-Flop kündigt sich schon an mit der 777x. Ich freue mich schon auf den Tag wenn der Hampelmann aus Doha ausflippt.
Beitrag vom 23.07.2022 - 19:34 Uhr
Usernofly
User (101 Beiträge)
Die Technologie-Führerschaft hat ihnen Airbus allerdings bereits Jahre vorher abgenommen.

Ich bin zwar Airbus-Fan, so weit würde ich aber nicht gehen.
Boeing war bei den zwei wichtigsten Trends lange weit abgeschlagen (Composites und Umstieg auf elektrische Systeme). Mit der 787 haben sie Airbus allerdings überholt. Selbst die später erschienene A350 hat um Risiken bei der Entwicklung zu minimieren da nur einen halben Schritt gemacht, um aufzuschliessen. Airbus wird beim nächsten clean sheet Design einiges an Entwicklungen nachholen müssen.
Beitrag vom 25.07.2022 - 07:59 Uhr
UserBoeing747430
User (28 Beiträge)
Ich bin weder Airbus noch Boeing Fanatiker. Die Boeing 747 ist mein Arbeitsplatz und das war es auch schon. @FW190 und @DocExodus: Es tut mir wirklich leid, dass Ich Ihnen nicht vermitteln konnte, worum es in meinem Beitrag ging. Schade, vielleicht ein anderes Mal.
@DocExodus: Würden Sie mir freundlicherweise die Stellen in meinem Beitrag aufzeigen, bei denen Sie vermuten ich würde den US Hersteller "abfeiern"? Nun haben Sie sich ja als Airbus Fanboy geoutet und deswegen sofort einen Angriff auf Ihr Liebstes gewittert. Und damit eingehend vermute ich die bei Ihnen das sogenannte Tunnelblick Syndrom, wo man ja bekannterweise den Blick fürs wesentliche verliert. Aber ich helfe gerne noch einmal: Stichpunkt: Ausgewogene Berichterstattung.

Ihnen noch einen schönen Abend.
Beitrag vom 25.07.2022 - 08:50 Uhr
UserEricM
User (4109 Beiträge)
Die Technologie-Führerschaft hat ihnen Airbus allerdings bereits Jahre vorher abgenommen.

Ich bin zwar Airbus-Fan, so weit würde ich aber nicht gehen.
Boeing war bei den zwei wichtigsten Trends lange weit abgeschlagen (Composites und Umstieg auf elektrische Systeme). Mit der 787 haben sie Airbus allerdings überholt. Selbst die später erschienene A350 hat um Risiken bei der Entwicklung zu minimieren da nur einen halben Schritt gemacht, um aufzuschliessen.

OK, vielleicht hätte ich nicht den ideologisch überladenen Begriff "Technologieführer" nutzen sollen.
Wenn man sich die 787 im Ergebnis anschaut gibt es sowohl bei den Composites ( "Falten", Probleme am Druckschott, Probleme an Dekompressionspaneelen, ...  https://www.aero.de/news-40232/FAA-und-Boeing-finden-weiteren-787-Mangel.html ) als auch bei den elektrischen Systemen (Li-Ion Feuer) doch erhebliche Probleme in Produktion und Betrieb.

Technologie-Führer war so gemeint, dass nicht nur neueste Technik verbaut wird, sondern das Gesamtsystem hinterher auch problemlos funktioniert.

Und da stehen wiederholte Auslieferungsstopps und Nacharbeiten für die 787 noch Jahre nach Indienststellung ein paar Lackprobleme bei der A350 gegenüber.

Von daher scheint mir genau diese Strategie der Risikominimierung bei der A350 ein Zeichen für einen deutlich besseren Entwicklungs- und Risk-Management-Prozess zu sein, der das technisch beherrschbare verbaut und Unsicherheiten im späteren Produkt vermeidet.

Airbus wird beim nächsten clean sheet Design einiges an Entwicklungen nachholen müssen.

Stichwort: Elektrische Systeme: Ja den Verzicht auf Zapfluft bei der 787 ist ein sehr gutes Feature, das Airbus schnellstmöglich in neue Produkte einfliessen lassen sollte.
Beitrag vom 25.07.2022 - 19:55 Uhr
UserDaemotron
User (92 Beiträge)
Das Rennen um konventionelle Flugzeuge mit einem Gang ist gelaufen - selbst mit einer MAX 10 wird Boeing nicht mehr aufholen können, was Airbus in dem Segment an Vorsprung hat. Hier kann Boeing nur noch versuchen, den Schaden zu begrenzen und mit seinen (theoretisch) kurzfristig(er) verfügbaren Kapazitäten Kunden bedienen, die bei Airbus zu weit hinten auf der Warteliste landen würden, nicht auf Airbus umflotten wollen oder über den Preis angreifen. Allerdings hat auch Boeing mit den aktuellen Problemen der globalen Lieferkette zu kämpfen, so dass sich erst noch zeigen muss, ob diese Rechnung tatsächlich aufgeht. Eine FAA im Nacken zu haben, die international unter Beobachtung steht und jetzt demonstrieren muss, wie unabhängig sie ist, macht die Zertifizierung der MAX 10 bestimmt auch nicht einfacher. Dazu kommt, dass früher oder später in dem Segment weitere Konkurrenz droht - Comac wird irgendwann da sein, und sowohl Embraer als auch die A220 Familie könnten dem unteren Ende der A320 und 737 Familie irgendwann das Wasser abgraben.

Das nächste Rennen ist aber längst im Gange. Die spannende Frage wird sein, wer zuerst ein neues Clean Sheet Design für die nächste Generation an den Start bringt. Lange sah es so aus, als würde Boeing da vorne liegen (mit der 797 haben sie genau da hin gezielt, wo Airbus heute Geld verdient). Jetzt ist aber fraglich, ab wann und wie viel Cash Boeing in die Entwicklung eines neuen Ein-Gang Fliegers stecken kann (Größenordnung 15-20 Mrd, ggf. auch mehr wenn die Anforderungen an Emissionen deutlich über das aktuelle Maß hinaus verschärft werden, oder gar Zero Emission angestrebt wird, wie das bei Airbus gerade der Fall zu sein scheint).

Bei den "großen" sieht's meiner Meinung nach aber genau umgekehrt aus - die 787 läuft (kommerziell) sehr gut, besser als der A350 (der eigentlich gegen die 777 Familie konkuriert, während die 787 eher mit der A330 neo um Kunden buhlt). Wenn Boeing jetzt auf die Idee käme, Airbus den Single Aisle Markt zu überlassen und stattdessen die eigenen Ressourcen auf einen 787 Nachfolger zu bündeln, könnte das Airbus mehr oder weniger aus dem Langstreckenmarkt drängen. Der Preis dafür wäre allerdings hoch - auch wenn das Langstreckensegment margenstärker ist, macht's bei den kleineren Fliegern halt die Masse, so dass am Ende dort das meiste Geld verdient wird.

Um auf Herrn Scherer zurückzukommen - Airbus hat auch in 2022 bisher mehr Netto-Bestellungen eingefahren, als Flugzeuge ausgeliefert. Wenn man auf die aktuell angebotenen Lieferslots schaut (2028+), ist das schon bemerkenswert und zeigt auch ein Stück weit, wie knapp der Markt im 200 Sitze Segment gerade dran ist - und wie die Flottenstrategen bei den Airlines die Situation einschätzen. Wären die entspannt, hätte Airbus wohl deutlich mehr Probleme, Lieferslots zu verkaufen, die so weit in der Zukunft liegen.

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2022 20:00 Uhr bearbeitet.