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Beitrag vom 05.01.2022 - 12:03 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (760 Beiträge)


Aus meiner Sicht erscheint es übertrieben, Boeing-Produkte als Schrott zu bezeichnen, auch wenn viele Probleme der Firma in den letzten Jahren hausgemacht erscheinen.

Aus meiner Sicher erscheint es übertrieben, das nicht zu tun.

Immerhin kommen sie ja mit FOD Schrott gefüllt frei Haus.
Beitrag vom 05.01.2022 - 13:07 Uhr
UserEmil Galotti
User (104 Beiträge)
Vom Grundmuster des Boeing- Tankers wurden in den vergangenen 40 Jahren über 1200 Exemplare in den Dienst gestellt, also ein Erfolgsmodell, welches den internationalen Reiseverkehr für "Normalsterbliche" ebenso wie der Jumbo-Jet auf Langstrecke erst ermöglicht hat.

Ja, es gab auch Abstürze und Unfälle, aber das Auffinden von fremdartigen Gegenständen, die nicht zur Serienausstattung des Fliegers gehören, wird in keinem einzigen Fall beschrieben.

Im Übrigen fliegen doch schon seit etlichen Jahren Militärversionen der B767 in Japan, Israel und Italien herum.
Beitrag vom 05.01.2022 - 13:48 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (800 Beiträge)
@Emil Galotti:

Und dennoch ist das aktuelle KC Modell so mangelhaft produziert, dass man es für den eigentlichen Zweck, als Betankungsflugzeug, nicht einsetzen kann und auf Halde stellt.

Allein, dass der Tankausleger einen toten Winkel hat und damit Unfälle passieren können... Die restliche riesige Mängelliste erspare ich mir mal, die gibt es zu genüge im Netz nachzulesen.
Beitrag vom 05.01.2022 - 13:48 Uhr
UserRunway
User (2763 Beiträge)
Im Übrigen fliegen doch schon seit etlichen Jahren Militärversionen der B767 in Japan, Israel und Italien herum.

Das ist richtig wobei zumindest bei Japan und Israel auch anderer politische Gründe für Boeing sprechen.

Genau deswegen ist mir unbegreiflich wieso eine Weiterentwicklung eines im Prinzip existierendes Modell zu so einem Milliardengrab werden konnte.

Das Militär will auf jeden Fall was anderes/besseres. Doch was könnte das sein. B777-200 könnte im Prinzip als Grundmodell dienen. Doch sind die Kosten des Models relativ hoch, vielleicht auch zu groß und viel müßte komplett neu entwickelt werden.

A330 wäre eigentlich genau die richtige Größe/Leistungsklasse. Niedrige Grundkosten, techn erprobt und in vielen Ländern erfolgreich im Einsatz. Einfach in Toulouse bestellen wäre in der Wirtschaft logisch. Nicht aber im Militärbereich der USA und ehrlicherweise umgekehrt auch weltweit nicht.

Wenn es keine Alternativen im eigenen Land gibt wird versucht durch eigene Zulieferung einen Teil der Wertschöpfung zu retten. Ohne US-Partner also keine Chance. Wahrscheinlich müsste sogar der Zusammenbau eines A330 Tankers in USA erfolgen. Für nur 15 Flieger im Jahr kostentreibend aber wohl unumgänglich. Mobile könnte das wahrscheinlich möglich machen.
Beitrag vom 05.01.2022 - 14:13 Uhr
UserEmil Galotti
User (104 Beiträge)
Danke für das Feedback.

Natürlich sind die Probleme bei Boeing hausgemacht, die Mängelliste unfassbar lang, dennoch werden sie alle Möglichkeiten nutzen, auch den nächsten Tankerauftrag an Land zu ziehen. Die Verwendung der Steuergelder für heimische Produkte im Rüstungsbereich ist ein nicht zu verachtendes Bollwerk für Boeing, aber primär natürlich eine politische Entscheidung. Ein Politiker, der eine fremde Firma für einen Milliardenauftrag unterstützt, schmälert gleichzeitig seine Wiederwahl, sofern der eigene Bundesstaat nicht unmittelbar davon profitiert.

Vielleicht setzt sich Airbus diesmal durch, vielleicht splittet man den Auftrag, Amerika kauft manchmal eben doch ausländische Erzeugnisse für seine Streitkräfte, wie den "Lakota- Hubschrauber", der ja von Airbus stammt.

Allerdings müssen wir einfach immer davon ausgehen, dass unter dem Tisch mit harten und oft unfairen Bandagen gekämpft wird, um im Spiel zu bleiben und eigene Interessen zu vertreten.
Beitrag vom 05.01.2022 - 19:03 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (760 Beiträge)
Danke für das Feedback.

Natürlich sind die Probleme bei Boeing hausgemacht, die Mängelliste unfassbar lang, dennoch werden sie alle Möglichkeiten nutzen, auch den nächsten Tankerauftrag an Land zu ziehen. Die Verwendung der Steuergelder für heimische Produkte im Rüstungsbereich ist ein nicht zu verachtendes Bollwerk für Boeing, aber primär natürlich eine politische Entscheidung. Ein Politiker, der eine fremde Firma für einen Milliardenauftrag unterstützt, schmälert gleichzeitig seine Wiederwahl, sofern der eigene Bundesstaat nicht unmittelbar davon profitiert.

