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Beitrag vom 22.09.2021 - 07:26 Uhr
UserEricM
User (3268 Beiträge)
So sehr ich Ihre Meinung respektiere, halte ich eine solche Aussage für kompletten Unsinn. Im Grunde behaupten Sie, dass es bis 2050 keine Piloten mehr braucht.

Zumindest deutlich weniger.

Ich denke, breits das 1 Piloten Cockpit, wenn es denn mal implementiert sein wird, wird eine sichere Zuschaltung eines weiteren Piloten für Schwierigkeiten und Ausfälle ermöglichen müssen.

Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu Remote-Piloten am Boden, in einer Art Steuerungs-Zentrale, die nur noch für die nicht auomatisierten Flugphasen eines 0-Personen-Cockpits oder bei Problemen zusammen mit Technikern remote auf die firmeneigene Flotte aufgeschaltet sind.

Wenn für einen 10h Flug im Schnitt nur 20 Min online Zeit gebraucht werden, lassen sich mit wenigen Remote Piloten im 3-Schicht Dienst viele Maschinen gleichzeitig bewegen. Ähnlich wie heute eine Flotte Drohnen von ein paar Kontroll-Containern aus gesteuert wird.

Ja, das alles ist mit heutigen Sicherheitsarchitekturen nicht machbar. In 10-15 Jahren sollte das aber möglich sein.

Schlussendlich wissen wir alle nicht, wie die Welt 2050 aussehen wird. Jetzt Entscheidungen zu treffen aufgrund einer (mehr als fragwürdigen) Annahme für 2050 ist in keinem Beruf sinnvoll.

Der Rat den ich Jungen Leuten an der Stelle immer gebe, lautet: Wenn es automatisierbar ist, wird es bis 2040 vermutlich automatisiert sein. Man konnte da in den letzten 30 Jahren eine exponentielle Entwicklung beobachten. Und ich halte die Tätigkeit des Piloten für grundsätzlich automatisierbar. Nur nicht kurzfristig.

Die Vergleiche mit führerlosen U-Bahnen (eindimensional) oder Teslas die (zweidimensional) auch immer wieder Menschen überfahren,lassen mich (persönlich) zu dem Ergebnis kommen,das es noch ein langer Weg sein wird bis zum 1-Mann Cockpit

Unbenommen. Nur haben Flugzeuge im Gegensatz zu Teslas die datentechnisch deutlich einfacher strukturierte Umgebung zu meistern.
Und führerlose U-Bahnen zeigen immerhin, dass Menschen automatisierte Transportsysteme nicht generell ablehnen - wie auch schlafende Tesla Fahrer, die ihrem gehypten Spurhalte-Assistenten mehr zutrauen, als er tatsächlich kann...

Der Arbeitsmarkt für Piloten wird sich denke ich kurzfristig aufgrund des im Artikel angesprochenen "bösen Erwachens" sehr gut darstellen. Strategisch gesehen ist er aber keine gute Wahl für einen Berufsanfänger.

Dieser Beitrag wurde am 22.09.2021 07:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.09.2021 - 08:40 Uhr
Usergordon
User (3032 Beiträge)
So sehr ich Ihre Meinung respektiere, halte ich eine solche Aussage für kompletten Unsinn. Im Grunde behaupten Sie, dass es bis 2050 keine Piloten mehr braucht.

Zumindest deutlich weniger.

Ich denke, breits das 1 Piloten Cockpit, wenn es denn mal implementiert sein wird, wird eine sichere Zuschaltung eines weiteren Piloten für Schwierigkeiten und Ausfälle ermöglichen müssen.

Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu Remote-Piloten am Boden, in einer Art Steuerungs-Zentrale, die nur noch für die nicht auomatisierten Flugphasen eines 0-Personen-Cockpits oder bei Problemen zusammen mit Technikern remote auf die firmeneigene Flotte aufgeschaltet sind.

Wenn für einen 10h Flug im Schnitt nur 20 Min online Zeit gebraucht werden, lassen sich mit wenigen Remote Piloten im 3-Schicht Dienst viele Maschinen gleichzeitig bewegen. Ähnlich wie heute eine Flotte Drohnen von ein paar Kontroll-Containern aus gesteuert wird.

Ja, das alles ist mit heutigen Sicherheitsarchitekturen nicht machbar. In 10-15 Jahren sollte das aber möglich sein.

