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Beitrag vom 29.01.2024 - 23:03 Uhr
UserBurntime
User (176 Beiträge)
Ich glaube nicht, dass die Geschichte stimmt.
Da werden Grossbestellungen mit riesigen Rabatten abgeschlossen. Airbus muss diese Rabatte auf den A321Neo nicht geben, da die Produktion ausgelastet ist. Zudem muss Airbus andere Kunden mit Geld winken, damit diese ihre A321Neo Lieferungen zu Gunsten ihres Airline-Konkurrenten verschieben.
Boeing muss die 737Max verkaufen. Über den Preis kriegen sie die Dinger schon los. Auch Airbus weiß, dass die dann abbestellen 737Max andere Abnehmer im Segment finden werden.

Daher kann ich mir nur vorstellen, dass sich Airbus nur bewegen wird, wenn United ein unvorstellbar großen Deal abschließt - weit über 150 A321Neo hinaus.
Aber nehmen wir an, United hat die Trümpfe in der Hand - dann gibt Boeing alles dafür, den Deal am Leben zu halten. Ich vermute daher, der Flug von Kirby nach Europa baut ein bisschen Druck auf das Boeing Management auf.
Vielleicht kriegt er ein paar 787 geschenkt (wie LH) - für solche Geschenke würde ich an seiner Stelle auch mal kurz nach Europa fliegen. Und sind wir ehrlich, wofür soll der Besuch wichtig sein? Es geht um ganz wenige Zahlen: Preis und Verfügbarkeit.
Beitrag vom 30.01.2024 - 02:52 Uhr
UserKosmopolit
User (196 Beiträge)
Ob das mehr als nur bellen ist?

United hat irgendiwe fast 400 Max bestellt, ein Grossteil wohl Max 10.

Wo soll Airbus denn aktuell relevante Slots auftreiben?

Da gibt es eine Vielzahl von Aspekten. Zunächst einmal hat United ja 180 A321neo bestellt von denen sie erst 4 erhalten haben. Weitere 6 sind laut Planespotter bereits als Vorlauf erwähnt und das sind bestimmt bei weitem nicht alle die für die kommende Zeit/Jahre geplant sind. So dringlich kann der Bedarf von United zumindest kurzfristig kaum sein.

Vielleicht haben sie mit den 4 seit Nov. 23 gelieferten A321neo aber auch so gute Erfahrungen gemacht das sie sich heute fragen warum eigentlich noch die Gurke 737-10. Da könnten die Zulassungs- und Lieferprobleme von Boeing ja sogar ein guter Grund sein die Bestellung zu anullieren oder zumindest zu kürzen. So gesehen ist eine Anfrage bei Airbus schon nachvollziehbar.

Airbus hat ja seit langer Zeit einen Auftrag über 45 A350-900 in den Büchern die United partout nicht abruft und stattdessen viel mehr 787 bestellt hat. Eigentlich hat United für das Modell 350-900 gar keine wirklichen Bedarf mehr und es ist fraglich was dieser "Auftrag" überhaupt noch wert ist. Eher noch gibt es einen Bedarf für eine A350-1000.

Anderen Kunden A321 "weg zu nehmen" um an diesem Auftrag noch etwas zu retten w#re für Airbus schon ein Grund sich zu bemühen. Letztendlich sind das alles nur Spekulationen aber so ganz ohne Hintergrund ist der Ärger von United ja nicht. Bleibt letztendlich nur abzuwarten wie ernst es United meint und was Airbus tun kann.

Die A359 order passt perfekt zum ersatz der B777, die kann United gut gebrauchen.

Erstmal gehen noch 53 B767 raus, dazu 21 B757 mit 234 Plätzen die auch die B787 ersetzen wird.
Dazu kommen 19 B777-200, also insgesamt rund 100 Maschienen. Da sind viele aus 95 und 96, also knapp 30 Jahre.

Die B772 ER sind auch teilweise von 97-02, und dann hat man noch ein Los aus 2010/11, die B77W sind ja quasi neu, das waren späte aus "Bridging the gap" Zeiten.

Das Airbus die A350 Order in eine A321neo order umwandelt, dafür Slots zurückkauft, glaube ich nicht.
Warum sollte Airbus das tun? Die A321n sind ja schon verkauft.
Und die A350 passen einfach sehr gut als Ersatz für den Grossteil von Uniteds B772ER.
Man kann auch B787 und A350 gut zusammen betreiben, warum auch nicht.

United war jetzt nie der grosse Airbus Kunde, hat jetzt wieder massiv zu Boeing gegriffen und muss halt dann damit leben das sie die Probleme von Boeing mitgekauft haben.
Darüber hinaus hat man
Beitrag vom 30.01.2024 - 09:31 Uhr
UserRunway
User (2880 Beiträge)
Was mit den 46 Iran Air A320 Bestellungen
die im Januar24 gestrichen wurden.