Vielleicht setzt sich Airbus diesmal durch, vielleicht splittet man den Auftrag, Amerika kauft manchmal eben doch ausländische Erzeugnisse für seine Streitkräfte, wie den "Lakota- Hubschrauber", der ja von Airbus stammt.

Allerdings müssen wir einfach immer davon ausgehen, dass unter dem Tisch mit harten und oft unfairen Bandagen gekämpft wird, um im Spiel zu bleiben und eigene Interessen zu vertreten.

Wenn US AF Generäle sich äußern das sie im Ernstfall lieber ihre KC 135 weiter einsetzen und nur im Kriegsfall gegen Russland oder China die KC 46 verwenden werden, dann ist alles gesagt.

Schrott.

Man hat zum Glück noch 400 Kc 135 und knapp 60 KC 10.
Da kann man auch 179 Kc 46 verkraften.
Aber die anderen 280 FLieger ersetzt man besser durch etwas das man auch gebrauchen kann.
Beitrag vom 06.01.2022 - 15:09 Uhr
UserBurntime
User (174 Beiträge)
Danke für das Feedback.

Natürlich sind die Probleme bei Boeing hausgemacht, die Mängelliste unfassbar lang, dennoch werden sie alle Möglichkeiten nutzen, auch den nächsten Tankerauftrag an Land zu ziehen. Die Verwendung der Steuergelder für heimische Produkte im Rüstungsbereich ist ein nicht zu verachtendes Bollwerk für Boeing, aber primär natürlich eine politische Entscheidung. Ein Politiker, der eine fremde Firma für einen Milliardenauftrag unterstützt, schmälert gleichzeitig seine Wiederwahl, sofern der eigene Bundesstaat nicht unmittelbar davon profitiert.

Vielleicht setzt sich Airbus diesmal durch, vielleicht splittet man den Auftrag, Amerika kauft manchmal eben doch ausländische Erzeugnisse für seine Streitkräfte, wie den "Lakota- Hubschrauber", der ja von Airbus stammt.

Allerdings müssen wir einfach immer davon ausgehen, dass unter dem Tisch mit harten und oft unfairen Bandagen gekämpft wird, um im Spiel zu bleiben und eigene Interessen zu vertreten.

Ich denke auch, dass man den Auftrag splitten sollte. Vielleicht läuft es darauf hinaus. Der unterlegene Bieter wird so oder so klagen, dann ist der Zeitplan (wie bei KC-X auch) hinfällig.

Was mich allerdings interessieren würde. Auf der 767-Linie werden gerade nicht wenige Frachter produziert, welche irgendwann wegfallen (wegen zu lauter Triebwerke). Dann werden die Fixkosten für die Produktion der Militär 767 zwangsläufig steigen.
Will Boeing die 767-Linie in ihrer jetzigen Form weiter produzieren lassen, dann muss die zivile 767 wohl neue Triebwerke bekommen.
Dann kann Boeing diese neuen Triebwerke auf bei der KC-46 ins Rennen schicken. Folglich muss Airbus dann eine A330MRTT anbieten, welche auch moderne Triebwerke hat (z.B. RR Trent 7000).

Beitrag vom 06.01.2022 - 18:34 Uhr
UserD-AIQU
User (82 Beiträge)

Was mich allerdings interessieren würde. Auf der 767-Linie werden gerade nicht wenige Frachter produziert, welche irgendwann wegfallen (wegen zu lauter Triebwerke). Dann werden die Fixkosten für die Produktion der Militär 767 zwangsläufig steigen.
Will Boeing die 767-Linie in ihrer jetzigen Form weiter produzieren lassen, dann muss die zivile 767 wohl neue Triebwerke bekommen.
Dann kann Boeing diese neuen Triebwerke auf bei der KC-46 ins Rennen schicken. Folglich muss Airbus dann eine A330MRTT anbieten, welche auch moderne Triebwerke hat (z.B. RR Trent 7000).

Beide Bieter müssen (und dürfen) nur genau das Anbieten, was der Auftraggeber im Leistungsheft für die Ausschreibung definiert. Bietet ein Bieter ein Flugzeug mit abweichenden Spezifikationen (z.B. anderes Triebwerk), ist das Angebot streng genommen nicht gültig und würde zum Ausschluss vom Vergabeverfahren führen.
Ein Bieter könnte höchstens ein zweites Angebot einreichen, wo die seiner Meinung nach besseren technischen Specs abgebildet sind.
So würde der Bieter zumindest im Vergabeverfahren bleiben.

Sollte dieses "verbesserte" Angebot den Zuschlag erhalten, ohne dass der andere Bieter Gelegenheit zu einem Vergleichsangebot hatte, dürfte mit einem Beschwerdeverfahren zu rechnen sein, da sich die Vergabeentscheidung nicht mehr auf die veröffentlichten Leistungspositionen bezieht.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2022 18:36 Uhr bearbeitet.
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