Schlussendlich wissen wir alle nicht, wie die Welt 2050 aussehen wird. Jetzt Entscheidungen zu treffen aufgrund einer (mehr als fragwürdigen) Annahme für 2050 ist in keinem Beruf sinnvoll.

Der Rat den ich Jungen Leuten an der Stelle immer gebe, lautet: Wenn es automatisierbar ist, wird es bis 2040 vermutlich automatisiert sein. Man konnte da in den letzten 30 Jahren eine exponentielle Entwicklung beobachten. Und ich halte die Tätigkeit des Piloten für grundsätzlich automatisierbar. Nur nicht kurzfristig.

Die Vergleiche mit führerlosen U-Bahnen (eindimensional) oder Teslas die (zweidimensional) auch immer wieder Menschen überfahren,lassen mich (persönlich) zu dem Ergebnis kommen,das es noch ein langer Weg sein wird bis zum 1-Mann Cockpit

Unbenommen. Nur haben Flugzeuge im Gegensatz zu Teslas die datentechnisch deutlich einfacher strukturierte Umgebung zu meistern.
Und führerlose U-Bahnen zeigen immerhin, dass Menschen automatisierte Transportsysteme nicht generell ablehnen - wie auch schlafende Tesla Fahrer, die ihrem gehypten Spurhalte-Assistenten mehr zutrauen, als er tatsächlich kann...

Der Arbeitsmarkt für Piloten wird sich denke ich kurzfristig aufgrund des im Artikel angesprochenen "bösen Erwachens" sehr gut darstellen. Strategisch gesehen ist er aber keine gute Wahl für einen Berufsanfänger.

Hey, Eric, Sie müssen ihm noch von Ihrer Mission erzählen .... dass die Flugpreise steigen müssen .... damit nicht mehr so viel geflogen wird .... Anordnung von oben ..... dass für Flugzeuge, die nicht fliegen, selbst ein Pilot zu viel ist .... wegen der guten Luft .... dass am deutschen Wesen die Welt genesen möge .... dann versteht er es vielleicht :)
Beitrag vom 22.09.2021 - 11:05 Uhr
UserEricM
User (3268 Beiträge)
Hey, Eric, Sie müssen ihm noch von Ihrer Mission erzählen .... dass die Flugpreise steigen müssen .... damit nicht mehr so viel geflogen wird .... Anordnung von oben ..... dass für Flugzeuge, die nicht fliegen, selbst ein Pilot zu viel ist .... wegen der guten Luft .... dass am deutschen Wesen die Welt genesen möge .... dann versteht er es vielleicht :)

Ihre Posts waren auch schonmal weniger wirr formuliert...
Natürlich stellt das wachsende Problembewusstsein zum Thema Klimawandel und dadurch notwendige Maßnahmen auch eine Fortführung des massiven Branchen-Wachstums der letzten 20 Jahre in Frage. Und ja, Dinge wie Kerosynth Anteile und CO2 Steuern/Zertifikate werden die Flugpreise steigen lassen. Ganz zu schweigen von angemessen bezahlten Jobs in der Kabine und am Boden ... Meinen Sie das?
Wenn ja, ist das aber im Kontext langfristiger Job-Unsicherheit durch Automatisierung ziemlich OT, oder?

Dieser Beitrag wurde am 22.09.2021 11:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.09.2021 - 11:27 Uhr
Usercontrail55
User (2832 Beiträge)
Ich störe mich einfach massiv daran, wenn jungen, enthusiastischen Flugschülern (wie im zweiten Kommentar) vorgeworfen wird, ihnen sei nicht mehr zu helfen.

Mit zunehmenden Alter ist der Wechsel in eine andere Tätigkeit zunehmend schwierig. Diese Erkenntnis reift oftmals erst
einer Krise heran. Und bei uns im Flugbetrieb gibt es immer mehr (gerade junge Kollegen auf der rechten Seite), die sich Alternativen suchen, da sich Aufwand-Nutzen eben nicht mehr die Wage halten.
Sehr gut, genau darum geht es.
Ist es nicht völlig illusorisch, mit 20 Jahren eine Berufsentscheidung zu treffen, die garantiert 50 Jahre trägt? Das gab es doch noch nie und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Dazu ist das Leben viel zu agil und die Veränderung alltäglich.