Die Frage ist schnell beantwortet. Dadurch ändert sich rein gar nichts. Durch die geltenden Sanktionen gegen Iran hat Airbus schon seit Jahren keine Lieferslots für Iran Air eingeplant. Es ist nicht annähernd abzusehen das der Iran seine politischen und militärischen Aktivitäten ändert. Die Aufträge waren deshalb schon lange Karteileichen. In einem Jahr mit extrem vielen Neuaufträgen bietet sich die Möglichkeit das auch statistisch elegant zu übertünchen.
Beitrag vom 30.01.2024 - 12:13 Uhr
UserMHalblaub
User (765 Beiträge)
@Burntime und Glaube
Boeing muss die 737Max verkaufen. Über den Preis kriegen sie die Dinger schon los. Auch Airbus weiß, dass die dann abbestellen 737Max andere Abnehmer im Segment finden werden.
Sie haben glaube ich, die Situation bei Boeing nicht verstanden. Die FAA hat gerade die notwendige Ausweitung der Produktion bei Boeing gestoppt. Deswegen sucht United einen anderen Hersteller. United nimmt lieber so viele MAX 8 wie Boeing liefern kann anstatt irgendwann MAX 10.

Da werden Grossbestellungen mit riesigen Rabatten abgeschlossen. Airbus muss diese Rabatte auf den A321Neo nicht geben, da die Produktion ausgelastet ist. Zudem muss Airbus andere Kunden mit Geld winken, damit diese ihre A321Neo Lieferungen zu Gunsten ihres Airline-Konkurrenten verschieben.
Eine Airline in Asien konkurriert nicht mit United bei Mittelstreckenflügen nur Gesellschaften in den USA wären hier Konkurrenz.

Daher kann ich mir nur vorstellen, dass sich Airbus nur bewegen wird, wenn United ein unvorstellbar großen Deal abschließt - weit über 150 A321Neo hinaus.
Wenn Airbus nun einem guten Kunden hilft Flugzeuge zu bekommen, heißt das bestimmt nicht, Airbus gewährt große Rabatte. Arroganz war noch nie gut im Geschäft mit Kunden.

Vielleicht kriegt er ein paar 787 geschenkt (wie LH) - für solche Geschenke würde ich an seiner Stelle auch mal kurz nach Europa fliegen.

United benötigt den A321neo, weil die 757-200 schlicht demnächst am Ende sind. Da helfen keine 787. Die Geschichte ist sehr schlüssig.
Beitrag vom 30.01.2024 - 12:30 Uhr
UserMHalblaub
User (765 Beiträge)
Na das ist wohl sehr positiv für Airbus ausgelegt.
Nein, einfach negativ für Boeing, die durch Pfusch beim Bau der 787 dem A330 weitere Aufträge ermöglicht haben.
Ja, die A330 ist erfolgreich. Von ihr wurden knapp 1.600 Maschinen ausgeliefert. Von der B787 "nur" etwas über 1.100. Aber Airbus hat auch ca. 20 Jahre Vorsprung und Boeing hat noch über 700 Maschinen in den Auftragsbüchern zu stehen. Da kann man wohl keineswegs pauschal behaupten, dass die 787 nicht genauso erfolgreich sein wird, wie die 330. Wieviel Gewinn nach all den Pannen am Ende herausspringt, bleibt abzuwarten.
Bei dem Schuldenberg ("deferred production costs") von noch 12 Milliarden Dollar den Boeing für die 787 vor sich her schiebt (und den aktuellen Zinsen) dürfte der Gewinnzone mit den noch ausstehenden 700 Flugzeugen nicht zu erreichen sein.

Wieviel mehr 330 Airbus hätte verkaufen können, wenn Boeing die 787 nicht herausgebracht hätte?!?!
Ein Nachfolger für die 767 war einfach notwendig, da diese nicht mehr konkurrenzfähig gegen den A330 war. Daher war meine Aussage dahingehend, dass Airbus noch mehr A330ceo verkauft als erwartet, weil Boeing die 787 vermasselt hat. Mal sehen, ob sich United doch noch ein paar A330neo als Ersatz für die 767 zulegt.
Beitrag vom 30.01.2024 - 14:05 Uhr
UserPropeller45
User (348 Beiträge)
Und sollte United wirklich bei Boeing -teilweise- aussteigen steht jemand bereit.
Zitat aero:

"Laut einem Bericht von Reuters hat Ryanair Boeing darüber informiert, dass, sollte sich eine in den USA ansässige Fluggesellschaft weigern, 737 Max 10 anzunehmen, die irische Billigfluggesellschaft daran interessiert wäre, sie "zum richtigen Preis" zu kaufen."
Beitrag vom 30.01.2024 - 15:41 Uhr
UserViri
User (1397 Beiträge)
Und sollte United wirklich bei Boeing -teilweise- aussteigen steht jemand bereit.
Zitat aero:

"Laut einem Bericht von Reuters hat Ryanair Boeing darüber informiert, dass, sollte sich eine in den USA ansässige Fluggesellschaft weigern, 737 Max 10 anzunehmen, die irische Billigfluggesellschaft daran interessiert wäre, sie "zum richtigen Preis" zu kaufen."

Jo: "zum richtigen Preis": heißt für Boeing noch weniger Geld für eine Max als eh schon. Loose-loose Situation.
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