Was ist falsch daran, das zu machen wozu man Bock hat und sich eine gewisse Agilität und Flexibilität zu bewahren um eben diesen Veränderungen begegnen zu können? Zu sagen, dieser oder jener Job ist gut oder schlecht, greift doch hier viel zu kurz. Man geht mit seinen Entscheidungen immer eine Wette ein. Man sollte nur Alternativen parat haben, wenn die Wette nicht aufgegangen ist. Dann gibt es die Nächste, auch ohne Garantie. Zudem sind wir Menschen viel zu unterschiedlich, um über einen kamm geschoren zu werden. Der Eine sucht Sicherheit, der Andere Spaß und der Dritte Risiko. Das sollte doch für jeden zu finden sein.


Dieser Beitrag wurde am 22.09.2021 13:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.09.2021 - 17:51 Uhr
User234778
User (22 Beiträge)
So sehr ich Ihre Meinung respektiere, halte ich eine solche Aussage für kompletten Unsinn. Im Grunde behaupten Sie, dass es bis 2050 keine Piloten mehr braucht.

Zumindest deutlich weniger.

Ich denke, breits das 1 Piloten Cockpit, wenn es denn mal implementiert sein wird, wird eine sichere Zuschaltung eines weiteren Piloten für Schwierigkeiten und Ausfälle ermöglichen müssen.

Von da aus ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu Remote-Piloten am Boden, in einer Art Steuerungs-Zentrale, die nur noch für die nicht auomatisierten Flugphasen eines 0-Personen-Cockpits oder bei Problemen zusammen mit Technikern remote auf die firmeneigene Flotte aufgeschaltet sind.

Wenn für einen 10h Flug im Schnitt nur 20 Min online Zeit gebraucht werden, lassen sich mit wenigen Remote Piloten im 3-Schicht Dienst viele Maschinen gleichzeitig bewegen. Ähnlich wie heute eine Flotte Drohnen von ein paar Kontroll-Containern aus gesteuert wird.

Ja, das alles ist mit heutigen Sicherheitsarchitekturen nicht machbar. In 10-15 Jahren sollte das aber möglich sein.

Schlussendlich wissen wir alle nicht, wie die Welt 2050 aussehen wird. Jetzt Entscheidungen zu treffen aufgrund einer (mehr als fragwürdigen) Annahme für 2050 ist in keinem Beruf sinnvoll.

Der Rat den ich Jungen Leuten an der Stelle immer gebe, lautet: Wenn es automatisierbar ist, wird es bis 2040 vermutlich automatisiert sein. Man konnte da in den letzten 30 Jahren eine exponentielle Entwicklung beobachten. Und ich halte die Tätigkeit des Piloten für grundsätzlich automatisierbar. Nur nicht kurzfristig.

Die Vergleiche mit führerlosen U-Bahnen (eindimensional) oder Teslas die (zweidimensional) auch immer wieder Menschen überfahren,lassen mich (persönlich) zu dem Ergebnis kommen,das es noch ein langer Weg sein wird bis zum 1-Mann Cockpit

Unbenommen. Nur haben Flugzeuge im Gegensatz zu Teslas die datentechnisch deutlich einfacher strukturierte Umgebung zu meistern.
Und führerlose U-Bahnen zeigen immerhin, dass Menschen automatisierte Transportsysteme nicht generell ablehnen - wie auch schlafende Tesla Fahrer, die ihrem gehypten Spurhalte-Assistenten mehr zutrauen, als er tatsächlich kann...

Der Arbeitsmarkt für Piloten wird sich denke ich kurzfristig aufgrund des im Artikel angesprochenen "bösen Erwachens" sehr gut darstellen. Strategisch gesehen ist er aber keine gute Wahl für einen Berufsanfänger.

Ich weiß nicht...können Sie es nicht verstehen oder wollen Sie es nicht?
Bei einer U/S-Bahn zieht man den 'Stecker‘ und sie kullert aus (auf ihrer Schiene). Bei einem Flugzeug ist das ganze doch etwas komplexer. Das scheint Ihnen aufgrund mangelnder Erfahrung nicht bewusst zu sein. Also plappern sie doch nicht irgendwelche PR-Artikel von Flugzeugbauern nach die es selbst nicht besser wissen sondern in erster Linie ein Produkt verkaufen wollen.
Und zu ihrer Theorie das der Pilot in einem 1-Mann-Cockpit ja jederzeit einen 'Buddy‘ zur Hilfe dazuschalten kann,zeigt nur wie wenig Ahnung Sie von der Materie haben.
Oder haben Sie schon mal (Ionospähre) versucht einen Phonepatch mit der Company über HF bei Nacht zu etablieren?Und wenn‘s eng wird kann man nicht alleine da sitzen und erstmal 'ne viertel Stunde versuchen jemanden zu erreichen während man die Kiste fliegt. Da kommen Sie sich vorher wie in der Warteschleife einer Airline für die Umbuchung.
Selbst in Europa klappt CPDLC und manchmal auch ACARS nicht obwohl es schon vor knapp 10 Jahren Pflicht sein sollte.
Also hören Sie auf Thesen von Automatisierung im Luftverkehr aufzustellen wenn Sie noch nicht mal von der Gegenwart nur einen Hauch von Ahnung haben. Das ist nur völlig unseriös.
Beitrag vom 22.09.2021 - 19:45 Uhr
UserEricM
User (3268 Beiträge)
Also plappern sie doch nicht irgendwelche PR-Artikel von Flugzeugbauern nach die es selbst nicht besser wissen sondern in erster Linie ein Produkt verkaufen wollen.

Wir hatten hier vor ein paar Monaten eine recht hitzige Debatte über das Thema. Ich bin da bei den Ankündigungen von Airbus sehr skeptisch, zumindest was die Zeitschiene angeht.

Natürlich funktionieren da heute noch einige Systemkomponenten nicht. Wir reden hier aber über 2050.
Und ich schätze mal das einzig wirklich Unseriöse wäre, die nächsten 30 Jahre keinerlei Änderungen der historischen 2-Personen-Cockpits und deren aktuell begrenzten Automatisierungsgrad zu unterstellen.

Oder haben Sie schon mal (Ionospähre) versucht einen Phonepatch mit der Company über HF bei Nacht zu etablieren?

HF? Wie wärs mit StarLink?
In ein paar Jahren haben Sie 24x7 Breitband Internet aus dem LEO an (fast) jedem Ort der Welt.
Das wird eine Menge sehr interessanter Anwendungen ermöglichen.
Ich denke daher, eine höhere Automatisierung von Cockpits ist ein unvermeidlicher Prozess.
Beitrag vom 22.09.2021 - 20:15 Uhr
Userfbwlaie
User (4399 Beiträge)
im oberen Luftraum fliegt doch nur der Autopilot...
Aber unten und erst recht auf dem Vorfeld benötigt man doch den Piloten.
M. E. muss man bei der Automatisierung auch die Tätigkeiten der Kontroller für die Vorgänge in der Luft und am Boden berücksichtigen, wenn man die Piloten im Flugzeug abschaffen will.


Dieser Beitrag wurde am 22.09.2021 20:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.09.2021 - 13:48 Uhr
UserA340Skipper
User (51 Beiträge)
@ dem FBW-Laien !

"im oberen Luftraum fliegt doch nur der Autopilot..." -
ganau SO outet sicher der Laie als Nixwisser/Nixversteher ...

Ich erspare mir mal die Ausführungen wie oft mir in den letzten 32 Jahren der (redundante !) Autopilot, komplett ausgefallen ist, Blitzeinschläge etc. pp. - Merke: Wenn einer schon keinerlei fundierte Ahnung hat - dann bitte auch nicht daher plappern !
Sie dürfen gerne weiterhin Microsoft PC "fliegen" - die richtigen Flieger überlassen sie besser uns - den Profis - Flieger seit 1978 !
Beitrag vom 23.09.2021 - 14:37 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (801 Beiträge)
@ dem FBW-Laien !

"im oberen Luftraum fliegt doch nur der Autopilot..." -
ganau SO outet sicher der Laie als Nixwisser/Nixversteher ...

Ich erspare mir mal die Ausführungen wie oft mir in den letzten 32 Jahren der (redundante !) Autopilot, komplett ausgefallen ist, Blitzeinschläge etc. pp. - Merke: Wenn einer schon keinerlei fundierte Ahnung hat - dann bitte auch nicht daher plappern !
Sie dürfen gerne weiterhin Microsoft PC "fliegen" - die richtigen Flieger überlassen sie besser uns - den Profis - Flieger seit 1978 !

Ich finde ja, solange sich hier ständig irgendwelche Piloten einbilden, dass Sie jede Management-Entscheidung besser können als das Management, kann sich auch jeder FS-Pilot einbilden, dass er es besser kann als Pilot. Oder geht das hier wieder nur in eine Richtung? Niemand darf eine negative Meinung über den Pilotenberuf haben, aber Piloten dürfen vehement und ohne Zurückhaltung Management und Verwaltung kritisieren, beleidigen und als unfähig abstempeln?

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